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Fortschritt und Armut

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Bibliographic data

fullscreen: Fortschritt und Armut

Monograph

Identifikator:
1027863817
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-43741
Document type:
Monograph
Author:
George, Henry http://d-nb.info/gnd/118716948
Title:
Fortschritt und Armut
Edition:
Sechste, unveränderte Auflage
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XII, 407 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Buch II. Bevölkerung und Unterhaltsmittel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Fortschritt und Armut
  • Title page
  • Contents
  • Buch I. Arbeitslohn und Kapital
  • Buch II. Bevölkerung und Unterhaltsmittel
  • Buch III. Die Gesetze der Verteilung
  • Buch IV. Die Wirkung des materiellen Fortschnitts auf die Güterverteilung
  • Buch V. Das Problem gelöst
  • Buch VI. Das Heilmittel
  • Buch VII. Die Gerechtigkeit des Heilmittels
  • Buch VIII. Die Anwendung des Heilmittels
  • Buch IX. Die Wirkungen des Heilmittels
  • Buch X. Das Gesetz des menschlichen Fortschrittes
  • Schluß. Das Problem des individuellen Lebens

Full text

82 
Bevölkerung und Unterhaltsmittel. 
Buch II. 
bekannte Rätsel vorn Lsasen und der Schildkröte hinanreicht, in weichern 
der bsase die Schildkröte durch alle Ewigkeit verfolgt, ohne sie je ein 
zuholen. Denn jene Annahme ist für die Malthussche Lehre nicht nötig, 
oder wird wenigstens ausdrücklich von manchen verworfen, welche diese 
Lehre sonst vollständig gutheißen; so z. B. von John Stuart will, der 
davon spricht als von einem „unglücklichen Versuch, Dingen eine Prä 
zision zu geben, deren sie nicht fähig sind und die, wie jeder Vernünftige 
einsehen muß, für das Argument durchaus überflüssig ist" *). Der Kern 
der kNalthusschen Lehre ist, daß die Bevölkerung schneller wachse, als 
die Fähigkeit, Nahrungsmittel hervorzubringen, und ob nun diese 
Differenz wie bei Malthus als ein geometrisches Verhältnis für die 
Bevölkerung und als ein arithmetisches für die Unterhaltsmittel kon 
statiert wird, oder wie bei will ein konstantes Verhältnis sür die Be 
völkerung und ein abnehmendes für die Unterhaltsmittel, ist nur eine 
Sache der Schätzung. Der Kardinalpunkt, in welchem beide überein 
stimmen, ist, um die Worte von Malthus zu gebrauchen, „daß in der 
Bevölkerung eine natürliche Tendenz und ein beständiger Drang besteht, 
sich über die Unterhaltsmittel hinaus zu vermehren". 
Die Malthussche Lehre, wie sie jetzt aufgefaßt wird, läßt sich in 
ihrer strengsten und einwandfreisten Form folgendermaßen ausdrücken: 
„daß die Bevölkerung, die sich beständig zu vermehren strebt, wenn sie 
uneingeschränkt bleibt, schließlich gegen die allerdings nicht festen, sondern 
elastischen Grenzen der Unterhaltsmittel drängen muß, was die Beschaf 
fung der Unterhaltsmittel progressiv immer schwieriger macht". Und 
daher muß überall, wo die Fortpflanzung Zeit gehabt hat, ihre Kraft 
zu betätigen, und wo sie nicht durch die Vorsicht eingeschränkt worden 
ist, jener Grad des Ulangels bestehen, der die Bevölkerung innerhalb 
der Grenzen der Unterhaltsmittel hält. 
Obgleich diese Theorie dem Glauben an eine durch die Güte und 
Weisheit des Schöpfers eingerichtete harmonische Weltordnung tat 
sächlich nicht mehr widerstrebt, als die bequeme Nichttheorie, welche die 
Verantwortlichkeit für die Armut und deren Gefolge den unerforsch- 
lichen Ratschlüssen der Vorsehung aufbürdet, ohne auch nur den Ver 
such zu machen, ihre Spuren zu verfolgen, so kommt sie doch, indem sie 
eingestandenermaßen das Laster und das Elend zu notwendigen Folgen 
eines mit den reinsten und süßesten Gefühlen verknüpften natürlichen 
Instinkts macht, in arge Kollision mit tief gewurzelten Anschauungen, 
und sie wurde daher, von ihrem ersten Auftreten an, mit einer Bitter 
keit bekämpft, in der der Eifer oft mehr zutage trat als die Logik. Aber 
sie hat die Feuerprobe siegreich bestanden und trotz der Widerlegungen 
*) Principles of Political Economy. Buch II, Kap. IX, Abschn. VI. Trotz dieser 
Äußerung Mills ist es jedoch klar, daß Malthus selbst großen wert auf seine geometrischen 
und arithmetischen Verhältnisse legte, und es ist auch wahrscheinlich, daß, er gerade diesen 
hauptsächlich seine Berühmtheit verdankt, da sie eine jener hochtönenden Formeln, 
abgaben, die bei vielen Leuten mehr Gewicht haben als das klarste Raisonnement.
	        

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Fortschritt Und Armut. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
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