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Fortschritt und Armut

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Bibliographic data

fullscreen: Fortschritt und Armut

Monograph

Identifikator:
1027863817
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-43741
Document type:
Monograph
Author:
George, Henry http://d-nb.info/gnd/118716948
Title:
Fortschritt und Armut
Edition:
Sechste, unveränderte Auflage
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XII, 407 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Buch VIII. Die Anwendung des Heilmittels
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Fortschritt und Armut
  • Title page
  • Contents
  • Buch I. Arbeitslohn und Kapital
  • Buch II. Bevölkerung und Unterhaltsmittel
  • Buch III. Die Gesetze der Verteilung
  • Buch IV. Die Wirkung des materiellen Fortschnitts auf die Güterverteilung
  • Buch V. Das Problem gelöst
  • Buch VI. Das Heilmittel
  • Buch VII. Die Gerechtigkeit des Heilmittels
  • Buch VIII. Die Anwendung des Heilmittels
  • Buch IX. Die Wirkungen des Heilmittels
  • Buch X. Das Gesetz des menschlichen Fortschrittes
  • Schluß. Das Problem des individuellen Lebens

Full text

Kap. IV. 
Zustimmungen und Einwendungen. 
3*5 
Interessen, deren Vertreter, sobald eine Steuerermäßigung im Werke 
ist, in den Vorzimmern der Parlamente umberschleichen, um darauf 
hinzuwirken, daß jene Steuern, aus denen sie Nutzen ziehen, ja nicht 
betroffen werden. Den Schutzzolltarif, der den Vereinigten Staaten 
aufgepackt ist, hat man diesen Einflüssen zu danken, nicht aber der An 
nahme absurder Schutztheorien um ihres eigenen wertes willen. Die 
großen Einnahmen, welche der Bürgerkrieg nötig machte, waren die 
goldene Gelegenheit dieser speziellen Interessen, und Steuern wurden 
auf alles Mögliche gehäuft, nicht sowohl um daraus Einnahmen zu 
erzielen, als um besondere Klassen in den Stand zu setzen, an den Vor 
teilen des Steuereinnehmens und Steuereinsteckens teilzunehmen. 
Und seit dem Kriege waren diese interessierten Parteien das bjaupt- 
hindernis der Steuerermäßigung, und aus diesem Grunde ließen sich 
auch die Steuern, welche das Volk am wenigsten kosteten, leichter ab 
schaffen als die, welche es am meisten kosteten. So werden selbst volks 
tümliche Regierungen, die sich zu dem Grundsätze bekennen, der größten 
Zahl die größte Wohlfahrt zu bereiten, in einer der wichtigsten Funk 
tionen dazu mißbraucht, einer kleinen Anzahl auf Kosten der vielen 
einen zweifelhaften Vorteil zu verschaffen. 
Lizenzsteuern sind bei den davon Betroffenen in der Regel beliebt, 
da sie andere aus der Branche fern halten; Fabrikationssteuern sind 
häufig großen Fabrikanten aus ähnlichen Gründen angenehm, wie man 
an dem Widerstande der Brenner gegen die Ermäßigung der Whisky- 
steuer sehen konnte; Einfuhrzölle verleihen nicht nur gewissen Produ 
zenten besondere Vorteile, sondern gereichen auch zum Nutzen von 
Importeuren und Händlern, die große Lager besitzen; und so bestehen 
bei allen solchen Steuern Sonderinteressen, die einer schnellen Organi 
sation und gemeinsamen Handels fähig sind und die Auferlegung der 
selben begünstigen, während im Falle einer Steuer auf den wert des 
Bodens ein starkes und empfindliches Interesse besteht, sich derselben 
beständig und heftig zu widersetzen. 
Doch wenn die Wahrheit, die ich klar zu machen suche, einst von 
den Massen begriffen werden wird, dann ist leicht zu sehen, wie eine 
Vereinigung politischer Kräfte, stark genug, um sie ins Werk zu setzen, 
möglich werden wird.
	        

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Fortschritt Und Armut. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
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