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Einführung in das Studium der Konjunktur

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Bibliographic data

fullscreen: Einführung in das Studium der Konjunktur

Monograph

Identifikator:
1027870953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-44841
Document type:
Monograph
Author:
Mombert, Paul http://d-nb.info/gnd/117125342
Title:
Einführung in das Studium der Konjunktur
Edition:
Zweite, verbesserte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G. A. Gloeckner, Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1925
Scope:
1 Online-Ressource (275 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Vierter Abschnitt. Konjunkturprognose und Konjunkturpolitik
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Einführung in das Studium der Konjunktur
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erster Abschnitt. Die Erklärungen der Wirtschaftskrisen und des Konjunkturwandels
  • Zweiter Abschnitt. Der Ablauf der Konjunktur in Deutschland seit der Begründung des Reiches
  • Dritter Abschnitt. Der Einfluß des Konjunkturwandels und der Krisen auf die Volkswirtschaft
  • Vierter Abschnitt. Konjunkturprognose und Konjunkturpolitik
  • Fünfter Abschnitt. Ausblick

Full text

5. Die Beeinflussung von Konjunktur und Konjunkfcurwandel. 263 
Da ja die Prämienzahlung grundsätzlich in gleicher Weise in allen 
Perioden der Konjunktur zu leisten ist, die Verluste jedoch in weit 
größerem Maße in den Zeiten der absteigenden Konjunktur als 
während ihres Aufstieges eintreten, so wirkt eine solche Kredit 
versicherung also ebenfalls nach der Richtung hin, daß in den 
Zeiten der wirtschaftlichen Prosperität (Reserven aufgespeichert 
werden, daß damit die hier vorhandene Kaufkraft gemindert wird, 
während diese so angesammelten Reserven dann in der Hauptsache 
dazu dienen müssen, die beim Konjunkturumschwung eintretenden 
Schadenfälle zu decken, also in dieser Zeit steigernd auf die Kauf 
kraft zu wirken. 
Der letzte Punkt, welcher in diesem Zusammenhänge noch zu 
besprechen ist, betrifft die Tätigkeit von Staat und Ge 
meinden als Auftraggeber, Handel und Industrie gegenüber. Auch 
davon war schon oben einmal die Rede gewesen, als im Zusammen 
hang mit dem Erlaß des preußischen Ministers des Innern von den 
Aufgaben gesprochen wurde, welche Staat und Gemeinden in den 
Zeiten} einer rückläufigen Konjunktur haben. Sie sollen hier durch 
Aufträge Arbeitsgelegenheit schaffen, um damit einem Umsichgreifen 
der Arbeitslosigkeit vorzubeugen. 
Man kann sich jedoch ein solches Vorgehen der öffentlichen 
Körperschaften noch weit umfassender denken, als es in diesem 
Erlaß zum Ausdruck kommt, der sich ja ganz allein auf die Be 
kämpfung der Arbeitslosigkeit bei dem Rückgang der Konjunktur 
bezog. Man kann daran denken, daß alle diese öffentlichen Körper 
schaften, deren Aufträge an Handel und Gewerbe jährlich in die 
Milliarden gehen, bewußt, so weit es überhaupt mit der Natur des 
betreffenden Bedarfes vereinbar ist, mit ihren Aufträgen und Be 
stellungen während der Hochkonjunktur zurückhalten, um sie dann 
erst mit dem Rückgänge der Konjunktur und während der Depression 
an den Markt zu bringen. Auch in diesem Sinne liegen keineswegs 
unbeträchtliche Möglichkeiten vor, die Höhe- und die Tiefpunkte der 
Konjunkturkurve einander anzunähern, die Hochkonjunktur infolge 
der dann geringeren öffentlichen Aufträge nicht so stark ansteigen 
zu lassen, wie es sonst der Fall gewesen wäre, und dann mit diesen 
Aufträgen bei dem Rückgänge der Konjunktur und während der 
Depression die Nachfrage auf dem Gütermarkte verstärken zu helfen. 
An sich gibt es manche Überlegungen, die dafür sprechen, daß 
es für die öffentlichen Körperschaften auch vorteilhaft ist, ihre 
Aufträge während der Depression hinauszugeben. Zunächst werden 
sic in dieser Periode des Wirtschaftslebens im allgemeinen wesent 
lich billiger einkaufen können, wie während der Hochkonjunktur.
	        

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Einführung in Das Studium Der Konjunktur. G. A. Gloeckner, Verlagsbuchhandlung, 1925.
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