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Fortschritt und Armut

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Bibliographic data

fullscreen: Fortschritt und Armut

Monograph

Identifikator:
1027863817
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-43741
Document type:
Monograph
Author:
George, Henry http://d-nb.info/gnd/118716948
Title:
Fortschritt und Armut
Edition:
Sechste, unveränderte Auflage
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XII, 407 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Buch VIII. Die Anwendung des Heilmittels
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Fortschritt und Armut
  • Title page
  • Contents
  • Buch I. Arbeitslohn und Kapital
  • Buch II. Bevölkerung und Unterhaltsmittel
  • Buch III. Die Gesetze der Verteilung
  • Buch IV. Die Wirkung des materiellen Fortschnitts auf die Güterverteilung
  • Buch V. Das Problem gelöst
  • Buch VI. Das Heilmittel
  • Buch VII. Die Gerechtigkeit des Heilmittels
  • Buch VIII. Die Anwendung des Heilmittels
  • Buch IX. Die Wirkungen des Heilmittels
  • Buch X. Das Gesetz des menschlichen Fortschrittes
  • Schluß. Das Problem des individuellen Lebens

Full text

Privatgrundbesitz unvereinbar mit bester Bodenbenutzung. 
295 
Aap. I. 
Taschen von Privaten. Was verhinderte, daß der Grund und Boden 
eines ganzen Landes auf diese weise Besitz des Volkes wäre? 
Ls würde schwer sein, irgendeinen Teil bn Gebiete der vereinigten 
Staaten zu finden, wo die Verhältnisse, welche, wie inan gewöhnlich 
annimmt, zur Überweisung des Grund und Bodens an den privatbesitz 
nötigten, in höherem Grade bestehen als auf den kleinen Inseln St. Peter 
und St. Paul im Aleutischen Archipel, die durch den Ankauf von Alaska 
von Rußland erworben wurden. Diese Inseln sind die Brutplätze des 
Pelzseehundes, eines so schüchternen und vorsichtigen Tieres, daß der 
geringste Schreck es veranlaßt, seinen gewohnten Aufenthaltsort zu ver 
lassen, um nie zurückzukehren. Um die vollständige Vernichtung dieser 
Fischerei zu verhindern, ohne welche die Inseln von keinerlei Nutzen 
für den Menschen sind, ist es nicht nur notwendig, die Weibchen und die 
Jungen zu schonen, sondern auch jedes Geräusch, wie das Abfeuern 
einer Pistole oder das Bellen eines Fundes zu vermeiden. Die Männer, 
welche die Tiere töten, dürfen nicht hurtig verfahren, sondern müssen 
ruhig unter den auf den felsigen Ufern umherliegenden Seehunden 
umhergehen, bis die auf dem Lande so plumpen, aber im Wasser so 
gewandten Tiere keine weitere Furcht zeigen, als daß sie träge aus dem 
Wege watscheln. Dann werden diejenigen, welche ohne Beeinträchtigung 
der künftigen Vermehrung getötet werden können, sorgfältig abgetrennt 
und sanft landeinwärts getrieben, wo sie außerhalb des Gesichts- und 
Gehörkreises der perden mit Keulen erschlagen werden, wenn man 
eine derartige Jagd jedem freistellen wollte, der Lust hätte hinzugehen 
und draufloszujagen, so würde es im Interesse einer jeden Partei 
liegen, unbekümmert um die Zukunft soviel als möglich zu erlegen, 
und ein solches verfahren würde nur die Folge haben, die Jagd in einigen 
Jahren vollständig zu ruinieren, wie ähnliche Jagden oder Fischereien 
in anderen Meeren auf diese Art ruiniert worden sind. Aber es ist darum 
keineswegs nötig, diese Inseln zu Privateigentum zu machen. Obgleich 
um viel weniger dringender Gründe willen das große öffentliche Gebiet 
des amerikanischen Volkes, so schnell sich nur Abnehmer dafür fanden, 
Zu Privatbesitz geworden ist, hat man doch diese Inseln für 3(7 500 
Dollar jährlich verpachtet*), wahrscheinlich nicht sehr viel weniger als 
wofür sie zurZeit desAnkaufes von Alaska hätten verkauft werden können. 
5ie haben dem Nationalschatz schon 2 500 000 Dollar eingetragen und 
sind noch immer in ungeschmälertem werte (denn unter der sorgfältigen 
Verwaltung der Alaska-Pelz-Kompagnie vermehren sich die Seehunde 
eher, als daß sie sich vermindern) das Gemeingut des Volkes der Ver 
einigten Staaten. 
Weit entfernt, daß die Anerkennung des Privatgrundbesitzes für 
*) Die feste Pacht des Vertrags mit der Nompagnie ist 55 000 Dollar jährlich mit 
I " Zahlung von 2,625 Dollar für jedes Fell, was für \oo 000 Felle, auf die der Fang 
IHrankt ist, 262 500 Dollar beträgt, also eine Gesaintpacht von 3^7 500 Dollar.
	        

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Fortschritt Und Armut. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
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