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Fortschritt und Armut

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Bibliographic data

fullscreen: Fortschritt und Armut

Monograph

Identifikator:
1027863817
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-43741
Document type:
Monograph
Author:
George, Henry http://d-nb.info/gnd/118716948
Title:
Fortschritt und Armut
Edition:
Sechste, unveränderte Auflage
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XII, 407 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Buch VII. Die Gerechtigkeit des Heilmittels
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Fortschritt und Armut
  • Title page
  • Contents
  • Buch I. Arbeitslohn und Kapital
  • Buch II. Bevölkerung und Unterhaltsmittel
  • Buch III. Die Gesetze der Verteilung
  • Buch IV. Die Wirkung des materiellen Fortschnitts auf die Güterverteilung
  • Buch V. Das Problem gelöst
  • Buch VI. Das Heilmittel
  • Buch VII. Die Gerechtigkeit des Heilmittels
  • Buch VIII. Die Anwendung des Heilmittels
  • Buch IX. Die Wirkungen des Heilmittels
  • Buch X. Das Gesetz des menschlichen Fortschrittes
  • Schluß. Das Problem des individuellen Lebens

Full text

Buch VII, 
274 
Die Gerechtigkeit des Heilmittels. 
Rechte cm dem Gebrauch und Genuß des Landes der Gemeinde hatten. 
Diese Anerkennung des gemeinsamen Rechtes aus das Land schloß 
nicht die volle Anerkennung des besonderen und ausschließlichen Rechtes 
auf die Dinge aus, die das Ergebnis der Arbeit sind, noch wurde sie auf 
gegeben, als die Entwicklung des Ackerbaues die Nötigung auferlegt 
hatte, ausschließlichen Grundbesitz anzuerkennen, um den ausschließ 
lichen Genuß der Früchte der aus den Anbau verwendeten Arheit zu 
sichern. Die Teilung des Landes zwischen den industriellen Einheiten, 
ob Familien, Familienkomplexen oder einzelnen, ging nur so weit, 
als es für den Zweck nötig war, während Weiden und Wälder als ge 
meinschaftlich beibehalten wurden, und für das Ackerland die Gleich 
heit dadurch hergestellt wurde, daß entweder, wie bei den teutonischen 
Rassen, von Zeit zu Zeit, eine Neuverteilung stattfand oder, wie nach 
den Gesetzen Moses, die Veräußerung untersagt war. 
Diese ursprüngliche Anordnung besteht, mehr oder weniger intakt, 
noch heute in den Dorfgemeinden Zndiens, Rußlands und der bis vor 
kurzem noch der türkischen Herrschaft unterworfenen slavischen Länder, 
in den Gebirgskantonen der Schweiz, unter den Rabylen im Norden 
und den Raffern im Süden Afrikas, unter der einheimischen Bevölke 
rung Javas und den Eingeborenen Neuseelands; d. h. überall, wo 
äußere Einflüsse die Form der ursprünglichen sozialen Organisation 
unberührt gelassen haben. Daß sie allenthalben bestand, ist in den letzten 
Zähren hinreichend bewiesen worden durch die Forschungen vieler 
unabhängiger Gelehrten und Beobachter, die meines Wissens am 
besten zusammengefaßt sind in Lavelex>es vom Lobdenklub veröffent 
lichter Arbeit über die „Systeme des Grundbesitzes in verschiedenen 
Ländern", sowie in Laveleyes Buch: „Das ursprüngliche Eigentum", 
auf das ich den Leser, der diese Dinge im Detail verfolgen will, verweise. 
„Zn allen ursprünglichen Gesellschaften", so faßt Laveleye das 
Ergebnis einer Untersuchung, die keinen Teil der Welt unerforscht ließ, 
zusammen, „in allen ursprünglichen Gesellschaften war der Boden das 
gemeinschaftliche Eigentum der Stämme und periodischen Verteilungen 
unter den Familien unterworfen, damit alle von ihrer Arbeit leben 
könnten, wie es die Natur bestimmt hat. Während so der Wohlstand 
eines jeden von seiner Tatkraft und seinem verstände abhing, war 
jedenfalls niemand der Unterhaltsmittel bar und gegen eine von Gene 
ration zu Generation sich vergrößernde Ungleichheit war gesorgt." 
Wenn Laveleye mit diesem Schlüsse Recht hat — und es kann 
keinem Zweifel unterliegen, daß er Recht hat —, wie, wird man fragen, 
konnte dann der Übergang des Grund und Bodens in den jdrivatbesitz 
so allgemein werden? 
Die Ursachen, welche dahin gewirkt haben, diese ursprüngliche 
Zdee des gleichen Rechts auf die Benutzung des Landes durch die Zdee 
ausschließlicher und ungleicher Rechte zu verdrängen, können, glaube 
ich, überall mit Sicherheit, wenn auch nicht mit Genauigkeit verfolgt
	        

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Fortschritt Und Armut. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
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