Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Die hygienischen Verhältnisse der Insel Formosa

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Die hygienischen Verhältnisse der Insel Formosa

Monograph

Identifikator:
1028803753
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-47137
Document type:
Monograph
Title:
Die hygienischen Verhältnisse der Insel Formosa
Place of publication:
Dresden
Publisher:
[Verlag nicht ermittelbar]
Year of publication:
1911
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 232 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
21. Arznei- und Giftpflanzen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die hygienischen Verhältnisse der Insel Formosa
  • Title page
  • Contents
  • 1. Geographisches
  • 2. Das Klima
  • 3. Die Bevölkerung
  • 4. Organe der öffentlichen Gesundheitspflege
  • 5. Quarantänewesen
  • 6. Das Institut für experimentelle Forschungen zu Taihoku
  • 7. Die medizinische Schule zu Taihoku
  • 8. Hospitäler
  • 9. Ärzte, Hebammen und Krankenpflegerinnen
  • 10. Apotheker- und Arzneimittelwesen
  • 11. Hygienische Malznahmen in den Städten
  • 12. Wasserversorgung
  • 13. Kanalisation
  • 14. Nahrungsmittelkontrolle
  • 15. Markthallen und Schlachthäuser
  • 16. Pest
  • 17. Andere Infektionskrankheiten
  • 18. Die Malaria
  • 19. Über einige endemische Krankheiten
  • 20. Das Opium
  • 21. Arznei- und Giftpflanzen
  • 22. Giftschlangen und Giftschlangenbisse
  • 23. Mineralquellen
  • 24. Begräbnisplätze und Krematorien sowie Beerdigungs- und Feuerbestattungswesen
  • 25. Die Sanitätskassen
  • 26. Die ordentlichen Ausgaben für sanitäre Zwecke
  • 27. Gefängniswesen
  • 28. Statistik

Full text

187 
III. HT-ten oder Roh-ten. 
HI-ten oder Roh-ten ist die chinesische Bezeichnung für die 
Wurzel von Derris chinensis Benth., einer zu den Leguminosen ge 
hörigen Pflanze. Diese Pflanze kommt in den nordwestlichen Teilen 
Formosas häufig wild vor; mitunter wird sie auch kultiviert. Die 
Formosachinesen und die Formosawilden verwenden das HI-ten zum 
Fischfang. Zu diesem Zwecke werden frische Wurzeln gesammelt, 
am Flußufer auf einem Steine zerstampft, der herausquellende Milch 
saft in das Flußwasser gegossen und dieses dann umgerührt. Alle 
Fische, die sich in der Nähe aufhalten, werden dadurch vergiftet; 
betäubt kommen sie an die Oberfläche des Flusses, um nun von den 
hierauf Wartenden gefangen zu werden. Manchmal kommt es auch 
vor, daß mit dem HI-ten Selbstmord verübt wird. 
Im Jahre 1903 fand Prof. K. Nagai, damals Chemiker beim 
Monopolamt, in dem Roh-ten einen wirksamen krystallinischen Be 
standteil, dem er den Namen Rotenon gab. Es wurde festgestellt, 
daß die chemische Zusammensetzung des Stoffes C, 8 H 16 0 5 ist. 
Dr. O. Kubo gelangte bei seinen Untersuchungen über das Rotenon 
im pharmakologischen Laboratorium der Universität Tokio zu 
folgenden Ergebnissen: 
1. Rotenon ist anscheinend der giftige Bestandteil von HI-ten. 
Es wirkt giftig auf kaltblütige Tiere wie Frösche, Fische usw., auch 
auf Warmblüter wie Mäuse, Kaninchen, Hunde, Menschen usw. 
2. Rotenon übt lokalen Reiz aus. Subkutan eingespritzt, ruft 
es an der betreffenden Stelle einen Abszess hervor. Die vomierende 
Wirkung bei Menschen, Hunden usw. wird vielleicht infolge der Reiz 
wirkung auf die Nerven der Magenschleimhaut von diesen reflek 
torisch hervorgebracht. Der Durchfall bei Hunden wird ebenfalls 
auf lokalen Reiz zurückzuführen sein. 
3. Rotenon wirkt auf verschiedene Nervenzentren, namentlich 
auf die Zentren der Krämpfe und der Atmung, erst reizend, dann 
lähmend. Die Todesursache liegt stets in der Lähmung der Atmungs 
zentren. Auch die vasomotorischen Nervenzentren werden be 
deutend erregt. Infolgedessen erhöht sich der Blutdruck, und nach 
einer gewissen Zeit scheint eine stärkere oder schwächere Lähmung 
jener Zentren einzutreten. Es ist ferner nicht ausgeschlossen, daß die
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Die Hygienischen Verhältnisse Der Insel Formosa. [Verlag nicht ermittelbar], 1911.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How many grams is a kilogram?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.