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Methodische Einführung in die allgemeine Wirtschaftsgeographie

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Bibliographic data

fullscreen: Methodische Einführung in die allgemeine Wirtschaftsgeographie

Monograph

Identifikator:
1028805233
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-44741
Document type:
Monograph
Author:
Dove, Karl http://d-nb.info/gnd/116190957
Title:
Methodische Einführung in die allgemeine Wirtschaftsgeographie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1914
Scope:
1 Online-Ressource (51 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Abschnitt. Geographie des Verkehrs
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Methodische Einführung in die allgemeine Wirtschaftsgeographie
  • Title page
  • Contents
  • I. Abschnitt
  • II. Abschnitt
  • III. Abschnitt. Geographie des Verkehrs

Full text

36 
III. Abschnitt. 
Gebiet empfängt namentlich im Herbst, aber auch im Spätfrühling reichlichere 
Regen. Im Sommer aber enthalten seine nördlichen Nebenflüsse immer noch viel 
Wasser, da sie an der dann noch wirksamen Schneeschmelze im Hochgebirge be 
teiligt sind. 
Aehnliches gilt vom Rhein, der als die großartigste Binnenwasserstraße von 
Mittel- wie von Westeuropa gelten muß. Hier wirkt neben den hohen Regenmengen 
seines mittleren und unteren Stromgebietes und des Schwarzwaldes neben den dem 
letzteren entströmenden Frühjahrs wässern ebenfalls die Zugehörigkeit zum Alpen 
gebiet außerordentlich günstig auf die Wasserführung der wichtigsten Stromstreckeu 
ein. Es darf keineswegs als Zufall gelten, daß die wichtigsten Rheinhäfen, d. h. 
diejenigen von Mannheim an abwärts, vom Neckar im Laufe des Frühlings, vom 
Süden dagegen noch im Laufe des Sommers beträchtliche Wassermassen empfangen, 
daß man daher in einer Jahreszeit, die in den nur am Mittelgebirge beteiligten 
Strömen öfters durch Niedrigwasserperioden ausgezeichnet ist, hier mit einer gleich 
mäßigeren Füllung des Bettes im Mittel- und Ünterlauf rechnen kann. 
Zu diesen den Verkehr begünstigenden Folgen der geographischen 
Lage kommt aber bei manchen Flüssen noch ein weiterer Vorzug, 
dessen sie sich infolge des Besitzes großer Regulatoren des Wasser 
standes erfreuen. Was man neuerdings vielfach auf künstlichem 
Wege zu erreichen bestrebt ist, die Verhinderung einer allzu un 
gleichmäßigen Wasserführung durch Talsperren und ähnliche Anlagen, 
das leistet die Natur selber in manchen Gebieten mit einer noch weit 
größeren Sicherheit und Vollendung. Die Seen verschiedener Strom 
gebiete bilden, soweit sie von den Wasserrinnen durchzogen werden, 
für diese die wichtigsten Ausgleicher des Wasserstandes im positiven 
wie im negativen Sinne, d. h. indem sie die von ihnen gespeiste 
Schiffahrtstraße sowohl gegen allzu niedriges wie allzu hohes Wasser 
schützen. 
Beispiel: Für den wichtigsten deutschen Wasserlauf, den Rhein, kommt 
diese Gunst der Natur zwar nur in seinem Oberlauf in Betracht, hier aber in einem 
so großen Umfange, daß sie auf das Verhalten der Wasserstände auch im mittleren 
und unteren Teile des Laufes nicht ohne Einfluß bleiben kann. Von ähnlicher 
Bedeutung ist ein Teil der Seen im mittleren Norddeutschland, wo sie besonders 
für den Stand der märkischen Wasserstraßen von nicht zu unterschätzender Wichtig 
keit sind. An Wasserführung stehen sie weit hinter den größeren Strömen unseres 
Vaterlandes zurück. Das gilt indessen keineswegs von ihrer Benutzbarkeit. Ver 
gleichen wir sie einmal mit dem rheinischen Schiffahrtsgebiet, das insgesamt 2800 km 
befahrbarer Strecken umfaßt, während dies für den Handel Berlins geradezu un 
entbehrliche System von schiffbaren Verkehrswegen 1340 km lang ist. Dann ent 
fallen auf die Schiffswege unserer größten Stromlandschaft solche mit einer auf 
Mittelwasser bezogenen Fahrwassertiefe von weniger als 1 m 9,1 vom Hundert, auf 
das System der märkischen Wasserwege dagegen nur 3,6 vom Hundert der Gesamt 
länge, während sich beide in den Mittelwassertiefen von 1 bis 1,5 m trotz der viel 
größeren Wasserförderung im Rheingebiet dem prozentualen Verhältnisse nach bei 
nahe gleichen. Ja, auf die für die gewöhnlichen Schiffsgrößen schon sehr günstigen 
Mittelwassertiefen von 1,5 bis 2 m kommen im Gebiet der Rheinschiffahrt kaum 
32 vom Hundert der Gesamtlänge, in demjenigen der märkischen Flüsse und Kanäle 
dagegen mehr als 48. 
Es ist auch keine Frage, daß die ziemlich ungünstigen Tiefen 
verhältnisse der französischen Wasserstraßen, ihre mäßigen Wasser 
stände und deren Wechsel mit als Folge des Fehlens jener natürlichen 
Regulatoren anzusehen sind, die in Deutschland eine so große Rolle 
bei vielen Schiffahrtslinien spielen. Umgekehrt würde ein Strom wie 
der Nil während eines großen Teiles des Jahres so niedrig stehen, 
daß er für die Schiffahrt ganz ausscheiden müßte, wenn er nicht von 
den Wassermassen der großen Seen in Hochafrika auf einer nicht 
allzu ungünstigen Minimalwasserhöhe gehalten würde. Hier berühren 
sich schließlich die Grundlagen des Verkehrs auf das engste mit
	        

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Methodische Einführung in Die Allgemeine Wirtschaftsgeographie. Verlag von Gustav Fischer, 1914.
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