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Fortschritt und Armut

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Bibliographic data

fullscreen: Fortschritt und Armut

Monograph

Identifikator:
1027863817
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-43741
Document type:
Monograph
Author:
George, Henry http://d-nb.info/gnd/118716948
Title:
Fortschritt und Armut
Edition:
Sechste, unveränderte Auflage
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XII, 407 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Buch III. Die Gesetze der Verteilung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Fortschritt und Armut
  • Title page
  • Contents
  • Buch I. Arbeitslohn und Kapital
  • Buch II. Bevölkerung und Unterhaltsmittel
  • Buch III. Die Gesetze der Verteilung
  • Buch IV. Die Wirkung des materiellen Fortschnitts auf die Güterverteilung
  • Buch V. Das Problem gelöst
  • Buch VI. Das Heilmittel
  • Buch VII. Die Gerechtigkeit des Heilmittels
  • Buch VIII. Die Anwendung des Heilmittels
  • Buch IX. Die Wirkungen des Heilmittels
  • Buch X. Das Gesetz des menschlichen Fortschrittes
  • Schluß. Das Problem des individuellen Lebens

Full text

Die Gesetze der Verteilung. 
Buch III. 
M 
nehmen wir an, daß die zehntägige Arbeit dem Getreidebau gewidmet 
gewesen wäre, so ist es augenscheinlich, daß Jakob nicht seinen vollen 
Ersatz erhalten würde, falls er nach Ablauf des Jahres nur die Aussaat 
zurückerhielte, denn während desselben würde das Korn gekeimt haben, 
gewachsen sein und sich vervielfältigt haben; und ebenso könnte dercksobel, 
wenn er zum Tausch bestimmt worden wäre, während des Jahres 
mehrere Male umgesetzt werden und bei jedem Tausch ein Mehr für 
Jakob ergeben. Da nun Jakobs Arbeit in einer dieser Weisen verwendet — 
oder, was auf dasselbe hinausläuft, ein Teil der zum Lfobelmachen 
aufgewendeten Arbeit dahin abgeleitet werden könnte —, so wird er 
für Wilhelm keinen Hobel zum Gebrauch für ein ganzes Jahr machen, 
falls er nicht mehr als den Hobel zurückerhält. Und Wilhelm kann auch 
mehr als bloß den Hobel zurückgeben, weil der gleiche Durchschnitt der 
Vorteile der in verschiedener Art aufgewendeten Arbeit auch ihn befähigt, 
aus seiner Arbeit durch das Element der Zeit einen Vorteil zu erzielen. 
Dieser allgemeine Durchschnitt, oder, sozusagen, „Einsatz" von Vorteilen, 
der notwendig stattfindet, wo die Bedürfnisse der Gesellschaft den gleich 
zeitigen Betrieb der verschiedenen Produktionsarten erheischen, verleiht 
dem für sich allein nicht vermehrungsfähigen Güterbesitz einen Vorteil, 
ähnlich dem, welcher den Gütern beiwohnt, die in einer Art und weise 
benutzt werden, daß sie aus dem Element der Zeit Nutzen ziehen. Irr 
letzter Instanz entspringt der Vorteil, der durch den Zeitverfluß gewonnen 
wird, der schaffenden Kraft der Natur und den wechselnden Fähigkeiten 
der Natur und des Menschen. 
wären die Eigenschaften und Fähigkeiten des Stoffes überall 
gleichförmig und wäre alle Produktionskraft nur ein Zubehör des 
Menschen, so würde es keinen Zins geben. Der Vorteil besserer Werk 
zeuge könnte zeitweilig zu ähnlichen Bedingungen wie das Zinszahlen 
übertragen werden, aber solche Geschäfte würden unregelmäßig und 
selten — die Ausnahme, aber nicht die Regel sein, denn die Macht, 
derartige Erträgnisse zu erzielen, würde nicht, wie jetzt, in dem Kapital 
besitz liegen, und der Vorteil der Zeit würde sich nur unter besonderen 
Umständen geltend machen. Daß ich, im Besitz von jooo Dollars, sie 
bestimmt auf Zinsen ausleihen kann, kommt nicht daher, daß andere, 
die nicht j.ooo Dollars haben, froh find, mich für den Gebrauch zu ent 
schädigen, falls sie auf andere weise sie nicht erlangen können, sondern 
daher, daß das durch meine MOO Dollars dargestellte Kapital die Macht 
hat, jedem, der es in Händen hat, und sei er auch Millionär, ein Mehr 
zu ergeben. Denn der Preis, welchen irgendetwas ergibt, hängt nicht 
davon ab, was der Käufer lieber geben will, als daß er Verzicht darauf 
leistet, sondern vielmehr davon, was der Verkäufer anderweitig dafür 
bekommen kann. Lin Fabrikant, der sich zur Ruhe zu setzen wünscht, 
hat z. B. für ^oo ooo Dollars Maschinen. Kann er, im Fall des Ver 
kaufes,^ diese ;oo ooo Dollars nicht zinsbringend anlegen, so wird es 
ihm, abgesehen vom Risiko, gleich sein, ob er den ganzen preis sofort
	        

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Gesellschaftslehre. Enke, 1928.
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