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Methodische Einführung in die allgemeine Wirtschaftsgeographie

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Bibliographic data

fullscreen: Methodische Einführung in die allgemeine Wirtschaftsgeographie

Monograph

Identifikator:
1028805233
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-44741
Document type:
Monograph
Author:
Dove, Karl http://d-nb.info/gnd/116190957
Title:
Methodische Einführung in die allgemeine Wirtschaftsgeographie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1914
Scope:
1 Online-Ressource (51 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Abschnitt. Geographie des Verkehrs
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Wirtschaft als Leben
  • Title page
  • Contents
  • Der Wertgedanke ein verhülltes Dogma der Nationalölonomie
  • Die Herrschaft des Wortes
  • Die Grenzen der Geschichte 1903
  • Zur sozialwissenschaftlichen Begriffsbildung 1906-1909
  • Freiheit vom Worte. Über das Verhältnis einer Allwirtschaftslehre zur Soziologie 1923
  • Die Wirtschaftliche Dimension. Eine Abrechnung mit der sterbender Wertlehre 1923
  • Vom Wirtschaftsleben und seiner Theorie 1924
  • Index

Full text

Abschnitt IV. 
49 
Wertgedanke ließe sich dann nicht als wahr erweisen, aber auch nicht 
widerlegen. 
Da liegt aber die Vermutung nahe, daß wir nebenbei noch zu 
einer sehr entscheidenden Einsicht kämen. Zur Einsicht, daß die Wert 
forschung ganz recht daran tut, — nur sollte es auch dann gewiß nicht 
unbewußt geschehen 1 — den Wertgedanken als wahr zu behandeln, ob 
wohl er sich weder als wahr noch als falsch erweisen läßt. Nur unter 
dieser Bedingung nämlich — so könnte uns jene Einsicht lehren — 
vermag unsere Wissenschaft ihren Erkenntniszweck zu erfüllen, indem 
es dadurch erst möglich würde, gewisse Dinge einer wissenschaftlichen 
Behandlung zu unterwerfen. 
Unter solchen Umständen wäre dann zu erkennen, daß der Wert 
gedanke nicht als etwas schlechthin Wahres der Wertforschung unter 
liege; aber die letztere würde sich im Wertgedanken ebensowenig auf 
einer bloßen Fiktion aufbauen. Wir müßten in diesem Falle vielmehr 
sagen: Das nationalökonomische Denken duldet den Wertgedanken als 
eine seiner Grundlagen, und im besonderen nimmt die Wertforschung 
von ihm ihren Ausgang, indem dabei dem Wertgedanken zugestanden 
würde, daß er eine nicht zu umgehende Annahme sei, die 
sich nicht beweisen und nicht widerlegen läßt, sagen wir also ein 
Postulat. 
Könnte uns die Kritische Wertfrage auch nur diese Einsicht ver 
mitteln, sie wäre keineswegs nutzlos aufgeworfen. Denn immer ist der 
Vorteil in Anschlag zu bringen, den ein Forschen genießt, das sich über 
sich selber klar geworden ist, einem solchen gegenüber, das gleichsam 
nur im Finstern tappt. Auch in diesem Falle wüßte dann die Wert 
forschung bis zu den letzten Dingen Bescheid über sich, und vermöchte 
sich danach einzurichten. 
So macht es in allen denkbaren Fällen die zweifellose Bedeutung 
dieser Frage aus, daß sie zum Anlaß wird, ein schweres kritisches 
Versäumnis gutzumachen: Darin beruhend, daß schon im all 
gemeinen das nationalökonomische Denken einen Bestandteil in sich 
schließt, der bisher verborgen und daher auch ungeprüft geblieben 
ist; daß noch im besonderen die Wertforschung damit zugleich von 
einer ungewußten Voraussetzung ausgegangen ist, die im höchsten 
Grade verbindlich erscheint für das ganze Gebaren dieser Forschung. 
Wir mögen also immerhin diese Frage hier aus ganz bestimmten, 
sozusagen praktischen Gründen aufwerfen: darüber noch hinaus darf 
es als eine Ehrenpflicht des nationalökonomischen Forschens an 
gesehen werden, der Kritischen Wertfrage Genüge zu tun. 
Es hat sich diese Frage aus Erwägungen zwingend ableiten lassen 
4 
v. Göttl-Ottlilienfeld, Wirtschaft als Leben.
	        

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Wirtschaft Als Leben. Verlag von Gustav Fischer, 1925.
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