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Wirtschaft als Leben

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Bibliographic data

fullscreen: Wirtschaft als Leben

Monograph

Identifikator:
1027869556
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-48255
Document type:
Monograph
Author:
Gottl-Ottlilienfeld, Friedrich von http://d-nb.info/gnd/118809040
Title:
Wirtschaft als Leben
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1925
Scope:
1 Online-Ressource (XXXII, 763 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Herrschaft des Wortes
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Wirtschaft als Leben
  • Title page
  • Contents
  • Der Wertgedanke ein verhülltes Dogma der Nationalölonomie
  • Die Herrschaft des Wortes
  • Die Grenzen der Geschichte 1903
  • Zur sozialwissenschaftlichen Begriffsbildung 1906-1909
  • Freiheit vom Worte. Über das Verhältnis einer Allwirtschaftslehre zur Soziologie 1923
  • Die Wirtschaftliche Dimension. Eine Abrechnung mit der sterbender Wertlehre 1923
  • Vom Wirtschaftsleben und seiner Theorie 1924
  • Index

Full text

Ausblicke, VI. 
275 
zureißen, solange die Wiederkehr anhält. Das Beispiel des Zuständ 
lichen Gebildes hat ferner gelehrt, wie die Zusammenhänge des wieder 
kehrenden Geschehens zum Schließen kommen; so zwar, daß sie 
fortwährend in sich selber zurücklaufen. Jedes Zuständliche Gebilde 
ist ein ausgegliedertes Ganzes jener Spulen. Allein noch über diese 
Einheiten hinaus setzen sich die Zusammenhänge fort, in steigender 
Verwicklung doch immer wiederkehrend. So etwa rückt die Vorstellung 
nahe, daß sich schließlich auch der Allzusammenhang des erlebten 
Geschehens ins Zuständliche umlegen 1 äßt; als surrende Wieder 
kehr aller Zusammenhänge, im Rahmen eines weitesten, allum- 
spannenden Gebildes: Ein Zuständliches Gebilde, das 
quer über den Zeitenlauf spreitet, mit seinem umgliedernden Wandel 
aber dem Zeitenlauf entlang sich dehnt, und dergestalt alles erlebten 
Geschehens in Bausch und Bogen Herr wird. Vor unserem Geiste 
haspeln sich dann die Zusammenhänge von Spule zu Spule, von Spindel 
zu Spindel, und ergeben zu jedem beliebigen Zeitpunkte annähernd ein 
ständiges Flechtwerk, das auch über dem Wandel der Spulen und 
und Spindeln nicht in Verwirrung gerät, sondern mit ihm Schritt hält, 
in mählicher Änderung. 
Es ist klar, daß sich die schildernde Wissenschaft überhaupt an 
die Zuständlichen Gebilde halten muß, an diese summarischen 
Umformungen des Erlebten. Sie erfüllt ihre Aufgabe, indem sie 
diese Gebilde, in ihrem Ineinander und Nebeneinander, nach Zu 
stand und Entwicklung schildernd auflöst. Auch nach 
ihrer Einordnung in jenes höchste der Zuständlichen Gebilde. Mit 
ihm ist die All-Einheit des Geschehens, zunächst rein der Vorstellung 
nach, zuständlich erfaßt und denkend ausgestaltet. 
Dieses allumfassende Gebilde bedeutet dieWelt desHandelns 
„ i m Grundriß“. Es durch ein Schildern nach Zustand und Ent 
wicklung aufzulösen, aus einem Ding der Vorstellung zu einer Sache zu 
machen, mit der wir den Allzusammenhang begrifflich erfaßt haben, ist 
die Aufgabe der schildernden Wissenschaft, jenes Gebilde daher schlecht 
hin ihr Gegenstand. Aber da zeigt es sich nun, wie sehr diese Um 
formung eine Tat des wissenschaftlichen Denkens bleibt: in 
dem dieses Gegenstück zur „Geschichte“ eine bloß theoretische 
Gestaltung ist, die dem lebendigen, urwüchsigen Denken nicht im 
Traume einfällt Es mangelt hier nämlich das kurze Wort, das als 
Namen dienen könnte. 
Zu jener Umformung, eines allumspannenden Gebildes, liegt nur 
soweit eine Befugnis vor, als es schon im Zusammenhängen aller mit 
allen Handlungen enthalten ist, daß auch hier keine fremden Mittel- 
18*
	        

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Wirtschaft Als Leben. Verlag von Gustav Fischer, 1925.
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