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Wirtschaft als Leben

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Bibliographic data

fullscreen: Wirtschaft als Leben

Monograph

Identifikator:
1027869556
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-48255
Document type:
Monograph
Author:
Gottl-Ottlilienfeld, Friedrich von http://d-nb.info/gnd/118809040
Title:
Wirtschaft als Leben
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1925
Scope:
1 Online-Ressource (XXXII, 763 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Grenzen der Geschichte 1903
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Wirtschaft als Leben
  • Title page
  • Contents
  • Der Wertgedanke ein verhülltes Dogma der Nationalölonomie
  • Die Herrschaft des Wortes
  • Die Grenzen der Geschichte 1903
  • Zur sozialwissenschaftlichen Begriffsbildung 1906-1909
  • Freiheit vom Worte. Über das Verhältnis einer Allwirtschaftslehre zur Soziologie 1923
  • Die Wirtschaftliche Dimension. Eine Abrechnung mit der sterbender Wertlehre 1923
  • Vom Wirtschaftsleben und seiner Theorie 1924
  • Index

Full text

392 
„Die Grenzen der Geschichte“, 
„Mensch“ das naturwissenschaftliche Gegenstück des 
vernünftigen Geschehens darstellen. Und nur mit diesem 
naturwissenschaftlichen Gegenstück und nie mit dem vernünf 
tigen Geschehen selber läßt sich die biologische Spezies 
„Mensch“ derart in logische Verbindung bringen, daß man gültige 
Schlüsse daraus ziehen darf. 
Etwas Ähnliches gilt auch unter Bezug auf einen Sachverhalt, 
der hier vom greifbarsten Belang ist. Im Angesichte eines paläonto- 
logischen Fundes erscheint es der Forschung stets als untrüglichster 
Beweis, daß sich der Fund auf die biologische Spezies „Mensch“ be 
zieht, sobald zugleich auch Werkzeuge gefunden werden. Man wäre 
versucht, die Spezies „Mensch“ paläontologisch als das „Werkzeug 
tier“ zu charakterisieren. Nur wäre schon dies in verständigem Sinne 
zu nehmen; denn um so von Werkzeug — Schmuck und Waffen in 
begriffen — zu sprechen, wie es etwa der Nationalökonom tut, fehlen 
dem metahistorisch - naturwissenschaftlichen Denken abermals alle 
Kategorien; wenn es die historische Anthropologie dennoch tut, um 
so schlimmer für sie! Das entsprechend geformte Ding darf dem 
Metahistoriker, wenn er konsequent denkt, nicht ein Werkzeug sein, 
und so auch kein Zeugnis vernünftigen Geschehens, sondern nur 
das charakteristische Substrat jener Lebensäuße 
rungen, die zur Eigenart der biologischen Spezies 
„Mensch“ gehören. Das mag nach einem sehr grellen „Purismus“ 
aussehen, aber in prinzipiellen Erwägungen rechtfertigt sich auch dieser. 
Sofern man also die biologische Spezies „Mensch“ cum grano salis 
als das „Werkzeugtier“ bezeichnen will, stellt dieses nicht das 
Vernunftwesen der Geschichte dar, nicht den „historischen 
Menschen“, sondern auch nur das naturwissenschaftliche 
Gegenstück dazu. Es macht also nichts aus, wenn man zwar 
von der biologischen Spezies „Mensch“ spricht, dabei aber aus 
drücklich an das „Werkzeugtier“ denkt; auch dieses kann immer 
nur als der Träger jener gewissen Art Lebensäuße 
rungen ausgesagt werden, nicht aber als der Träger 
des vernünftigen Geschehens selber. 
Nun ist es gerade dieses qui pro quo, dessen sich jener ver 
mittelnde Satz schuldig macht. Er spricht es ja ausdrücklich der bio 
logischen Spezies „Mensch“ zu, Träger des vernünftigen Geschehens 
zu sein. Dadurch setzt sich dieser Satz über eine Scheidung hinweg, 
die sehr ernst zu nehmen ist; die Scheidung nämlich zwischen 
dem, was bloß vom historischen, und jenem, was
	        

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Selling Latin America. Small, Maynard & Company Publishers, 1915.
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