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Einführung in das Studium der Konjunktur

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Bibliographic data

fullscreen: Einführung in das Studium der Konjunktur

Monograph

Identifikator:
1027870953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-44841
Document type:
Monograph
Author:
Mombert, Paul http://d-nb.info/gnd/117125342
Title:
Einführung in das Studium der Konjunktur
Edition:
Zweite, verbesserte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G. A. Gloeckner, Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1925
Scope:
1 Online-Ressource (275 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Vierter Abschnitt. Konjunkturprognose und Konjunkturpolitik
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Einführung in das Studium der Konjunktur
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erster Abschnitt. Die Erklärungen der Wirtschaftskrisen und des Konjunkturwandels
  • Zweiter Abschnitt. Der Ablauf der Konjunktur in Deutschland seit der Begründung des Reiches
  • Dritter Abschnitt. Der Einfluß des Konjunkturwandels und der Krisen auf die Volkswirtschaft
  • Vierter Abschnitt. Konjunkturprognose und Konjunkturpolitik
  • Fünfter Abschnitt. Ausblick

Full text

178 Vierter Abschnitt. Konjunkturprognose und Konjunkturpolitik. 
Diese Wirkung ist z. B. dort nicht möglich, wo, wie im Trans 
portgewerbe, der Absatz unmittelbar von dem Gang des Wirt 
schaftslebens bestimmt wird, jedenfalls von Faktoren abhängt, welche 
mit der Höhe der Produktionskosten sehr wenig zu tun haben. 
Bezeichnend hierfür war das Verhalten der großen Schiffahrts 
gesellschaften während der wirtschaftlichen Störungen um die Jahr 
hundertwende. Bei einem so allgemeinen Rückgang des Güterver 
kehrs, wie er in dieser Zeit stattgefunden hat, und wie wir ihn oben 
bereits kennengelemt haben, mußte sich auch im überseeischen 
Verkehr ein Rückgang geltend machen, gegen welchen eine Herab 
setzung der Raten nur sehr wenig ausrichten konnte. Hier kam es 
deshalb zu Betriebsstillegungen. Im Jahre 1902 hat die Hamburg- 
Amerika-Linie acht große Postdampfer außer Dienst gestellt und auch 
andere Gesellschaften mußten ihre Fahrten reduzieren. Damit hängt 
es auch zusammen, mit dieser ökonomischen Eigenart des Schiff 
fahrtsbetriebes, daß der Versuch, welcher zur Hebung der Notlage 
in diesem Gewerbe im Jahre 1901 in Form einer internationalen 
Verständigung im Schiffahrtsverkehr gemacht wurde, sich darauf 
bezog, 5 o/o des Tonnengehaltes außer Dienst zu stellen i). 
Die ökonomische Eigenart des Schiffahrtsbetriebes ist eben eine 
ganz andere, wie diejenige eines geschlossenen Fabrikbetriebes. Bei 
einem solchen handelt es sich um ein intensives, organisches Zu 
sammenarbeiten des ganzen Produktionsapparates. Mögen dabei 
auch erhebliche Unterschiede im einzelnen vorhanden sein, so kann 
man bei einem Rückgänge des Absatzes in der Regel nicht ohne 
weiteres ganze Teile eines solchen Unternehmens außer Betrieb 
setzen. Man kann sie nur unvollkommener ausnützen, z. B. Feier 
schichten einschieben. Ganz anders liegen die Verhältnisse im 
Schiffahrtsbetriebe. Selbst wenn das stillgelegte Schiff mit seiner 
Verzinsung und den notwendigen Abschreibungen die Unkostenseite 
des Unternehmens weiter belastet, was ja bei jedem außer Betrieb be 
findlichen Produktionsmittel der Fall ist, und selbst, wenn die 
sonstigen Generalunkosten sich nicht entsprechend vermindern 
lassen, so kann ein Schiff doch als ganzes aus dem Betrieb zurück 
gezogen werden, womit doch auch die darauf entfallenden Be 
triebskosten in weit stärkerem Maße eine Verminderung erfahren 
müssen, als wenn in einer Fabrik mit Feierschichten eine Produktions 
einschränkung durchgeführt wird. 
Es war schon oben davon die Rede, daß sich mitunter die 
Schwankungen der Konjunktur nur auf einzelnen Teilgebieten des 
l ) Sehr. d. V. f. Sp. Bd. 108. Seeverkehr u. Reederei, S. 158.
	        

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Einführung in Das Studium Der Konjunktur. G. A. Gloeckner, Verlagsbuchhandlung, 1925.
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