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Fortschritt und Armut

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Bibliographic data

fullscreen: Fortschritt und Armut

Monograph

Identifikator:
1027863817
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-43741
Document type:
Monograph
Author:
George, Henry http://d-nb.info/gnd/118716948
Title:
Fortschritt und Armut
Edition:
Sechste, unveränderte Auflage
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XII, 407 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Fortschritt und Armut
  • Title page
  • Contents
  • Buch I. Arbeitslohn und Kapital
  • Buch II. Bevölkerung und Unterhaltsmittel
  • Buch III. Die Gesetze der Verteilung
  • Buch IV. Die Wirkung des materiellen Fortschnitts auf die Güterverteilung
  • Buch V. Das Problem gelöst
  • Buch VI. Das Heilmittel
  • Buch VII. Die Gerechtigkeit des Heilmittels
  • Buch VIII. Die Anwendung des Heilmittels
  • Buch IX. Die Wirkungen des Heilmittels
  • Buch X. Das Gesetz des menschlichen Fortschrittes
  • Schluß. Das Problem des individuellen Lebens

Full text

\6 
Henry Georges Leben und Schriften. 
Was Georges Bildungsgang anbetrifft, so wissen wir bereits, 
daß er die gewöhnliche Erziehung des Gelehrten nicht genossen hat. 
Gleichwohl erfreut er sich einer großen Belesenheit. Mit der national- 
ökonornischen Literatur der Engländer ist er genau bekannt. Auf dieses 
Studium wurde er durch seine Humanitären Sympathien geleitet. 
Die liebste Lektüre jedoch ist ihm die Bibel, und diese nebst der Lektüre 
Shakespeares und in seiner Jugendzeit des Robinson Krusoe, sowie der 
feinen, sinnigen Poesie amerikanischer Freiheitsapostel von dem Schlage 
Whittiers und Russell Lowells, hat das meiste beigetragen, um seinen 
Stil in Rede und Schrift zu bilden und seine Denkweise zu beeinflussen. 
Man kann ihn im wahren Sinne des Wortes einen Mann von eigener 
Erziehung nennen. Was er ist, verdankt er hauptsächlich seiner eigenen 
Neigung, in der großen Schule der Welt zu lernen — einer Schule, 
in welcher er die ganze Zeit über, die er als Matrose zur See zubrachte, 
am Satzkaften stand, in der Redaktion Artikel schrieb, oder als Spezial 
korrespondent reiste, stets ein genauer Beobachter der Menschen und 
Dinge war. 
Sein Privatcharakter ist das treue Gegenbild seines öffentlichen 
Lebens. Das tiefe Gefühl, die Kraft, der Ernst und der geistige Glanz, 
welche seine Schriften und öffentlichen Reden auszeichnen, sind auch 
im Umgänge mit ihm bemerkbar. Zn der Unterhaltung ist er vortreff 
lich. Mit raschem Blicke weiß er den Standpunkt eines Gegners zu 
würdigen und durch Frage und Antwort genau den Weg zü wählen, 
der je nach der beschränkteren oder weiteren Auffassung der Person, 
mit der er streitet, am vorteilhaftesten zum Ziele führt. 
Nach den obigen Andeutungen über die sozialen Ansichten und die 
Lebensauffassung unseres Autors wird es begreiflich erscheinen, daß 
George auf die Durchschnittspolitiker mit ebensowenig vertrauen 
blickt als auf die Durchschnittspriester. Die Politiker, die nur zu Nutz 
und Frommen von Parteien und Klassen handeln, sind ihm ebenso 
widerwärtig wie eine pharisäische Priefterschaft. Menschenfreundlicher 
Geist und allgemeine Sympathie gilt ihm als die beste Gewähr für 
den Besitz der grundlegenden Eigenschaften eines Staatsmannes. Es 
war zumeist der Mangel an diesem Geist in gewissen irländischen Par 
lamentariern, was ihm nur geringes vertrauen in ihre Bestrebungen 
zugunsten Irlands einflößte, von diesem Tadel nahm er Parnell selbst 
nicht aus, der jedoch, wie er zugestand, durch seine überlegene Scharf 
sichtigkeit und Kühlheit ein wohltätig mäßigender und regulierender 
Faktor in der maßlosen irländischen Bewegung sei. Unter den irlän 
dischen Politikern hegte er für Michael Davitt eine aufrichtige Achtung, 
während er unter den englischen Staatsmännern Gladstone besonders 
hochschätzte. 
Nicht weniger hoch als den menschenfreundlichen Geist in Staats 
männern und Nationalökonomen stellt George das, was man die Ehr 
lichkeit des Verstandes nennen kann, von Zohn Stuart Mill sagte er
	        

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Fortschritt Und Armut. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
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