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Hansische Beiträge zur deutschen Wirtschaftsgeschichte

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Bibliographic data

fullscreen: Hansische Beiträge zur deutschen Wirtschaftsgeschichte

Monograph

Identifikator:
1027870953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-44841
Document type:
Monograph
Author:
Mombert, Paul http://d-nb.info/gnd/117125342
Title:
Einführung in das Studium der Konjunktur
Edition:
Zweite, verbesserte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G. A. Gloeckner, Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1925
Scope:
1 Online-Ressource (275 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Einleitung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Hansische Beiträge zur deutschen Wirtschaftsgeschichte
  • Title page
  • Contents
  • I. Lübeck und der Ursprung der Ratsverfassung
  • II. Der Markt von Lübeck. Topographisch-statistische Untersuchungen zur deutschen Sozial- und Wirtschaftsgeschichte
  • III. Lübecker Familien und Persönlichkeiten aus der Frühzeit der Stadt
  • IV. Aussenpolitische und innerpolitische Wandlungen in der Hanse nach dem Stralsunder Frieden (1370)
  • V. Die Hanse und die nordischen Länder
  • VI. Das älteste erhaltene deutsche Kaufmannsbüchlein
  • VII. Grosshandel und Grosshändler im Lübeck des 14. Jahrhunderts
  • VIII. Die Gründungsunternehmerstädte des 12. Jahrhunderts

Full text

J. Lübeck und der Ursprung der Ratsverfassung 
15 
Verfälschung des Privilegs nur an den beiden Stellen, welche die consules 
nennen, vorgenommen wurde, so hätte diese Erweiterung zwei Ziele gehabt: 
einmal dem Rat das Richten über Vergehen gegen die städtischen Ver- 
ordnungen in die Hand zu geben, und dann dem Rat das Recht, jederzeit die 
städtische Münze zu prüfen, zu verschaffen*®). 
Um zur Beurteilung dieser Frage sicheren Boden zu gewinnen, bedarf es 
eines Vergleiches mit den Sätzen der ältesten Lübecker Rechtshandschrift, 
des sogenannten Lübecker Fragments, zu der die Verfälschung zeitlich und 
inhaltlich in sehr nahen Beziehungen steht. Frensdorff datierte das Frag- 
ment um 1227%), wobei die Anhaltspunkte zur Datierung der Rechtsauf- 
zeichnungen vorwiegend aus der ihnen in der Handschrift des Fragments 
unmittelbar voraufgehenden Zollrolle geschöpft waren. Mollwo®) lehnte 
es ab, aus der Zollrolle Daten auch für das Alter der Rechtsaufzeichnung 
gewinnen zu können, und beschränkte sich darauf, die Zollrolle auf das Jahr 
1225 zu datieren. Eine Nachprüfung der Handschrift selbst ergibt, daß es 
sich um eine Abschrift handelt, die kaum vor die dreißiger bis vierziger Jahre 
des 13. Jahrhunderts angesetzt werden darf®*). Die Vorlage des Ahbschreibers 
ist aber unzweifelhaft älter. Vielleicht hatte der Schreiber auch zwei Vor- 
lagen zur Verfügung: die Zollrohle und das Rechtsfragment, die er unmittel- 
bar hintereinander abschrieb. Hier bedarf es nur der Untersuchung des 
zweiten Teiles der Handschrift, des Rechtsfragments. 
Da ist zunächst beachtenswert, daß dort, wo das Fragment dieselben 
Materien behandelt wie die unverdächtigen Teile des Barbarossaprivilegs, 
das Fragment durchaus selbständige Fassungen aufweist®); daß dagegen 
an den beiden verdächtigen Stellen eine weitgehende Überein- 
stimmung auch im Wortlaut stattfindet®). Ferner ist bereits fest- 
gestellt, daß die Bestimmungen des Fragments über das Prüfungsrecht der 
Münze durch den Rat und über den Münzfuß vor das Jahr 1226 , in welchem 
die Stadt erst die völlig selbständige Verfügungsgewalt über die Münze er- 
warb, zu setzen sind®*). Sodann liegen für den andern Satz des Fragments, 
daß der Rat über die Verletzer städtischer Willküren zu richten habe, 
urkundliche Belege seiner Anwendung vor, die über das Jahr 1225 zurück- 
reichen. Einmal nach der Richtung, daß die Stadt sich mit ihren decreta 
nicht auf das Gebiet des Lebensmittelgewerbes beschränkte®), sondern mit 
ihnen in städtische Angelegenheiten der verschiedensten Art eingriff. So 
verbot der populus civitatis 1212 die Darbringung von Geschenken in 
Lebensmitteln (victualia) an die Kirche®), Und wenn sich im Fragment 
bereits der gegen den kirchlichen Erwerb von Liegenschaften gerichtete Satz 
findet”), so rechnet ihn eine Bulle Gregors IX. zu den quedaminiqua statuta, 
welche die consules Lubicenses erlassen hätten®); als städtisches Statut muß 
also dieser Satz einige Zeit vorher in Lübeck erlassen sein. Ein weiterer Satz 
des Fragments bezeichnet sich selbst als decretum. Hat ein Lübecker, so
	        

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Hansische Beiträge Zur Deutschen Wirtschaftsgeschichte. Hirt, 1928.
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