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Fortschritt und Armut

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Bibliographic data

fullscreen: Fortschritt und Armut

Monograph

Identifikator:
1027863817
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-43741
Document type:
Monograph
Author:
George, Henry http://d-nb.info/gnd/118716948
Title:
Fortschritt und Armut
Edition:
Sechste, unveränderte Auflage
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XII, 407 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Buch II. Bevölkerung und Unterhaltsmittel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Fortschritt und Armut
  • Title page
  • Contents
  • Buch I. Arbeitslohn und Kapital
  • Buch II. Bevölkerung und Unterhaltsmittel
  • Buch III. Die Gesetze der Verteilung
  • Buch IV. Die Wirkung des materiellen Fortschnitts auf die Güterverteilung
  • Buch V. Das Problem gelöst
  • Buch VI. Das Heilmittel
  • Buch VII. Die Gerechtigkeit des Heilmittels
  • Buch VIII. Die Anwendung des Heilmittels
  • Buch IX. Die Wirkungen des Heilmittels
  • Buch X. Das Gesetz des menschlichen Fortschrittes
  • Schluß. Das Problem des individuellen Lebens

Full text

98 
Bevölkerung und Unterhaltsmittel. 
Buch II. 
Häufigkeit ist pungernot auf Hungersnot gefolgt, nur immer weitere 
Flächen mit größerer Heftigkeit verheerend. 
Ist dies nicht ein Beweis der Malthusschen Theorie? Zeigt dies 
nicht, daß, soviel auch die Zugänglichkeit der Unterhaltsmittel vermehrt 
wird, die Bevölkerung doch fortfährt, gegen dieselben anzudrängen? 
Zeigt es nicht, daß Malthus Recht hatte, wenn er behauptete, die Schleusen 
zu schließen, durch welche die überflüssige Bevölkerung fortgeschafft 
werde, heiße nur soviel als die Natur zu zwingen, sich andere zu öffnen 
und daß, wenn die (Quellen menschlicher Vermehrung nicht durch Regu 
lierungen der Vorsicht eingedämmt werden, nur zwischen Krieg und 
Hungersnot die Wahl bleibt? Dies war die orthodoxe Erklärung. Aber 
die Wahrheit ist, wie aus den bei den jüngsten Erörterungen der indischen 
Angelegenheiten in den englischen Blättern enthüllten Tatsachen er 
sichtlich, daß diese Heimsuchungen von Hungersnot, welche Millionen 
hinweggerafft haben und noch hinwegraffen, dem Druck der Bevölke 
rung gegen die natürlichen Grenzen der Unterhaltsmittel ebensowenig 
zuzuschreiben sind, wie die Verheerung des Earnatic, als Ljyder Alis 
Reiter wie ein verheerender Sturmwind über dasselbe hereinbrachen. 
Die Millionen Indiens haben ihre Nacken unter das Joch mancher 
Eroberer gebeugt, aber das schlimmste von allen ist das beständige, 
erdrückende Gewicht der englischen Herrschaft, ein Gewicht, welches 
buchstäblich Millionen aus dem Dasein hinausdrückt und, wie englische 
Schriftsteller zeigen, zu einer überaus schrecklichen und weit verbreiteten 
Katastrophe führen muß. Auch andere Eroberer haben im Lande gelebt, 
und, so schlecht und tyrannisch ihre Herrschaft war, so haben sie doch 
das Volk verstanden und sind von demselben verstanden worden; jetzt 
aber gleicht Indien einem großen Grundbesitz, der einem abwesenden 
und fremdländischen Herrn gehört. Es werden höchst kostspielige Militär- 
und Zivileinrichtungen aufrecht erhalten, geleitet und mit Offizieren 
versehen durch Engländer, die Indien nur als einen Platz zeitweiligen 
Exils ansehen; und eine enorme, aus wenigstens 20 Millionen £ jährlich 
zu veranschlagende Summe (die von einer Bevölkerung erhoben wird, 
wo Arbeiter in guten Zeiten froh sind, für \ 1 / 2 bis 4 Pence täglich zu 
arbeiten) fließt in Form von Rimessen, Pensionen, europäischen Re- 
gierungsunkosten usw. nach England — ein Tribut, für den kein Gegen 
satz zurückkommt. Die ungeheuren, aus Eisenbahnen verschwendeten 
Summen haben, wie die Betriebsergebnisse beweisen, sich als unproduktive 
Anlagen herausgestellt; die größten Bewässerungswerke find meistenteils 
ebenso kostspielig als verfehlt. In großen Teilen Indiens verliehen die 
Engländer, von dem Wunsche geleitet, eine Klasse von Grundbesitzern 
zu schassen, absoluten Besitz von Grund und Boden an erbliche Steuer 
einnehmer, die die Bauern unbarmherzig durch die Pachtschraube aus 
plündern. In anderen Teilen, wo die Pacht noch durch den Staat in 
Form einer Grundsteuer erhoben wird, sind die Ansätze so hoch und die 
Steuern werden so rücksichtslos eingetrieben, daß die, selbst in guten
	        

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Fortschritt Und Armut. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
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