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Fortschritt und Armut

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Bibliographic data

fullscreen: Fortschritt und Armut

Monograph

Identifikator:
1027863817
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-43741
Document type:
Monograph
Author:
George, Henry http://d-nb.info/gnd/118716948
Title:
Fortschritt und Armut
Edition:
Sechste, unveränderte Auflage
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XII, 407 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Buch X. Das Gesetz des menschlichen Fortschrittes
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Fortschritt und Armut
  • Title page
  • Contents
  • Buch I. Arbeitslohn und Kapital
  • Buch II. Bevölkerung und Unterhaltsmittel
  • Buch III. Die Gesetze der Verteilung
  • Buch IV. Die Wirkung des materiellen Fortschnitts auf die Güterverteilung
  • Buch V. Das Problem gelöst
  • Buch VI. Das Heilmittel
  • Buch VII. Die Gerechtigkeit des Heilmittels
  • Buch VIII. Die Anwendung des Heilmittels
  • Buch IX. Die Wirkungen des Heilmittels
  • Buch X. Das Gesetz des menschlichen Fortschrittes
  • Schluß. Das Problem des individuellen Lebens

Full text

Map. V. 
Die zentrale Wahrheit. 
397 
steigert, je mehr der materielle Fortschritt zunimmt. Dies ist die subtile 
Alchemie, die in allen zivilisierten Ländern den Massen auf wegen, 
die sie nicht begreifen, die Früchte ihrer mühseligen Arbeit entzieht; 
die an Stelle der aufgehobenen Sklaverei eine härtere und hoffnungs 
losere aufrichtet; die aus politischer Freiheit politischen Despotismus 
schmiedet und bald demokratische Institutionen in Anarchie verwandeln 
muß. 
Dies ist es, was den Segen des materiellen Fortschrittes in Fluch 
verwandelt. Dies ist es, was menschliche Wesen in ungesunden Kellern 
und schmutzigen Mietskasernen zusammendrängt, was die Gefängnisse 
und Bordelle füllt, was die Menchen mit Mangel quält und sie vor 
Habsucht verzehrt, was die Frauen der Grazie und Schönheit vollkom 
mener Weiblichkeit beraubt, was den Kindern die Freude und Unschuld 
des Morgens ihres Lebens verkümmert. 
Eine Zivilisation auf solcher Grundlage kann nicht von Dauer 
sein. Die ewigen Gesetze des Weltalls verbieten es. Die Ruinen toter 
Reiche bezeugen es, und die Stimme in jedes Menschen Brust antwortet 
darauf, daß es nicht sein kann. Etwas Größeres als das Wohlwollen, 
etwas Erhabeneres als die Mildtätigkeit — die Gerechtigkeit selbst ver 
langt von uns, dieses Unrecht gut zu machen. Die Gerechtigkeit, die nicht 
verleugnet werden kann, die nicht abzufertigen ist — die Gerechtigkeit, 
welche mit der wage das Schwert trägt. Sollen wir den Streich mit 
Liturgien und Gebeten parieren? Sollen wir die Beschlüsse unwandel 
barer Gesetze abwenden, indem wir Kirchen bauen, wenn hungrige 
Kinder weinen und niedersinkende Mütter ächzen? 
wenn sie auch die Sprache des Gebetes annimmt, es ist doch Gottes 
lästerung, welche den unerforschlichen Beschlüssen der Vorsehung die 
aus der Armut erwachsenden Leiden und Brutalitäten zuschreibt, die 
mit gefalteten bsänden sich zu dem Allvater wendet und ihm die Verant 
wortlichkeit für das Elend und die verbrechen unserer großen Städte 
zuschiebt, wir setzen den Ewigen damit herab, wir verunglimpfen den 
Allgerechten. Lin mitleidiger Mensch würde die Welt besser eingerichtet 
haben; ein gerechter Mensch würde mit seinem Fuße solch einen schwären 
den Ameisenhaufen zertreten. Nicht der Allmächtige, sondern wir sind 
für das Laster und Elend, die mitten in unserer Zivilisation eitern, 
verantwortlich. Der Schöpfer überhäuft uns mit seinen Gaben, die für 
mehr als alle genügen. Aber gleich Schweinen, die sich um ihre Nah 
rung reißen, treten wir sie in den Schmutz —treten sie in den Schmutz, 
indem wir uns darum reißen und einander zerfleischen! 
Gerade in den Mittelpunkten unserer Zivilisation gibt es heut 
zutage Mangel und Leiden genug, um jedem das Herz krank zu machen, 
der nicht die Augen davor schließt und seine Nerven dagegen stählt. 
Dürfen wir uns an den Schöpfer wenden und von ihm Abhilfe erbitten? 
Angenommen, das Gebet würde erhört und auf das Geheiß, welches 
das Weltall ins Dasein rief, glühte die Sonne mit noch größerer Kraft,
	        

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Fortschritt Und Armut. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
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