Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Wirtschaftspolitisches Handbuch von Rumänien

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Wirtschaftspolitisches Handbuch von Rumänien

Monograph

Identifikator:
1027649297
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-54366
Document type:
Monograph
Author:
Onciul, Aurel von http://d-nb.info/gnd/122595335
Title:
Wirtschaftspolitisches Handbuch von Rumänien
Place of publication:
Gotha
Publisher:
Friedrich Andreas Perthes
Year of publication:
1917
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 133 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Öffentliche Verhältnisse
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Wirtschaftspolitisches Handbuch von Rumänien
  • Title page
  • Contents
  • Land und Leute
  • Öffentliche Verhältnisse

Full text

Anfänglicher Stand 
117 
VI. Die sozialen Verhältnisse 
1. Anfänglicher Stand 
Die sozialen Verhältnisse sind das Produkt geschichtlicher Ent 
wicklung. Die Rumänen führen ihre Geschichte bis auf die Er 
oberung Daciens durch Trajan (101—106 n. Chr.) zurück. Tat 
sache ist, daß Dacien 270 Jahre hindurch unter römischer Herrschaft 
stand und während dieser Zeit organisiert, stark kolonisiert und ro- 
manisiert wurde. Doch fegten die Stürme der Völkerwanderung 
die römischen Einrichtungen bald hinweg und verhüllten wie mit 
einer tiefen Schneedecke die weiteren Schicksale dieses Landes sowie 
insbesondere die Umbildung der dacischen Romanen in die späteren 
Rumänen. Rach dem Aufhören der Völkerwanderung, an der 
Schwelle ihrer Geschichte, erscheinen im 9. Jahrhunderte die Ru 
mänen Daciens als eine fertige ethnische Individualität, als ein 
Volk von seßhaften Bauern und Hirten. Sie bewohnten das Innere 
Siebenbürgens sowie die nördlichen und westlichen Vorberge von 
der Marmarosch an bis zur Donau und waren in weit voneinander 
liegenden Dörfern (säte vom lateinischen satnm) angesiedelt. Jedes 
Dorf umfaßte meist die Mitglieder einer und derselben Familie, 
nach welcher es auch den Namen erhielt. Die Dorfflur war zwischen 
den einzelnen Insassen geteilt, die Mark (Weide, Wald und Wasser) 
gemeinsam. Wegen dieser Gemeinschaft konnte der Anteil an der 
Dorfflur — genannt „bäträn“ vom lateinischen veteranus oder 
„frate“ von frater — nicht frei veräußert werden, sondern setzte 
die Aufnahme des Kaufwerbers in die Dorffamilie durch „rnkrahire" 
(Verbrüderung) voraus. Jeder im Dorfe konnte die Aufnahme 
dadurch vermeiden, daß er selbst den zumKaufe angebotenen Anteil 
kaufte, und der Verkäufer mußte vor dem Verkaufe den Anteil 
erst den Dorfgenossen zum Kaufe anbieten. Auch dem Richter 
gegenüber präsentierte sich die Dorfgenossenschaft als eine Einheit; 
sie erschien stets vollzählig vor Gericht; alle Urkunden wurden an 
ihre Adresse gerichtet und dem Ältesten eingehändigt. Im Nahmen 
dieser Beschränkungen war jedoch jeder Anteilsinhaber vollständiger 
Eigentümer seines Anteils, freier Bauer auf seinem Grund und 
Boden. Ihm oblag bloß die Pflicht, die „dir" genannte Kopf 
steuer zu bezahlen und im Kriege Dienste als Soldat zu leisten. 
An der Spitze des Dorfes stand der „jndioe" (vom lateinischen 
judex) oder „kinez“ (vom slawischen knez, der Fürst) genannte 
Häuptling. Er war ebenso Bauer, wie alle anderen, erhielt aber 
einen größeren, ausgeschiedenen Anteil an der Mark, welcher mit 
dem slawischen Namen „jtrabie“ bezeichnet wurde. Ferner stand
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Le Problème de La Marine Marchande. Berger-Levrault & Cie., 1901.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the first letter of the word "tree"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.