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Einführung in das Studium der Konjunktur

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Bibliographic data

fullscreen: Einführung in das Studium der Konjunktur

Monograph

Identifikator:
1027870953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-44841
Document type:
Monograph
Author:
Mombert, Paul http://d-nb.info/gnd/117125342
Title:
Einführung in das Studium der Konjunktur
Edition:
Zweite, verbesserte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G. A. Gloeckner, Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1925
Scope:
1 Online-Ressource (275 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Vierter Abschnitt. Konjunkturprognose und Konjunkturpolitik
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Einführung in das Studium der Konjunktur
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erster Abschnitt. Die Erklärungen der Wirtschaftskrisen und des Konjunkturwandels
  • Zweiter Abschnitt. Der Ablauf der Konjunktur in Deutschland seit der Begründung des Reiches
  • Dritter Abschnitt. Der Einfluß des Konjunkturwandels und der Krisen auf die Volkswirtschaft
  • Vierter Abschnitt. Konjunkturprognose und Konjunkturpolitik
  • Fünfter Abschnitt. Ausblick

Full text

206 Vierter Abschnitt. Konjunkturprognose und Konjunkturpolitik. 
ßere Beschäftigung usw.) zugute. Der Kredit bedeutet also eine Ver 
schiebung der Kaufkraftverteilung zugunsten der Unternehmungen 
und als Wirkung auf dem Markt die Erhöhung der Kapitalgiiterpreise 
auch über die Konsumgüterpreise hinaus 1 ).“ 
Auch in diesen Worten wird also betont, daß die treibenden 
Kräfte für den Konjunkturumschwung vom Kapital- und Geldmarkt 
ihren Ausgang nehmen. An, den unten genannten Stellen der Wirt 
schaftskurve sind dann auch entsprechende Zahlenreihen für Deutsch 
land berechnet worden. Freilich sind alle derartigen Maßstäbe und 
Mittel, das liegt ja in der Natur der Sache, nur für solche Konjunktur 
rückgänge brauchbar, welche aus endogenen Ursachen hervorgehen, 
nur dann also, wenn keine von außen kommenden Faktoren wie 
Krieg, große umwälzende Erfindungen oder schwere Mißernten usw., 
den normalen Gang des Wirtschaftslebens störend beeinflussen. 
Im folgenden wollen wir die zwei Konjunkturperioden von 
1906—08 und 1911—13 genauer betrachten, und sehen, an welchen 
Punkten des Wirtschaftslebens zuerst und am deutlichsten bemerk 
bar sich die Anzeichen des kommenden Umschwunges beobachten 
ließen. Wir wollen dabei zunächst uns einige Stimmungsberichte 
ansehen, wie wir sie damals vor allem in einer Reihe von Tages 
zeitungen vorfinden konnten. Wir wenden uns dabei zunächst dem 
Konjunkturumschwung der Jahre 1906—08 zu. 
Das Jahr 1906 war, wie wir gesehen haben, eine Zeit der Hoch 
konjunktur gewesen. Jedoch zeigte sich bereits vom Herbst dieses 
Jahres ab eine erhebliche Anspannung am Geldmärkte, während der 
Geschäftsgang der Industrie noch ein sehr günstiger war. Die im 
Herbste dieses Jahres herauskommenden Geschäftsabschlüsse wiesen 
fast alle noch steigende Erträge und Dividenden auf, wenn auch, was 
als wichtiges Konjunktursymptom immerhin zu verzeichnen war, die 
Steigerung dieser Gewinne wesentlich geringer war als im Vorjahre. 
Die Frankfurter Zeitung hatte schon im November 1906 darauf 
hingewiesen * 2 ), daß bereits an .der Börse und in den Finanzkreisen, 
wie auch im außenstehenden Publikum eine gewisse Scheu zutage 
trete, und die Frage aufgeworfen, ob nicht das eines Tages unver 
meidliche Absteigen der Kurve bereits nahe gerückt sei. Am Aktien 
markt überwogen bereits die Kursrückgänge trotz der erhöhten 
Dividenden. „Die hierin sich ausdrückende Unlust und das Aus 
bleiben von neuen Käuferschichten trotz lohnender Gewinne mahnen, 
so folgerten wir schon im Oktober, eindringlich zur Vorsicht in der 
U A. a. O. S. 23. 
2 ) Am 25. November 1906.
	        

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Einführung in Das Studium Der Konjunktur. G. A. Gloeckner, Verlagsbuchhandlung, 1925.
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