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Fortschritt und Armut

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Bibliographic data

fullscreen: Fortschritt und Armut

Monograph

Identifikator:
1027863817
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-43741
Document type:
Monograph
Author:
George, Henry http://d-nb.info/gnd/118716948
Title:
Fortschritt und Armut
Edition:
Sechste, unveränderte Auflage
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XII, 407 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Buch X. Das Gesetz des menschlichen Fortschrittes
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Fortschritt und Armut
  • Title page
  • Contents
  • Buch I. Arbeitslohn und Kapital
  • Buch II. Bevölkerung und Unterhaltsmittel
  • Buch III. Die Gesetze der Verteilung
  • Buch IV. Die Wirkung des materiellen Fortschnitts auf die Güterverteilung
  • Buch V. Das Problem gelöst
  • Buch VI. Das Heilmittel
  • Buch VII. Die Gerechtigkeit des Heilmittels
  • Buch VIII. Die Anwendung des Heilmittels
  • Buch IX. Die Wirkungen des Heilmittels
  • Buch X. Das Gesetz des menschlichen Fortschrittes
  • Schluß. Das Problem des individuellen Lebens

Full text

380 
Das Gesetz des menschlichen Fortschrittes. 
Buch X. 
was die Sklaverei betrifft, so vermag ich nicht einzusehen, wie 
sie je dazu beigetragen haben könnte, die Freiheit zu begründen, und 
die Freiheit, das Synonym der Gleichheit, ist von dem rohesten Zu 
stand an, in welchem man sich den Menschen denken kann, der Antrieb 
und die Bedingung des Fortschrittes. Auguste Lomtes Vorstellung, 
daß die Institution der Sklaverei die Menschenfresserei beseitigte, beruht 
ebensosehr auf Einbildung als Elias humoristische Darstellung der Art 
und weife, wie die Menschheit Geschmack an Schweinebraten gewann. 
Sie nimmt an, daß ein chang, der im Menschen nur unter den unnatür 
lichsten Bedingungen, entweder bei direktem Mangel oder beim brutalsten 
Aberglauben*) auftrat, ein originaler Trieb sei, und daß er, der selbst 
im niedrigsten Zustande das höchste aller Tiere ist, natürliche Neigungen 
habe, welche selbst die edleren Tiere nicht zeigen. Dasselbe gilt von dem 
Gedanken, daß die Sklaverei die Zivilisation dadurch herbeiführte, daß 
sie den Sklavenbesitzern Muße zum Fortschritt ließ. 
Die Sklaverei hat nie den Fortschritt unterstützt und konnte ihn nie 
unterstützen! <Db das Gemeinwesen aus einem einzigen cherrn und 
einem einzigen Sklaven, oder aus tausend Herren und Millionen Sklaven 
besteht, die Sklaverei schließt immer eine Vergeudung menschlicher 
Kraft ein; denn die Sklavenarbeit ist nicht nur weniger produktiv als die 
freie Arbeit, sondern die Kraft der Herren wird im Besitz und in der 
Überwachung ihrer Sklaven gleichfalls vergeudet und von den Rich 
tungen, in denen der wahre Fortschritt liegt, abgelenkt, von Anfang 
bis zuletzt hat die Sklaverei, wie jede andere Leugnung der natürlichen 
Gleichheit der Menschen, den Fortschritt beeinträchtigt und verhindert. 
In dem Verhältnis, wie die Sklaverei in den sozialen Einrichtungen 
eine wichtige Rolle spielt, hört der Fortschritt auf. Daß in der klassischen 
Welt die Sklaverei so allgemein war, ist unzweifelhaft der Grund, warum 
die geistige Tätigkeit, welche die Literatur so verfeinerte und die Kunst 
adelte, nie zu einer der großen Entdeckungen und Erfindungen gelangte, 
welche die moderne Zivilisation auszeichnen. Kein sklavenhaltendes 
Volk war je ein erfinderisches Volk. In einem Sklavenstaate können die 
oberen Klassen luxuriös und verfeinert werden, aber nie erfinderisch- 
was den Arbeiter erniedrigt und ihn der Früchte seiner Mühen beraubt, 
erstickt den Erfindungsgeist und verbietet die Benutzung von Erfindungen 
und Entdeckungen, selbst wenn sie gemacht werden. Der Freiheit allein 
ist der Zauber der Macht gegeben, welche die Geister beschwört, in 
deren Obhut die Schätze der Erde und die unsichtbaren Kräfte der Luft 
sich befinden. 
Das Gesetz des menschlichen Fortschrittes, was ist es anderes als 
chie Sandwich-Insulaner erwiesen ihren guten Häuptlingen durch das Verzehren 
ihrer Körper Ehre. Die schlechten und tyrannischen Häuptlinge rührten sie nicht an. 
Die Neu-Seeländer glaubten die Kraft und Tapferkeit ihrer Feinde zu erwerben, wenn 
sie sie aßen. Dies scheint auch de r allaenreine Ursprung des Verzehrens der Kriegs 
gefangenen zu sein.
	        

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Fortschritt Und Armut. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
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