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Fortschritt und Armut

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Bibliographic data

fullscreen: Fortschritt und Armut

Monograph

Identifikator:
1027863817
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-43741
Document type:
Monograph
Author:
George, Henry http://d-nb.info/gnd/118716948
Title:
Fortschritt und Armut
Edition:
Sechste, unveränderte Auflage
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XII, 407 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Buch X. Das Gesetz des menschlichen Fortschrittes
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Fortschritt und Armut
  • Title page
  • Contents
  • Buch I. Arbeitslohn und Kapital
  • Buch II. Bevölkerung und Unterhaltsmittel
  • Buch III. Die Gesetze der Verteilung
  • Buch IV. Die Wirkung des materiellen Fortschnitts auf die Güterverteilung
  • Buch V. Das Problem gelöst
  • Buch VI. Das Heilmittel
  • Buch VII. Die Gerechtigkeit des Heilmittels
  • Buch VIII. Die Anwendung des Heilmittels
  • Buch IX. Die Wirkungen des Heilmittels
  • Buch X. Das Gesetz des menschlichen Fortschrittes
  • Schluß. Das Problem des individuellen Lebens

Full text

Kap. II. 
Die Unterschiede in der Zivilisation. 
36? 
— und sicher wird die Religion nicht durch Zeugung, sondern durch 
Assoziation übertragen — die überall die Eigentümlichkeit der hebräischen 
Rasse erhalten hat. Diese Religion, welche auf die Rinder kommt, nicht 
wie ihre physischen Merkmale, sondern durch Lehre und Gemeinschaft, 
ist nicht bloß in ihren Lehren exklusiv, sondern hat durch Erzeugung 
von Argwohn und Haß einen mächtigen äußeren Druck hervorgerufen, 
der noch mehr als ihre Vorschriften aus den Juden überall einen Staat 
im Staate gemacht hat. So waren gewissermaßen Mauern um sie auf 
gebaut, innerhalb deren sich ein eigentümlicher Charakter entwickelte. 
Das jüdische Unter-Sich-Heiraten war die Wirkung, nicht die Ursache 
davon, was die Verfolgung, die fast soweit ging, jüdische Rinder ihren 
Eltern fortzunehmen und sie außerhalb ihrer eigentlichen Umgebung 
zu erziehen, nicht vollbringen konnte, wird durch die verminderte Stärke 
des religiösen Glaubens vollbracht werden, wie dies in den vereinigten 
Staaten schon bemerkbar ist, wo der Unterschied zwischen Juden und 
Heiden zusehends verschwindet. 
Es scheint mir auch, daß der Einfluß dieses sozialen Netzes oder 
dieser Umgebung den Umstand erklärt, der so oft als Beweis von Rasse 
unterschieden angesehen wird — nämlich den Widerstand, den weniger 
zivilisierte Rassen der Annahme höherer Zivilisation leisten, und die 
Art und weise, in welcher einige dieser Rassen vor der Zivilisation so 
zusagen wegschmelzen. Genau so lange wie eine einzige soziale Um 
gebung fortdauert, macht sie es auch den ihr Unterworfenen schwer oder 
unmöglich, eine andere anzunehmen. 
Der chinesische Charakter ist so stabil wir irgendeiner. Dennoch 
eignen sich die Chinesen in Ralifornien amerikanische Arbeits- und 
Handelsmethoden, den Gebrauch von Maschinen usw. mit einer Leichtig 
keit an, die beweist, daß sie keiner Biegsamkeit oder natürlichen Fähigkeit 
ermangeln. Daß sie sich in anderer Beziehung nicht ändern, liegt an 
der chinesischen Umgebung, die noch fortdauert und sie noch umgibt, 
lvenn sie von China kommen, so beabsichtigen sie dahin zurückzukehren, 
und während ihres Aufenthaltes in Amerika leben sie wie in einem 
kleinen China, gerade wie die Engländer in Indien ein kleines England 
behalten. Nicht bloß, daß wir naturgemäß Verkehr mit denen suchen, 
die unsere Eigenart teilen und daß so Sprache, Religion und Sitten sich 
erhalten, wo einzelne sich nicht gänzlich isolieren; sondern diese Unter 
schiede rufen auch einen äußeren Druck hervor, der zu einer derartigen 
Assoziation zwingt. 
Diese einleuchtenden Gründe erklären vollständig alle die Erschei 
nungen, welche bei dem Aufeinandertreffen einer Rultur und einer 
anderen zutage treten, ohne daß man zu der Theorie der eingewurzelten 
Unterschiede zu greifen braucht, wie die vergleichende Sprachwissen 
schaft bewiesen hat, ist z. B. der Hindu von gleicher Rasse wie sein eng 
lischer Eroberer, und die Beispiele einzelner haben sattsam bewiesen, daß, 
wenn er vollständig und ausschließlich in englische Umgebung versetzt
	        

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Fortschritt Und Armut. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
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