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Fortschritt und Armut

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Bibliographic data

fullscreen: Fortschritt und Armut

Monograph

Identifikator:
1027863817
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-43741
Document type:
Monograph
Author:
George, Henry http://d-nb.info/gnd/118716948
Title:
Fortschritt und Armut
Edition:
Sechste, unveränderte Auflage
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XII, 407 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Buch VI. Das Heilmittel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Fortschritt und Armut
  • Title page
  • Contents
  • Buch I. Arbeitslohn und Kapital
  • Buch II. Bevölkerung und Unterhaltsmittel
  • Buch III. Die Gesetze der Verteilung
  • Buch IV. Die Wirkung des materiellen Fortschnitts auf die Güterverteilung
  • Buch V. Das Problem gelöst
  • Buch VI. Das Heilmittel
  • Buch VII. Die Gerechtigkeit des Heilmittels
  • Buch VIII. Die Anwendung des Heilmittels
  • Buch IX. Die Wirkungen des Heilmittels
  • Buch X. Das Gesetz des menschlichen Fortschrittes
  • Schluß. Das Problem des individuellen Lebens

Full text

228 
Das Heilmittel. 
Buch VI. 
lebt wie Dr. Franklin, als er in seiner Lehrzeit und als junger Gehilfe 
sich auf Pflanzenkost zu beschränken beschloß; und viele arme Familien 
könnten sorgloser leben, wenn man sie lehrte, jene billigen Gerichte zu 
bereiten, auf welche Franklin den Appetit seines Arbeitgebers Reimer 
zu beschränken suchte, wogegen er sich anheischig machte, die Gegner 
der neuen Religion zu bekämpfen, deren Prophet Reimer zu werden 
wünschte*); wenn jedoch die arbeitenden Rlassen im allgemeinen so 
zu leben sich entschlössen, würden die Löhne schließlich im gleichen Ver 
hältnis fallen, und wer durch Sparsamkeit vorankommen oder die Armut 
durch Ginschärfung derselben lindern wollte, würde einen noch billigeren 
Modus ersinnen müssen, um Leib und Seele zusammenzuhalten, wenn 
unter den obwaltenden Umständen die amerikanischen Arbeiter sich zu 
der chinesischen Lebensweise verstünden, so würden sie schließlich auch zu 
den chinesischen Lohnsätzen gelangen; oder wenn die englischen Arbeiter 
sich mit der Reisdiät und dürftigen Rleidung der Bengalen zufrieden 
gäben, so würde die Arbeit in England bald so schlecht wie in Indien 
bezahlt werden. Die Einführung der Rartoffel in Irland ward als ge 
eignet angesehen, um die Lage der ärmeren Rlassen zu verbessern, in 
dem sie den Unterschied zwischen den ihnen gezahlten Löhnen und den 
Rosten ihres Lebensunterhalts vergrößerte. In Wirklichkeit waren die 
Folgen eine Erhöhung der Pachten und eine Herabsetzung der Löhne 
und, nach Auftreten der Rartoffelkrankheit, die Verheerungen der Hungers 
not unter einer Bevölkerung, welche ihren Standard of comfort schon 
so weit reduziert hatte, daß der nächste Schritt der Hungertod war. 
Und daher wird ein einzelner, wenn er mehr als die durchschnitt 
liche Anzahl von Stunden arbeitet, seinen Lohn allerdings erhöhen; 
aber der Lohn aller kann auf diese weise nicht erhöht werden. Ls ist 
notorisch, daß die Löhne in Branchen mit langer Arbeitszeit nicht höher 
sind als in anderen mit kürzerer Arbeitszeit; gewöhnlich sogar das Gegen 
teil davon, denn je länger der Arbeitstag, desto hilfloser wird der Arbeiter, 
desto weniger Zeit hat er sich umzuschauen und andere Eigenschaften 
zu entwickeln als diejenigen, die durch seine Arbeit hervorgerufen werden; 
desto geringer wird seine Fähigkeit, seine Beschäftigung zu wechseln oder 
aus den Umständen Nutzen zu ziehen. Und so kann der einzelne Arbeiter, 
der sich von Weib und Rindern helfen läßt, seine Einnahme ebenfalls 
vermehren; in Branchen jedoch, wo es hergebracht ist, daß Weib und 
Rinder mitarbeiten, sind notorisch die von der ganzen Familie verdienten 
Löhne im Durchschnitt nicht höher als diejenigen des Familienhauptes 
in Branchen, in denen dieselben allein zu arbeiten pflegen. Die Arbeit 
der Schweizer Familie in der Uhrenfabrikation konkurriert an Billigkeit 
mit den amerikanischen Maschinen. Die böhmischen Zigarrenmacher 
*) Franklin erzählt in seiner unnachahmlichen Meise, wie Reimer schließlich seinen 
Entschluß aufgab und ein geröstetes Ferkel bestellte, zu welchem er zwei ihm befreundete 
Damen einlud; als jedoch das Ferkel vor Eintreffen der Gesellschaft ankam, konnte Reimer 
der Versuchung nicht widerstehen und aß es ganz allein auf.
	        

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Fortschritt Und Armut. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
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