Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1027869556
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-48255
Document type:
Monograph
Author:
Gottl-Ottlilienfeld, Friedrich von http://d-nb.info/gnd/118809040
Title:
Wirtschaft als Leben
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1925
Scope:
1 Online-Ressource (XXXII, 763 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Herrschaft des Wortes
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

Kapitel II. Höhepunkt und Niedergang der klassischen Schule. Stuart Mill. 403 
Er leugnet daher formal die These der klassischen Volks Wirtschaftler, 
nach der die Anteüe eines jeden der Teilhaber, — Lohn, Profit und Rente —, 
von Notwendigkeiten bestimmt werden, gegen die der menschliche Wille 
nichts ausrichten kann. 
Hierdurch wird die Tür sozialer Reformen geöffnet. Dies war nichts 
Geringes. Sicherlich kann man nicht sagen, daß die klassische Schule, 
oder sogar die optimistische Schule die Möglichkeit oder die Wirksamkeit 
jeder sozialen Reform leugnete. Man muß aber gestehen, daß sie nur 
die private Tätigkeit ermutigte, oder, wenn gesetzgeberische Maß 
nehmen in Betracht kommen, nur die, die darin bestehen, alte Gesetze 
abzuändern. Auf dem Kongreß der liberalen Nationalökonomen in Mainz 
im Jahre 1869 sagte Braun: „Unsere Kongresse haben viele Gegner 
ins Feld gerufen, weil wir das Prinzip aufgestellt haben, daß menschliche 
Gesetzgebung die ewigen Gesetze der Natur, die das wirtschaftliche 
Leben regieren, nicht ändern kann.“ Erklärungen dieser Art finden sich 
überreichlich in den französischen Büchern. Aber dank der Unterscheidung 
Stuart Mill’s ändert sich das Alles. Denn wenn der Gesetzgeber auch 
üen Gesetzen der Produktion ohnmächtig gegenübersteht, so hat er doch 
alle Macht, um die Gesetze der Verteilung abzuändern; und es ist unnötig, 
darauf hinzuweisen, daß gerade hier sich die Kämpfe um fast alle Forde 
rungen abspielen. 
In Wirklichkeit unterliegt die Unterscheidung, die Stuart Mill 
gemacht hat, sehr der Kritik, wenigstens insoweit die Ausdrücke, in die 
er sie gefaßt hat, in Betracht kommen, und wenn er versichert, daß dies 
»sein bedeutendster und originalster Beitrag zur Wissenschaft der Volks 
wirtschaft sei“, beurteilt er seine Verdienste schlecht. Die Produktion 
j* n d die Verteilung sind nicht getrennte Kreise. Sie gehen, und zwar 
last auf allen Punkten, ineinander über. Übrigens setzt sich Stuart Mill 
«plbst in Widerspruch mit seiner These, da, wie wir sehen werden, die 
Reformen, die er vorschlägt, Produktivgenossenschaften oder klein 
bürgerlicher Besitz, sich ebensowohl auf das Reich der Produktion als 
auf das der Verteilung erstrecken. Man kann aber vielleicht den Gedanken 
Stuart Mill’s genauer ausdrücken, wenn man seine allzu einfache Unter 
scheidung durch eine andere ersetzt, die Rodbertus ungeführ zur gleichen 
aufstellt: die der wirtschaftlichen Beziehungen und die der 
re chtlichen Beziehungen 1 ). Obgleich auch diese beiden vielfach 
miteinander verflochten sind, so versteht man doch, daß die wirtschaft 
liche Einrichtung . . . Die Gesellschaft kann die Verteilung der Güter solchen Regeln 
•Verwerfen, wie sie ihr gut dünken“ (Principles, B. II, Kap. 1, § 1). 
Man weiß, daß später Karl Marx behauptet, die Verteilung werde durchaus 
der Produktion bestimmt. 
l ) Siehe besonders die Einführung ChateLain’s zur franz.Übers, von Rodbertus: 
Uas Kapital. 
26*
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.