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Wirtschaft als Leben

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Bibliographic data

fullscreen: Wirtschaft als Leben

Monograph

Identifikator:
1027869556
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-48255
Document type:
Monograph
Author:
Gottl-Ottlilienfeld, Friedrich von http://d-nb.info/gnd/118809040
Title:
Wirtschaft als Leben
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1925
Scope:
1 Online-Ressource (XXXII, 763 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Freiheit vom Worte. Über das Verhältnis einer Allwirtschaftslehre zur Soziologie 1923
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Wirtschaft als Leben
  • Title page
  • Contents
  • Der Wertgedanke ein verhülltes Dogma der Nationalölonomie
  • Die Herrschaft des Wortes
  • Die Grenzen der Geschichte 1903
  • Zur sozialwissenschaftlichen Begriffsbildung 1906-1909
  • Freiheit vom Worte. Über das Verhältnis einer Allwirtschaftslehre zur Soziologie 1923
  • Die Wirtschaftliche Dimension. Eine Abrechnung mit der sterbender Wertlehre 1923
  • Vom Wirtschaftsleben und seiner Theorie 1924
  • Index

Full text

Methodologische Glossen, XVI. 
647 
finden soll, bis sich die Wirklichkeit theoretisch nur mehr in einer 
Zeichnung aus eitel Hilfslinien spiegelt, nein! Fiktionen, der Erkenntnis 
hilfreich zur Seite, das ist schön; Fiktionen im Dienste der Technik, 
das ist schön und gut; aber Fiktionen einfach an Stelle aller Erkenntnis, 
das ist übell 
Wo in aller Welt steht es geschrieben, daß unsere Theorie die 
wirtschaftlichen Zusammenhänge grundsätzlich nur vom Objekt her 
aufrollen soll? Gerade dies entspricht aber dem starren Schema der 
Stoffbehandlung in der herkömmlichen Theorie, im Sinne der „Güter 
lehre“. Mit der beschönigenden Deutung, so verlange es eben der 
„Zwang zur isolierenden Abstraktion“, ist es ja wirklich nichts. 
Welcherart Zwang hier tatsächlich waltet, kommt bald zur Sprache. 
Vorher soll aber einiges Wasser in den allzu starken Wein dieser 
Kritik am Herkömmlichen gegossen werden. Einmal möge es um 
einen Grad verständlicher werden, warum die Theorie von heute an 
ihrem Vorgehen festhält und auch festhalten zu müssen glaubt; denn 
jene methodologische Ansicht von der Allgewalt der „isolierenden 
Abstraktion“ steht gewiß nicht allein hinter jenem schier unerschütter 
lichen Glauben; das setzt bei jeglichem Theoretiker Methodologie, also 
zuviel voraus. Zweitens aber darf man der Theorie von heute nicht 
die Anerkenntnis vorenthalten, wieviel sie trotz aller Verschrobenheit 
zu leisten wußte, wenigstens in Einzelheiten der Erkenntnis. 
XVI. 
Was die „Güterlehre“ überhaupt leistet sei kurz überschlagen 
Für die Erkenntnis leistet die herkömmliche Theorie als G * n * es 
allzuviel. Wenn sie uns vom Wirtschaftsleben stets nur- den | Kolpo> age- 
roman des „Güterlebens“ zu erzählen weiß, das hat mch sUberwalügen 
des an sich. Für die Empirie unserer Wissenschaft selber aber est 
sie platterdings nichts. Der echte Empiriker, er orsc er “ sje ’ 
merkt den „Kommerzialismus“ der Theorie eraus un Denken 
Sie selber hätte zwar den Ehrgeiz, für alles nationalokonomische Denke 
überhaupt die Grundlage zu erarbeiten. Die „Grundbegriffe will sie 
ja festlegen. An dieser Absicht gemessen nehmen sich aber ihre 
„Lehren“ als ein trefflicher Wortwitz aus, angesichts ihrer theorien 
speienden Artung und daraus folgenden Selbstvernemung Der 
Empiriker gebraucht die fraglichen Worte, vom „Wert angefangen, 
in der harmlosesten Unbekümmertheit, einfach in ihrem Alltagssinn, 
also i m wechselnden Sinn, gemäß dem ganzen Zusammenhang, im
	        

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Wirtschaft Als Leben. Verlag von Gustav Fischer, 1925.
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