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Fortschritt und Armut

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Bibliographic data

fullscreen: Fortschritt und Armut

Monograph

Identifikator:
1027863817
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-43741
Document type:
Monograph
Author:
George, Henry http://d-nb.info/gnd/118716948
Title:
Fortschritt und Armut
Edition:
Sechste, unveränderte Auflage
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XII, 407 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Buch II. Bevölkerung und Unterhaltsmittel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Fortschritt und Armut
  • Title page
  • Contents
  • Buch I. Arbeitslohn und Kapital
  • Buch II. Bevölkerung und Unterhaltsmittel
  • Buch III. Die Gesetze der Verteilung
  • Buch IV. Die Wirkung des materiellen Fortschnitts auf die Güterverteilung
  • Buch V. Das Problem gelöst
  • Buch VI. Das Heilmittel
  • Buch VII. Die Gerechtigkeit des Heilmittels
  • Buch VIII. Die Anwendung des Heilmittels
  • Buch IX. Die Wirkungen des Heilmittels
  • Buch X. Das Gesetz des menschlichen Fortschrittes
  • Schluß. Das Problem des individuellen Lebens

Full text

dafür angeführt werden kann, daß eine vorgefaßte Meinung die Menschen 
über den wahren Sachverhalt zu blenden vermag. Die Wahrheit ist, 
und sie liegt auf flacher pand, daß Irland noch nie eine so große Bevölke 
rung gehabt hat, daß die natürlichen Kräfte des Landes, nach dem 
jeweiligen Stande der produktiven Gewerbe, sie nicht ganz bequem 
hätten erhalten können. Zur Zeit seiner größten Volkszahl (\8^0—q.845) 
enthielt Irland etwas über acht Millionen Menschen. Aber ein sehr 
großer Teil derselben vegetierte bloß, wohnte in elenden Hütten, kleidete 
sich in bloße Lumpen und hatte keine andere Nahrung als Kartoffeln. 
Als die Kartoffelkrankheit kam, starben sie zu Tausenden. Aber war es 
die Unfähigkeit des Bodens, eine so große Bevölkerung zu ernähren, die 
so viele zwang, in dieser elenden weise zu leben, und sie beim Mißraten 
einer einzigen Ernte dem Hungertode aussetzte? Im Gegenteil, es war 
dieselbe gewissenlose Habgier, welche den indischen Ryot der Früchte seiner 
Arbeit beraubte und ihn inmitten des Überflusses der Natur verhungern 
ließ. Allerdings durchzogen keine unbarmherzigen Banditen von Steuer 
erhebern plündernd und marternd das Land, aber der Arbeiter wurde 
ebenso wirksam durch eine nicht minder unbarmherzige Horde von Guts 
besitzern ausgezogen, unter denen der Grund und Boden als absolutes 
Eigentum verteilt worden war, ohne Rücksicht auf die Rechte derer, 
welche auf demselben lebten. 
Betrachten wir jetzt die Produktionsverhältnisse, unter denen diese 
acht Millionen lebten, bis die Kartoffelkrankheit kam. Die Lage war eine 
solche, daß die von Tennant betreffs Indiens gebrauchten Worte auch 
auf sie mit Recht angewendet werden konnten: „der große Sporn des 
Eewerbfleißes, die Sicherheit, war genommen". Der Landbau wurde 
größtenteils durch Pächter ohne feste Kontrakte betrieben, die, selbst 
wenn ihnen dies'bei den unmäßigen Pachten möglich gewesen wäre, 
nicht wagten, Verbesserungen vorzunehmen, die nur das Signal für eine 
Pachterhöhung gewesen wären. Die Arbeit wurde somit in der unwirk 
samsten und unzweckmäßigsten weise betrieben, und es wurden in ziel 
losem Müßiggang Arbeitskräfte vergeudet, die bei einiger Sicherheit 
für ihre Früchte unausgesetzt beschäftigt worden sein würden. Aber selbst 
unter diesen Verhältnissen ernährte Irland tatsächlich mehr als acht 
lllillionen. Denn als seine Bevölkerung am größten war, exportierte 
gleichwohl Irland noch Nahrungsmittel. Selbst noch während der 
Hungersnot wurden Korn und Fleisch, Butter und Käse behufs Ausfuhr 
Bandstraßen entlang geführt, die mit verhungernden besetzt waren, und 
in deren Gräben die Toten aufgeschichtet lagen. Für diese Ausfuhr von 
Lebensmitteln oder wenigstens für einen großen Teil derselben kam 
kein Gegenwert zurück. Soweit es sich um die Bewohner Irlands 
handelte, konnten die ausgeführten Lebensmittel ebensogut verbrannt 
oder ins Meer geworfen oder überhaupt nicht produziert werden. Sie 
gingen nicht zum Austausch fort, sondern als ein Tribut, um abwesenden 
Gutsherren die Pacht zu zahlen; eine den Produzenten von Leuten,
	        

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Fortschritt Und Armut. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
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