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Einführung in das Studium der Konjunktur

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Bibliographic data

fullscreen: Einführung in das Studium der Konjunktur

Monograph

Identifikator:
1027870953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-44841
Document type:
Monograph
Author:
Mombert, Paul http://d-nb.info/gnd/117125342
Title:
Einführung in das Studium der Konjunktur
Edition:
Zweite, verbesserte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G. A. Gloeckner, Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1925
Scope:
1 Online-Ressource (275 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Vierter Abschnitt. Konjunkturprognose und Konjunkturpolitik
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Einführung in das Studium der Konjunktur
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erster Abschnitt. Die Erklärungen der Wirtschaftskrisen und des Konjunkturwandels
  • Zweiter Abschnitt. Der Ablauf der Konjunktur in Deutschland seit der Begründung des Reiches
  • Dritter Abschnitt. Der Einfluß des Konjunkturwandels und der Krisen auf die Volkswirtschaft
  • Vierter Abschnitt. Konjunkturprognose und Konjunkturpolitik
  • Fünfter Abschnitt. Ausblick

Full text

208 Vierter Abschnitt. Konjunkturprognose und Konjunkturpolitik. 
keiner Branche mache der Verbraucher, wie ehemals, übergroße Be 
stellungen aus Angst, daher der Produzent jetzt den Bedarf nicht 
überschätze. Nach alledem scheine ihm außer Zweifel, „daß diese 
Verhältnisse noch weiterhin und aller Wahrscheinlichkeit nach auch 
hoch über 1907 hinaus, Vorhalten werden 1 )“. 
Ähnliche Auffassungen wurden in dieser Zeit auch noch von 
anderen Seiten vertreten. Der Bericht der Essener Handelskammer 
für das Jahr 1906, welche als Zentrum unserer wichtigsten In 
dustrien mit ihren Äußerungen doppelte Beachtung verdiente, trug 
noch ein sehr zuversichtliches Gepräge. Es hieß hier u. a. „Der 
Ausblick auf die Zukunft kann nach Ansicht der Kammer nur als 
ein erfreulicher bezeichnet werden...“ „Die allgemeine wirtschaft 
liche Lage am Schlüsse des Jahres erscheint somit als eine be 
friedigende und es liegt vorab keinerlei Veranlassung vor, bedenklich 
in die Zukunft zu blicken.“ 
Dagegen hören wir an anderen Stellen Äußerungen, die eine 
wesentlich weniger optimistische Färbung tragen. Der Bericht der 
Ältesten der Berliner Kaufmannschaft schließt mit dem Satze: „Im 
ganzen bietet die Wirtschaftslage auch am Ende des Jahres 1906 zu 
Besorgnissen keinen Anlaß. Nur darf nicht vergessen werden, daß 
ein wirtschaftlicher Aufschwung an sich nicht von unbegrenzter 
Dauer ist, und daß nach allen Erfahrungen auf eine Anspannung 
der wirtschaftlichen Kräfte, wie sie das Berichtsjahr gezeigt hat, 
nach einer gewissen Zeit auch eine Abspannung zu folgen pflegt.“ 
Der Bericht des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller vertrat 
sogar schon die Ansicht, daß sich die von 1901—1906 aufsteigende 
Konjunktur bereits auf dem absteigenden Aste befinde. Recht ernst 
war dann auch der Geschäftsbericht der Deutschen Bank gestimmt, 
der bei seinem Erscheinen erhebliches Aufsehen und beträchtliche 
Unruhe hervorgerufen hat. Hieß es doch in diesem: „Da die Ursachen 
der gespannten Verhältnisse auf dem Geldmärkte keine vorüber 
gehenden sind, sich vielmehr nur allmählich durch Sparsamkeit und 
Einschränkung beseitigen lassen, so vermögen wir für das laufende 
Geschäftsjahr kaum ein Standhalten der glänzenden Konjunktur zu 
erhoffen, obgleich die Spekulation sich von Übertreibungen frei ge 
halten hat.“ 
Man sieht, wie ganz verschiedenartig die Stimmen sind, 
welche in dieser Zeit laut wurden. Als wesentliche Merkmale für 
den drohenden Umschwung wird in erster Linie auf die gespannten 
Verhältnisse auf dem Geldmärkte hingewiesen. Daß sich auch auf 
L ) Frankf. Zeitung, a. a. O.
	        

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10 Jahre Wiederaufbau. Wirtschaftszeitungs-Verlags-Ges. M.B.H., 1928.
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