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Fortschritt und Armut

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Bibliographic data

fullscreen: Fortschritt und Armut

Monograph

Identifikator:
1027863817
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-43741
Document type:
Monograph
Author:
George, Henry http://d-nb.info/gnd/118716948
Title:
Fortschritt und Armut
Edition:
Sechste, unveränderte Auflage
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XII, 407 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Buch III. Die Gesetze der Verteilung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Fortschritt und Armut
  • Title page
  • Contents
  • Buch I. Arbeitslohn und Kapital
  • Buch II. Bevölkerung und Unterhaltsmittel
  • Buch III. Die Gesetze der Verteilung
  • Buch IV. Die Wirkung des materiellen Fortschnitts auf die Güterverteilung
  • Buch V. Das Problem gelöst
  • Buch VI. Das Heilmittel
  • Buch VII. Die Gerechtigkeit des Heilmittels
  • Buch VIII. Die Anwendung des Heilmittels
  • Buch IX. Die Wirkungen des Heilmittels
  • Buch X. Das Gesetz des menschlichen Fortschrittes
  • Schluß. Das Problem des individuellen Lebens

Full text

Kap. III. 
Der Zins und dessen Ursache. 
W5 
Tausches ist so gut wie das Produkt des Ackerbaues das Produkt der 
Arbeit; dennoch wirkt in dein einen wie in dem anderen Falle eine 
andere Kraft mit der Arbeit zusammen, die es unmöglich macht, das 
Resultat lediglich durch die aufgewendete Summe von Arbeit zu messen, 
die vielmehr den Kapitalbetrag und die Zeit, während welcher er in 
Verwendung ist, zu integrierenden Teilen in der Summe der Kräfte 
macht. Das Kapital hilft der Arbeit in allen verschiedenen Arten der 
Produktion; es besteht jedoch ein Unterschied zwischen den Beziehungen 
beider in den Produktionsarten, die nur in Form- oder Grtsveränderung 
des Stoffes bestehen, wie das Bretterhobeln oder Kohlengraben, und 
den Produktionsakten, die sich die reproduktiven Raturkräste oder aber 
die Vermehrungsfähigkeit zunutze machen, welche aus Unterschieden 
in der Verteilung der Natur- und der Menschenkräfte entspringt, wie 
der Getreidebau oder der Austausch von Eis gegen Zucker. Bei der 
Produktion ersterer Art ist die Arbeit allein die wirkende Ursache, hört 
die Arbeit auf, so hört auch die Produktion aus. Legt der Zimmermann 
mit Sonnenuntergang seinen pobel hin, so hört die Wertvermehrung 
auf, die er mit demselben schafft, bis er seine Arbeit am nächsten Morgen 
wieder beginnt. Läutet die Glocke der Fabrik zum Feierabend, wird 
das Bergwerk geschlossen, so endet die Produktion, bis die Arbeit wieder 
ausgenommen wird. Die Zwischenzeit könnte, soweit die Produktion 
in Betracht kommt, ebensogut ausgelöscht werden. Das verstreichen 
der Tage, der Wechsel der Jahreszeiten ist kein Element der Produktion, 
die allein von der Summe der aufgewendeten Arbeit abhängt. Zn den 
anderen Produktionsakten jedoch, die ich erwähnt habe und in denen 
der Anteil der Arbeit den Verrichtungen der polzfäller verglichen werden 
kann, die ihre Stämme in den Strom werfen und sie von demselben 
bis zum wehr der Sägemühle viele Meilen Hinuntertreiben lassen, ist 
die Zeit ein Element. Die Aussaat keimt und sproßt im Boden, ob der 
Sandmann schläft oder neue Felder pflügt, und nimmer ruhende Strö 
mungen der Luft und des Ozeans führen whittingtons Katze zu dem von 
Gatten gequälten Herrscher der Fabel. 
Kehren wir nun zu Bastiats Beispiel zurück. Es ist klar, daß, wenn 
ein Grund vorhanden ist, warum Wilhelm am Schluß des Zahres an 
Zakob mehr als einen gleich guten Pobel zurückgeben muß, derselbe 
nicht, wie Bastiat meint, in der durch den Pobel verliehenen größeren 
bllacht liegt, denn dies ist, wie ich gezeigt habe, kein Element; sondern 
derselbe entspringt aus dem Element der Zeit — dem Unterschiede 
Eines Zahres zwischen dem Leihen und Zurückgeben des Pöbels. Be 
schränkt man die Betrachtung auf dies Beispiel, so zeigt nichts darin 
he Wirkung dieses Elementes, denn ein pobel hat am Ende eines Zahres 
EMen größeren wert als zu Anfang desselben. Denken wir uns aber 
nn Stelle des Pöbels ein Kalb, so ist klar ersichtlich, daß, um Zakob eben- 
iFSut zu stellen, als wenn er nicht dargeliehen hätte, Wilhelm ihm am 
nde des Jahres kein Kalb, sondern eine Kuh zurückgeben muß. Oder 
George, Fortschritt und Armut. ;0
	        

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Fortschritt Und Armut. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
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