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Einführung in das Studium der Konjunktur

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Bibliographic data

fullscreen: Einführung in das Studium der Konjunktur

Monograph

Identifikator:
1027870953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-44841
Document type:
Monograph
Author:
Mombert, Paul http://d-nb.info/gnd/117125342
Title:
Einführung in das Studium der Konjunktur
Edition:
Zweite, verbesserte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G. A. Gloeckner, Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1925
Scope:
1 Online-Ressource (275 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Vierter Abschnitt. Konjunkturprognose und Konjunkturpolitik
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Einführung in das Studium der Konjunktur
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erster Abschnitt. Die Erklärungen der Wirtschaftskrisen und des Konjunkturwandels
  • Zweiter Abschnitt. Der Ablauf der Konjunktur in Deutschland seit der Begründung des Reiches
  • Dritter Abschnitt. Der Einfluß des Konjunkturwandels und der Krisen auf die Volkswirtschaft
  • Vierter Abschnitt. Konjunkturprognose und Konjunkturpolitik
  • Fünfter Abschnitt. Ausblick

Full text

214 Vierter Abschnitt. Konjunkturprognose und Konjunkturpolitik. 
klommen und mitten in der letzten Periode des Aufstiegs 
kündigte sich der beginnende Rückgang unausbleiblich an.“ 
Im Gegensatz zu der eben betrachteten Depression der Jahre 
1907 und 1908, bei welcher nur die Verhältnisse des Geldmarktes 
und der Wirtschaft für den Gang der Konjunktur maßgebend waren, 
spielten in der wirtschaftlichen Entwicklung der Konjunkturperiode 
1910—1913 politische Faktoren eine sehr große Rolle, welche zeit 
weilig sehr störend in das Wirtschaftsleben eingriffen. Hierher 
gehörte in erster Linie im Jahre 1911 die Marokkokrisis und die 
damit im Zusammenhang stehende Zuspitzung der politischen Ver 
hältnisse, welche einen recht verheerenden Einfluß auf den Geldmarkt 
und die Börse ausübten. Zwar war das nur vorübergehend der Fall, 
da Ende 1911 diese Krisis überwunden schien und ein weitgehender 
Optimismus wieder im Wirtschaftsleben und an der Börse um sich 
griff, welcher im wesentlichen bis zum Sommer 1912 andauerte. Es 
ist kein Zweifel, daß der von dieser Zeit an langsam einsetzende Um 
schwung in der wirtschaftlichen Konjunktur dann wieder durch die 
politischen Unruhen im Zusammenhang zu dem Balkankrieg mit ver 
anlaßt worden ist. 
In der ersten Hälfte Oktober 1912, in welche der Beginn des 
Balkankrieges fiel, wo Montenegro als erster Balkanstaat agressiv 
gegen die Türkei vorging, da brach allenthalben, vor allem auch an 
der Berliner und Pariser Börse, eine ausgesprochene Panik aus. Am 
Kassaindustrieaktienmarkt erlitten die führenden Papiere erhebliche 
Einbußen, weniger schlimm, aber immer noch schlimm genug, sah 
es am Ultimomarkte aus. Der Kursrückgang der führenden Aktien 
werte bewegte sich im Durchschnitt um etwa 25 °/o herum. Dabei 
waren vorher schon beträchtliche Kursrückgänge eingetreten, als das 
Gerücht umging, daß Serbien ein Ultimatum an die Türkei gerichtet 
habe. Aus dieser politischen Verwicklung heraus wurde auch der 
Geldmarkt ungünstig beeinflußt. Es hing dies vor allem damit zu 
sammen, daß bei dieser politisch so zugespitzten Lage die verschie 
denen Notenbanken ihre Diskontsätze erhöhten, weil sie darauf be 
dacht sein mußten, ihre Goldbestände zu schützen. 
Bei der deutschen Reichsbank betrug der Diskontsatz im Jahre 
1912 vom 1. Januar bis 10. Juni 5o/ 0 , vom 11. Juni bis 23. Oktober 
4V2%, vom 24. Oktober bis 13. November 5 o/o, und wurde am 
14. November auf 6 o/o erhöht. In dieser Höhe blieb er bis zum 
26. Oktober 1913 bestehen und wurde dann am 27. Oktober auf 5i/ 2 
und am 12. Dezember auf 5o/o herabgesetzt. Im Jahre 1914 sank er 
dann in zweimaligen Herabsetzungen bis auf 4 o/o, um dann am 
31. Juli auf 5 und bereits am nächsten Tage auf 6 o/ 0 heraufgesetzt
	        

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Einführung in Das Studium Der Konjunktur. G. A. Gloeckner, Verlagsbuchhandlung, 1925.
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