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Nationalökonomie (Teil 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Nationalökonomie (Teil 1)

Monograph

Identifikator:
1027928145
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-159926
Document type:
Monograph
Author:
Cunningham, William http://d-nb.info/gnd/128907487
Title:
The Industrial Revolution
Place of publication:
Cambridge
Publisher:
The University Press
Year of publication:
1922
Scope:
xxii S., S. 404-886
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (Teil 1)
  • Title page
  • Contents
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie

Full text

30 
Die neueste Seit 1875 ist nun allgemein das Preisniveau im Engrosverkehre 
Zeit. mehr und mehr herabgedrückt, mit anderen Worten, der Geldwert ist 
gestiegen, und zwar in einem erheblichen Maße, so daß die Einwirkung 
auf die ganze Volkswirtschaft eine bedeutende war. Die Unter- 
suchung für eine Anzahl Waren in England ergab das Preisverhältnis 
des Durchschnittes von 1867—77 gegenüber 1894—98: 100 zu 62; 
nach den Hamburger Preisen von 1847—67 zu 1896—1900 wie 100 zu 
etwa 80. 
Ursachen der Worauf ist diese Veränderung des Geldwertes zurückzuführen ? 
neuesten Zunächst war man der Ansicht, daß es sich um eine Verteuerung des 
Geldverteue- Go]des handele. Und diese Auffassung hätte nach der Statistik zu- 
“- nächst außerordentlich Vieles für sich, denn es ergab sich, daß gerade 
in jener Zeit die jährliche Produktion an Gold nicht wie bisher zu-, 
sondern abgenommen hatte. Von 1851—80 wurde dieselbe auf 
187000 Kilo pro Jahr veranschlagt. Von 1881—90 auf nur 156 000, 
während in derselben Zeit der Verbrauch für die Münze und für 
industrielle Zwecke fortdauernd gestiegen war. Da zu gleicher Zeit 
sich in den Banken Europas, namentlich in England und Deutschland, 
ein Goldmangel herausstellte, der in häufigem Steigen des Diskonts 
zum Ausdruck kam, durch den die Banken ihren Geldvorrat zu ver- 
teidigen suchten, so lag die Schlußfolgerung nahe, daß eine allgemeine 
Goldknappheit infolge der geringeren Produktion vorlag, die zu 
einer Verteuerung des Goldes geführt habe, Freilich konnte dem 
gegenüber sofort eingewendet werden, daß die erwähnte Preisstatistik 
sich fast nur auf Rohmaterial und Engrospreise bezog, während die 
Detailpreise nicht in dem gleichen Maße zurückgegangen waren, ja die 
Löhne sogar in der gleichen Zeit einen nicht unerheblichen Aufschwung 
genommen. hatten. 
Die ganze Annahme ist aber durch die Erscheinung der späteren 
Jahre nachdrücklichst widerlegt, weil seit jener Zeit die Goldproduktion 
einen enornren Aufschwung genommen hat. Schon von 1891—-95 war 
die Produktion auf circa 230000 Kilo gestiegen und erreichte bis 1898 
eine Höhe von 430000 Kilo. Sie hatte sich also seit den achtziger 
Jahren mehr als verdoppelt. Gleichwohl ist bis 1898 eine Steigerung 
des Preisniveaus in kaum merkbarer Weise zu Tage getreten. Wenn 
aber ein Anwachsen der Produktion in wenig Jahren um 200 000 Kilo 
Gold in solcher Weise spurlos an dem Geldwerte vorüberging, während 
in dieser kurzen Zeit erhebliche Veränderungen in der Nachfrage nach Gold 
nicht eingetreten sein können, so liegt der Beweis vor, daß man über- 
haupt den Einfluß der Edelmetallproduktion auf denselben überschätzt 
hat, und ganz unmöglich der unbedeutende Rückgang der Produktion 
um 30000 Kilo in den 80er Jahren einen so tiefgreifenden Einfluß 
auf die Preisverhältnisse gehabt haben kann. Die Ursache ist vielmehr 
nicht bei dem Gelde, sondern bei den Waren zu suchen, deren Pro- 
duktionsverhältnisse seit Mitte der 70er Jahre durchgreifende Ver- 
änderungen erfahren haben. Dieselben sind in folgenden Momenten zu 
suchen. 
Neuere Ver- In allen Ländern ist in dieser Zeit außerordentlich viel für die 
‚Änderungen Verbesserung der Kommunikationsmittel geschehen. Das Kisenbahn- 
U netz ist sowohl in Europa, wie in anderen Erdteilen in erheblichem 
dingungen d. Maße ausgedehnt, und dadurch die Fracht verbilligt, die Produktion 
Waren. erleichtert. Insbesondere konnten in den überseeischen Ländern die 
Produkte billiger nach den Häfen gebracht werden, die dadurch erst
	        

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Nationalökonomie. Fischer, 1902.
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