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Wirtschaft als Leben

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Bibliographic data

fullscreen: Wirtschaft als Leben

Monograph

Identifikator:
1027869556
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-48255
Document type:
Monograph
Author:
Gottl-Ottlilienfeld, Friedrich von http://d-nb.info/gnd/118809040
Title:
Wirtschaft als Leben
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1925
Scope:
1 Online-Ressource (XXXII, 763 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Herrschaft des Wortes
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Wirtschaft als Leben
  • Title page
  • Contents
  • Der Wertgedanke ein verhülltes Dogma der Nationalölonomie
  • Die Herrschaft des Wortes
  • Die Grenzen der Geschichte 1903
  • Zur sozialwissenschaftlichen Begriffsbildung 1906-1909
  • Freiheit vom Worte. Über das Verhältnis einer Allwirtschaftslehre zur Soziologie 1923
  • Die Wirtschaftliche Dimension. Eine Abrechnung mit der sterbender Wertlehre 1923
  • Vom Wirtschaftsleben und seiner Theorie 1924
  • Index

Full text

250 
„Die Herrschaft des Wortes“, 
welche Persönlichkeit das oberpersönliche Handeln seine Direktion 
erhält Wo aber dieses Plandeln so recht verwächst mit dem persön 
lichen eines Einzelnen, der immer weiß, wohin er schieben will, und 
nie vergißt, wohin er geschoben wird, der seine Tatkraft mit der Ober 
person multipliziert, da gestaltet sich im wuchtigsten Sinne der Held 
heraus. In ihm vermenschlicht sich die Oberperson, und macht ihn 
zum Übermenschen; freilich nicht im gewissen Sinne des krankhaft 
übersteigerten Ichs, nicht im Geiste jener Philosophie der wackelnden 
Köpfe. 
Übrigens lassen sich die Zuständlichen Gebilde danach unter 
scheiden, in welcher Art sie als Oberperson gegliedert sind, und ob 
sie es zureichend seien. So findet das Zuständliche Gebilde bald mehr 
im tierischen, bald mehr im pflanzlichen Organismus sein 
Gleichnis; verstanden natürlich in ihrer deutlichsten Ausprägung. Von 
ihnen gilt ja dann der Unterschied, daß der eine, das „Tier“, den 
äußeren Bedingungen seines Fortbestandes „aktiv“ entgegenkommt, der 
andere, die „Pflanze“, sie „passiv“ abwartet. Halten wir nun z. B. 
„Staat“ und „Nation“ einander gegenüber; aber weshalb nicht das 
Nächste für uns hier: „Unternehmung“ und „Haushaltung“! Unter 
dem Zeichen der Pflanze stehen auch zahllose Gebilde, in denen ein 
höchst feingeartetes Geschehen wirbelt, dessen Bedingnis wie aus 
glitzernden Fäden gewoben erscheint. So z. B. jede „Wissenschaft“, 
ihrer Pflege nach, das „Kunstleben einer Stadt“, eine „künstlerische 
Schule“, das sind in ihrer Art Zuständliche Gebilde. Die letzteren 
gestaltet eben unser Geist mit Fug und Recht überall dort, wo ein 
lebendiger Zusammenhalt im Geschehen ist. 
Hier flechte ich eine Abwehr ein. Meine Darstellung muß überall 
so derb allen Feinheiten durchgreifen, daß unwillkürlich der Schein 
einer hölzernen Auffassung entkeimen muß; einer Auffassung, die 
einem gröbsten Überblick zuliebe aus dem Reiche der Tat überall den 
Geist austreibe! Es ist nicht zu leugnen, daß ich genau vom anderen 
Ende her zufasse, als es schöngeistiger Mystik anstünde. Nur schade, 
daß bei der letzteren die Worte gar so leicht mit unserem Denken 
durchgehen. Im übrigen ließe sich vieles von diesem Standpunkte aus 
bequemer und gefälliger erledigen. Zur Ergänzung ist Mystik zweifellos 
an ihrem Platz; gerade vor der Welt des Handelns, die ihrer wissen 
schaftlichen Erledigung die allergrößten Schwierigkeiten, aber nicht das 
allerkleinste Rätsel in den Weg legt, gerade da antwortet es der 
menschlichen Natur, stets ein bißchen was hinein zu geheim nissen. Ich 
glaube aber, daß die „Imponderabilien“ des Geschehens auch bei 
nüchterner Auffassung nicht zu kurz kommen. Einiges ließ sich
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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