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Wirtschaft als Leben

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Bibliographic data

fullscreen: Wirtschaft als Leben

Monograph

Identifikator:
1027869556
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-48255
Document type:
Monograph
Author:
Gottl-Ottlilienfeld, Friedrich von http://d-nb.info/gnd/118809040
Title:
Wirtschaft als Leben
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1925
Scope:
1 Online-Ressource (XXXII, 763 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Freiheit vom Worte. Über das Verhältnis einer Allwirtschaftslehre zur Soziologie 1923
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Wirtschaft als Leben
  • Title page
  • Contents
  • Der Wertgedanke ein verhülltes Dogma der Nationalölonomie
  • Die Herrschaft des Wortes
  • Die Grenzen der Geschichte 1903
  • Zur sozialwissenschaftlichen Begriffsbildung 1906-1909
  • Freiheit vom Worte. Über das Verhältnis einer Allwirtschaftslehre zur Soziologie 1923
  • Die Wirtschaftliche Dimension. Eine Abrechnung mit der sterbender Wertlehre 1923
  • Vom Wirtschaftsleben und seiner Theorie 1924
  • Index

Full text

Soziologische Zusammenhänge, XII. 
63 5 
als „Analytische Soziologie“! Wie ich es schlagwörtlich schon an 
gedeutet, dreht es sich um die Wissenschaft vom „Spezifisch-Sozialen“ ; 
noch weiter vorgreifend gesagt, um die Wissenschaft von aller Ge 
staltung menschlichen Zusammenlebens im Geiste dessen, was die 
Menschen, ob nun unmittelbar oder mittelbar, innerlich zusammenführt, 
selber also auf Zusammenhalt, innere Verbundenheit hinausläuft. Wie 
nahe sich dies mit „innerem Einverständnis“ und „Gemeinschaft“ be 
rührt, gemäß der tiefsinnigen Deutung von Ferdinand Tönnies, 
leuchtet grell heraus. In der Tat, für diese dreifältige Auflösung der 
„Sozialwissenschaft“, die ich doch früher stets unaufgelöst zur Ge 
schichtswissenschaft in Gegenhalt brachte, war mir schließlich nichts 
bestimmender als die allmähliche Einfühlung in die so ganz besondere 
Art, wie Ferdinand T ö n n i e s in die Tiefe schürft. Dazu kam noch 
der frappierende Eindruck von Max Webers Vordringen auf Neu 
land sozialer Erkenntnis. 
Wenn nun die „Analytische Soziologie“ sozusagen in der Richtung 
der „Gemeinschaft“ bohrt, dann bliebe für die „zweite“ Sozialwissen 
schaft, neben der Nationalökonomie, doch wohl die Einstellung auf 
„Gesellschaft“, im Geiste von Tön nies? Ja, so ungefähr liegt es bei 
jener Wissenschaft vom „Politisch-Sozialen“, die man am besten an der 
Staatslehre veranschaulichen könnte, ohne daß diese schon den er 
schöpfenden Inhalt dieser Wissenschaft darböte. Und vielleicht gar 
nicht dieses „Zweite“, aber ausgerechnet jenes „Dritte“ soll nun Sozio 
logie heißen? Gewiß; da waltet einfach der Unterschied zwischen wort 
fromm buchstabierender Deutung — „Sozio-logie“ gleich „Gesellschafts 
lehre“ - und einer Deutung und Nennung gemäß dem wissenschaftlich 
Ausschlaggebenden, dem Probleme ! Denn nachweislich gerade dort, an 
jener „dritten“ Stelle, läuft alles, alle Wissenschaften überhaupt vom 
menschlichen Zusammenleben, in die letzten Tiefen der Erkenntnis 
aus; im Einklang dazu ist ja auch der Ausdruck vom „Spezifisch- 
Sozialen“ gewählt. Dort aber, wo alle anderen Disziplinen ihr gemein 
sames Rückgrat wissen, dort wohl bewährt sich abermals ihre innere 
Einheit; dort ist mit Fug und Recht abermals von Soziologie zu 
sprechen. Auch in diesen harmloseren Dingen der Benennung braucht 
man nicht immer nach der Pfeife des Wortes zu tanzen Auch da ist 
es besser, lieber auf die Worte zu pfeifen, sobald man der Sache zu 
reichend sicher ist. Mindestens liegen also schon zwei Spielarten von 
„Soziologie als Fachwissenschaft“ vor, sehr ungleichen Gefüges, 
es deren noch mehrere gibt? Vielleicht. Hier bin ich an keiner „In 
ventur der Soziologien“ am Werke; ich rolle diesen Zusammenhang ab 
sichtlich nur so weit auf, als es die nationalökonomische Theorie allwirt
	        

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Wirtschaft Als Leben. Verlag von Gustav Fischer, 1925.
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