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Fortschritt und Armut

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Bibliographic data

fullscreen: Fortschritt und Armut

Monograph

Identifikator:
1027863817
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-43741
Document type:
Monograph
Author:
George, Henry http://d-nb.info/gnd/118716948
Title:
Fortschritt und Armut
Edition:
Sechste, unveränderte Auflage
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XII, 407 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Buch IX. Die Wirkungen des Heilmittels
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Fortschritt und Armut
  • Title page
  • Contents
  • Buch I. Arbeitslohn und Kapital
  • Buch II. Bevölkerung und Unterhaltsmittel
  • Buch III. Die Gesetze der Verteilung
  • Buch IV. Die Wirkung des materiellen Fortschnitts auf die Güterverteilung
  • Buch V. Das Problem gelöst
  • Buch VI. Das Heilmittel
  • Buch VII. Die Gerechtigkeit des Heilmittels
  • Buch VIII. Die Anwendung des Heilmittels
  • Buch IX. Die Wirkungen des Heilmittels
  • Buch X. Das Gesetz des menschlichen Fortschrittes
  • Schluß. Das Problem des individuellen Lebens

Full text

Die Wirkungen des Heilmittels. 
Buch IX. 
3<*0 
Vogel gibt? Der Mensch muß etwas tun oder sich einbilden etwas zu 
tun, denn in ihm pocht der schöpferische Trieb; wer nur im Sonnen 
schein herumzuliegen liebt, ist kein natürlicher, sondern ein abnormer 
Mensch. 
Sobald ein Kind über seine Muskeln Herrschaft gewinnt, beginnt 
es Sandkuchen zu machen oder eine Puppe anzuziehen; sein Spiel 
ist nur das nachgeahmte Werk seiner Eltern; selbst seine Zerstörungs 
sucht entspringt aus dem Wunsche etwas zu tun, aus der Genugtuung 
etwas vollbringen zu können. Es gibt nichts dergleichen wie Jagd nach 
Vergnügen um des bloßen Vergnügens willen. Selbst unsere Spiele 
amüsieren nur soweit, als sie Lernen oder Tun von etwas sind oder zu 
sein sich den Anschein geben, von dem Augenblick an, wo sie aushören, 
sich entweder an unsere forschenden oder an unsere bildenden Eigen 
schaften zu wenden, hören sie auf zu amüsieren. Das Interesse des 
Romanlesers schwindet, wenn man ihm erzählt, wie die Geschichte endet; 
nur der Zufall und die beim Spiele entwickelte Geschicklichkeit macht es 
dem Kartenspieler erträglich, durch Mischen kleiner Stücke Pappe „die 
Zeit zu töten". Die luxuriösen Frivolitäten von Versailles waren 
menschlichen Wesen nur möglich, weil der König glaubte ein Königreich 
zu regieren, und die Höflinge frischen Ehren und neuen Pensionen nach 
jagten. Leute, die ein Leben des vornehmen Müßigganges und des 
Vergnügens führen, müssen irgend etwas anderes dabei in Sicht haben, 
oder sie würden vor Langeweile sterben; sie ertragen es nur, weil sie 
meinen, dadurch eine Stellung zu gewinnen, sich Freunde zu machen 
oder die Ehancen ihrer Kinder zu verbessern. Schließt man einen Menschen 
ein und verweigert ihm alle Beschäftigung, so muß er entweder sterben 
oder wahnsinnig werden. 
Nicht die Arbeit an sich ist dem Menschen zuwider; nicht die natür 
liche Notwendigkeit zur Anstrengung ist ein Fluch. Aber die Arbeit, 
die nichts erzeugt, die Anstrengung, von der er das Ergebnis nicht sehen 
kann, ist es. Tag für Tag sich abzumühen und doch nur das Allernot 
wendigste des Lebens zu erlangen, ist fürwahr hart; es ist gleich der 
höllischen Strafe, einen Menschen zu zwingen zu pumpen, damit er 
nicht ertrinke oder eine Tretmühle zu treiben, um nicht zerquetscht zu 
werden. Aber von dieser Notwendigkeit erlöst, würden die Menschen 
härter und besser arbeiten, denn dann könnten sie arbeiten, wie ihre 
Neigungen es ihnen eingeben; dann würden sie wirklich etwas für sich 
oder für andere tun. war Humboldts Leben eiu müßiges? Fand Franklin 
keine Beschäftigung, als er sich aus dem Druckereigeschäft mit einem 
zum Leben hinreichenden vermögen zurückzog? Gehört bferbert Spencer 
zu den Trägern? Malte Michael Angelo für Nahrung und Kleidung? 
Tatsächlich wird die Arbeit, welche die Lage der Menschheit ver 
bessert, die Arbeit, welche die Kenntnisse ausdehnt, die Kräfte vermehrt, 
die Literatur bereichert, die Gedanken erhebt, nicht getan, um den 
Lebensunterhalt zu gewinnen. Ls ist keine Arbeit von Sklaven, die
	        

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Fortschritt Und Armut. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
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