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Fortschritt und Armut

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Bibliographic data

fullscreen: Fortschritt und Armut

Monograph

Identifikator:
1027863817
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-43741
Document type:
Monograph
Author:
George, Henry http://d-nb.info/gnd/118716948
Title:
Fortschritt und Armut
Edition:
Sechste, unveränderte Auflage
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XII, 407 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Buch X. Das Gesetz des menschlichen Fortschrittes
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Fortschritt und Armut
  • Title page
  • Contents
  • Buch I. Arbeitslohn und Kapital
  • Buch II. Bevölkerung und Unterhaltsmittel
  • Buch III. Die Gesetze der Verteilung
  • Buch IV. Die Wirkung des materiellen Fortschnitts auf die Güterverteilung
  • Buch V. Das Problem gelöst
  • Buch VI. Das Heilmittel
  • Buch VII. Die Gerechtigkeit des Heilmittels
  • Buch VIII. Die Anwendung des Heilmittels
  • Buch IX. Die Wirkungen des Heilmittels
  • Buch X. Das Gesetz des menschlichen Fortschrittes
  • Schluß. Das Problem des individuellen Lebens

Full text

378 Das Gesetz des menschlichen Fortschrittes. Buch X. 
Den selbst der Mord nicht zu mildern vermochte; die Vaterlandsliebe 
ward zur Knechtschaft; die schmutzigsten Laster machten sich öffentlich 
-breit; die Literatur versank in Kindereien; die Wissenschaft wurde ver 
gessen; fruchtbare Gegenden wurden wüsten ohne die Verheerungen 
des Krieges — allenthalben erzeugte die Ungleichheit den politischen, 
geistigen, moralischen und materiellen Verfall; die Barbarei, die Rom 
-überwältigte, kam nicht von außen, sondern von innen. Sie war das 
notwendige Produkt des Systems, welches Sklaven und Kolonen an 
Stelle der unabhängigen Bauern Italiens gesetzt und die Provinzen 
zu Güter für die dem Senat angehörenden Familien ausgeschlachtet hatte. 
Die moderne Zivilisation verdankt ihre Überlegenheit dem Um 
stande, daß die Zunahme der Gleichheit mit der Zunahme der Asso 
ziation kfand in chand geht. Zwei bfauptursachen trugen dazu bei — 
die durch das Eindringen der nordischen Völker herbeigeführte Zer 
splitterung der konzentrierten Macht in unzählige kleine Mittelpunkte 
und der Einfluß des Lhriftentnms. Ohne die erstere würde Versteine 
rung und langsamer Verfall eingetreten sein wie im oftrömischen Reich, 
wo Staat und Kirche eng verbunden waren und der Verlust äußerer 
Macht keine Erleichterung der inneren Tyrannei brachte. Und ohne die 
zweite würde Barbarei eingetreten sein, ohne Assoziation und Fortschritt. 
Die kleinen Häuptlinge und Grundherren, welche überall die lokale 
Souveränität an sich rissen, hielten einander im Zaum. Italienische 
Städte gewannen ihre alte Freiheit zurück, freie Städte wurden ge 
gründet, Dorfgemeinden faßten Wurzel, und Leibeigene erwarben 
Rechte auf dem von ihnen bearbeiteten Boden. Der Sauerteig der 
teutonischen Gleichheitsideen durchdrang das aufgelöste und verfallende 
Gewebe der Gesellschaft. Und obgleich die Gesellschaft in eine unzählige 
Menge gesonderter Teile zersplittert war, so blieb doch der Gedanke 
engerer Vereinigung stets gegenwärtig — er erhielt sich in den Erinne 
rungen eines Weltreiches, in den Ansprüchen einer allgemeinen Kirche- 
Obgleich das Lhristentnm infolge der Filtrierung durch eine faulende 
.Zivilisation entstellt und mit unreinen Beimischungen versetzt wurde, 
obgleich es heidnische Götter in sein Pantheon, heidnische Formen 
in seine Kirchenordnung und heidnische Vorstellungen in seinen Glauben 
-aufnahm, wurde doch sein Grundgedanke von der Gleichheit der Menschen 
nie ganz zerstört. Da ereigneten sich zwei Dinge von äußerster Wichtig 
keit für die anbrechende Zivilisation: die Errichtung des Papsttums 
und das Zölibat der Geistlichkeit. Das erstere verhinderte die geistliche 
Macht, sich in denselben Linien wie die weltliche zu konzentrieren, und 
das letztere verhinderte die Einsetzung einer Priesterkaste zu einer Zeit, 
als alle Macht erbliche Form anzunehmen strebte. 
In ihren Bemühungen um Abschaffung der Sklaverei, in ihrenr 
Gottessrieden, in ihren klösterlichen Orden, in ihren die Völker vereinigen 
den Konzilien, in ihren Bullen, die ohne Rücksicht auf politische Grenzen 
die Welt durcheilten, in den niedrig geborenen fänden, in die sie ein
	        

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Fortschritt Und Armut. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
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