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Wirtschaft als Leben

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Bibliographic data

fullscreen: Wirtschaft als Leben

Monograph

Identifikator:
1027869556
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-48255
Document type:
Monograph
Author:
Gottl-Ottlilienfeld, Friedrich von http://d-nb.info/gnd/118809040
Title:
Wirtschaft als Leben
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1925
Scope:
1 Online-Ressource (XXXII, 763 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Herrschaft des Wortes
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Wirtschaft als Leben
  • Title page
  • Contents
  • Der Wertgedanke ein verhülltes Dogma der Nationalölonomie
  • Die Herrschaft des Wortes
  • Die Grenzen der Geschichte 1903
  • Zur sozialwissenschaftlichen Begriffsbildung 1906-1909
  • Freiheit vom Worte. Über das Verhältnis einer Allwirtschaftslehre zur Soziologie 1923
  • Die Wirtschaftliche Dimension. Eine Abrechnung mit der sterbender Wertlehre 1923
  • Vom Wirtschaftsleben und seiner Theorie 1924
  • Index

Full text

214 
p Die Herrschaft des Wortes“, 
am schöpferischen Begriffe fruchtet allein nichts. Die Rückschau ist 
erst möglich, wenn unser Denken fr ei kommt vom Geschehen selbst, 
dem es innewohnt; wenn es Muße findet, seinen Blick von Vollzug 
zu Vollzug, von Handlung zu Handlung wandern zu lassen. Es muß 
erlebtes Geschehen hinter sich sehen, lebendige Vergangenheit. 
Dann erst kann es die Lehre daraus ziehen, und sieht auch Handlung 
über Handlung vor sich, Zukunft. Freilich, den begrenzten 
Vorblick lehrt unser Denken schon die einzelne Handlung. Selbst 
der schlichteste Zweckgehalt eines Strebens verweist uns auf einen 
Weg, der erst zu begehen bleibt. Auch alles Erdulden, das sich in 
der Erinnerung eingeprägt hat, als schattenhafte Vergangenheit, droht 
mit einer unbestimmten Wiederholung aus der Ferne; wer Schweres 
erlebt hat, hat das Bangen damit erlernt, auch wenn er sonst kein 
Hasenfuß ist. Aber die begrenzte Zukunft der ablaufenden Handlung, 
und die schattenhafte Zukunft aus dem Bangen, sie reichen nicht an 
die Vorstellung heran, die sich aus jener Rückschau der Vorschau 
mitteilt. Erst mit der unbegrenzten Wiederkehr von Handlungen, die 
wir doch schon in Rechnung ziehen, wird die unerlebte Zeit lebendig; 
hört auf, die bloße und gespenstige Frage zu sein — für die unsere 
Träume die schülerhaften Antworten schreiben, bis das Schicksal mit 
seinem Rotstift darüber hinfährt. Und diese lebendige Zukunft steht 
um so klarer vor uns, je klarer lebendige Vergangenheit hinter uns 
liegt. Wir sehen deshalb peinlicher zurück, führen sorgsamer schon 
über das Erleben Buch, um deutlicher vorauszusehen. So werden 
auch Vorschau und Rückschau miteinander reif; durch eine Fülle der 
Beziehungen, die hier nur recht hölzern anzudeuten ging. Ich suchte 
diese Beziehungen im ausmalenden Sinne zu erklären; indem ich erwog, 
wie der Einzelne zur Erfassung lebendiger Zeit kommt. Hier kann 
das theoretische Denken es weithin dem urwüchsigen zuvor tun; und 
die Probe auf echt „historisches“ Denken wird immer die sein, ob man 
die gewisse Empfindung hat, daß auch die verklungenen Zeiten nicht 
rascher vom Erleben sich lösten, und nicht minder schicksalserfüllt 
waren, als die von uns durchlebten. 
Es ruht in unserem Handeln selber begründet, daß unser vor- 
und unser rückschauendes Denken es einander gleich tun. Da 
wie dort ist die Aufgabe die nämliche: Wir müssen lernen, mit Einem 
geistigen Blick immer mehr des erlebten Geschehens zu überfliegen. 
An der Hand der Wiederkehr wird unser Denken mit unbestimmten 
Mengen des Handelns fertig. Wir erfassen Zustände, die sich aus 
dem Durchlebten heraus, über das Erleben hinweg, in das Unerlebte 
dehnen. Die Art, wie das Handeln im Erleben zusammenhängt, lernen
	        

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Wirtschaft Als Leben. Verlag von Gustav Fischer, 1925.
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