Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Wirtschaft als Leben

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Wirtschaft als Leben

Monograph

Identifikator:
1027869556
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-48255
Document type:
Monograph
Author:
Gottl-Ottlilienfeld, Friedrich von http://d-nb.info/gnd/118809040
Title:
Wirtschaft als Leben
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1925
Scope:
1 Online-Ressource (XXXII, 763 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Der Wertgedanke ein verhülltes Dogma der Nationalölonomie
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

Kapitel I. Sismondi und die Ursprünge der kritischen Schule 213 
um leben zu können, auch wenn er gegen ihr eigenes Interesse und 
das ihrer ganzen Klasse verstößt 1 )? Wer hat nun den „Armen in 
die Notwendigkeit versetzt, sich diesen drückenden und ständig 
drückender werdenden Bedingungen bei Strafe des Hungertodes zu 
unterwerfen?“ Was anders als die Trennung zwischen Eigentum und 
Arbeit 2 )? Wenn der Arbeiter wie früher ein unabhängiger Hand 
werker wäre, könnte er sein Einkommen ungefähr voraussehen und 
infolgedessen die Zahl seiner Kinder beschränken, denn die Bevölke 
rung regelt sich stets nach dem Einkommen *). Heutigen Tages, wo 
er ohne jeden Besitz ist, kommt sein ganzes Einkommen von dem 
Kapitalisten, der ihn angestellt hat. In völliger Unkenntnis über 
die zukünftige Nachfrage nach Produkten und der Menge von Arbeit, 
die notwendig sein wird, hat er keinen Grund mehr, seine Voraus 
sicht zu gebrauchen, und gebraucht sie auch nicht mehr. Die Be 
völkerung wächst oder vermindert sich nach dem Gutdünken des 
Kapitalisten. „Jedesmal, wenn Arbeit verlangt wird und man dafür 
einen genügenden Lohn anbietet, wird der Arbeiter, der ihn ge 
winnen will, geboren . . . Wenn die Nachfrage aufhört, geht der 
Arbeiter zugrunde 4 ).“ 
Diese Theorie über Bevölkerung und Lohn ist in Wirklichkeit 
nichts anderes als die, die A. Smith aufgestellt hatte, für den die 
*) „Es ist eine Wahrheit, auf die die Volkswirtsohaftler oft nachdrücklich hin 
gewiesen haben, daß nämlich jeder einzelne seinen eigenen Vorteil viel besser wahr- 
nehmen kann, als das irgendeiner Regierung möglich ist. Sie haben aber vorschnell 
behauptet, daß das Interesse eines jeden, ein größeres Übel zu vermeiden, mit dem 
allgemeinen Interesse übereinstimmen muß. Es liegt im Interesse dessen, der von 
der Beraubung seines Nächsten lebt, ihn zu bestehlen; es liegt im Interesse des Be 
raubten, das geschehen zu lassen, wenn der andere die Macht besitzt, um nicht tot 
geschlagen zu werden; es liegt aber nicht im Interesse der Gesellschaft, daß der 
eine mächtig ist, und daß der andere unterliegt, ... Es liegt ohne Zweifel im 
Interesse des Tagelöhners, daß der Lohn einer zehnstündigen Tagesarbeit genüge, 
um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten und seine Kinder zu erziehen. . . . Das 
liegt auch im Interesse der Gesellschaft, aber das Interesse eines beschäftigungslosen 
Tagesarbeiters bedingt, daß er um jeden Preis Brot schaffe; er wird 14 Stunden am 
Tage arbeiten und seine Kinder mit 10 Jahren in die Fabrik schicken. Er setzt 
mit seiner Gesundheit und seinem Leben die Existenz seiner ganzen Klasse aufs 
Spiel, um einem bestehenden, drückenden Bedürfnis zu entgehen (Nouv. Princ., I, 
S. 200—201). / 
2 ) N. P., I, S. 201. 
s ) „Die Bevölkerung regelt sich daher einzig nach dem Einkommen, und wenn 
sie dieses Verhältnis überschreitet, so haben sich die Väter über die Höhe ihres 
Einkommens getäuscht oder vielmehr, die Gesellschaft hat sie darüber getäuscht“ 
(N P., II, S. 254). . . .“ Je weniger Besitz der Arme hat, um so leichter irrt er 
sich über sein Einkommen, und um so leichter trägt er zum Wachstum einer Be 
völkerung bei, die nicht mit der Nachfrage nach Arbeit übereinstimmt und daher 
°™ e Uuterhaltsmittel'bleiben muß (ebenda, S. 264). 
l ) N. P., II, 286.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fourth digit in the number series 987654321?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.