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Über die Bedingungen der industriellen Entwicklung Russlands

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Bibliographic data

fullscreen: Über die Bedingungen der industriellen Entwicklung Russlands

Monograph

Identifikator:
1028803877
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-42731
Document type:
Monograph
Author:
Prokopovič, Sergej Nikolaevič http://d-nb.info/gnd/116304774
Title:
Über die Bedingungen der industriellen Entwicklung Russlands
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
J. C. B. Mohr (Paul Siebeck)
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (88 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Kapitel. Die Zollpolitik
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Über die Bedingungen der industriellen Entwicklung Russlands
  • Title page
  • Erstes Kapitel. Das Volkseinkommen
  • Zweites Kapitel. Die Steuerlast und das Kapitalwachstum
  • Drittes Kapitel. Die Zollpolitik
  • Contents

Full text

75 
der Rohstoffe und die Produktion der Halbfabrikate gefördert. Dies 
alles beweist, daß der Protektionismus eines der selbständigen Ziele 
der russischen Zollpolitik war. 
Die dominierende Bedeutung der fiskalischen Momente könnte 
den Charakter des Protektionismus beeinflussen, ihn aber gänzlich 
zu beseitigen waren sie nicht imstande. Die Schutzpolitik kann 
verschiedene Ziele verfolgen. Wird ein Zoll von einem Produkt 
erhoben, das im Lande nicht produziert wird, so bezahlt der Kon 
sument den wirklichen Preis der Ware plus Zoll. Wird dagegen 
der Zoll von einem solchen Produkt erhoben, das im Lande produ 
ziert wird, so bezahlt der Konsument außerdem eine entsprechende 
Summe auch den heimischen Produzenten dieses Produktes. Der 
Zoll belastet somit den Konsumenten zum Vorteil der Produzenten 
jener Produkte, deren Produktion die Regierung fördern will. Die 
Vergrößerung der Rentabilität der unter Schutz stehenden Unter 
nehmen hat einen Zufluß sowohl von einheimischen als auch von 
ausländischen Kapitalien zur Folge. Die Schutzpolitik kann somit 
zwei Ziele verfolgen: i. die Neuverteilung des einheimischen Kapi 
tals, seine Heranziehung an diejenigen Unternehmen, deren Ent 
wicklung der Regierung aus dem einen oder anderen Grunde er 
wünscht ist; 2. die Heranziehung auswärtiger Kapitalien ins Land. 
Unter dem direkten Einfluß der P'inanzpolitik der Regierung ver 
folgte der russische Protektionismus hauptsächlich das zweite Ziel. 
Diese Aufgabe nahm die Aufmerksamkeit der offiziellen Leiter 
unserer Zollpolitik so in Anspruch, daß sie geneigt waren, diese 
Aufgabe als Hauptziel aller protektionistischen Politik zu betrachten. 
Sehr charakteristisch in dieser Hinsicht sind die Betrachtungen, 
die Graf Witte in seinem Kursus der Nationalökonomie und Finanz 
politik zum besten gibt. Bei der Besprechung der Produktivkräfte 
Rußlands stellt er die Behauptung auf, wonach deren Wachstum 
wurde erreicht »nicht durch die schaffende Arbeit, ausschließlich 
unserer verhältnismäßig geringen Kapitalien (wozu Jahrhunderte 
notwendig gewesen wären), sondern auf dem Wege, den alle Völker 
gegangen und den zu beschreiten Rußland immer bestrebt gewesen 
war. Dieser Weg ist die Entwicklung einer eigenen bearbeitenden 
Industrie vermittels des Schutzzolls und die mögliche Beschleuni 
gung dieses Prozesses mit Hilfe der Kapitalien der ökonomisch 
fortgeschrittenen Länder. Das Ziel der Schutzzollpolitik besteht 
darin, daß man den Zustrom der ausländischen Waren verhindert 
und die Kapitalien heranzieht, indem man ihnen besondere Vor-
	        

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Untersuchungen Über Die Theorie Des Preises. Duncker & Humblot, 1889.
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