Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Ursachen und Ziele des Zusammenschlusses im Gewerbe

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Ursachen und Ziele des Zusammenschlusses im Gewerbe

Monograph

Identifikator:
1028908431
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-52440
Document type:
Monograph
Author:
Mannstaedt, Heinrich http://d-nb.info/gnd/11673485X
Title:
Ursachen und Ziele des Zusammenschlusses im Gewerbe
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1916
Scope:
1 Online-Ressource (158 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Die Perioden der gewerblichen Freiheit und Bindung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Ursachen und Ziele des Zusammenschlusses im Gewerbe
  • Title page
  • Contents
  • I. Die Perioden der gewerblichen Freiheit und Bindung
  • II. Die letzten Gründe zur Ausschaltung der freien Konkurrenz
  • III. Die Mittel zur Milderung der Folgen des Wettkampfes; insbesondere die Kombinationsbestrebungen
  • IV. Die Konkurrenzregulierung durch die Kartelle und die Trusts

Full text

sondern die Regel, das beweisen die Privilegien, durch die die Städte 
fremde Handwerker heranzuziehen suchten. Wodurch wurde der Mangel 
hervorgerufen ? Zunächst durch das geringe Wachstum der gesamten 
Bevölkerung. Wir können feststellen, daß infolge der großen Sterblichkeit 
während einer ganzen Periode — von 1250—1450 — von einem nennens 
werten Zuwachs der Bevölkerung kaum die Rede sein kann. Dazu kam, 
daß der agrarische Bevölkerungsüberschuß ein reiches Betätigungsfeld 
im deutschen Osten fand, wo es galt, das Land durch Kolonisation dem 
Deutschtum zu gewinnen. Der Zustrom zu den städtischen Gewerben 
war gering. Damals öffneten die Städte noch weit ihre Tore. Aber auch 
abgesehen von der Bevölkerungsbewegung hätte sich die Zahl der Hand 
werker nur langsam vennehren können, da sich die Erfahrung, auf der 
die damalige Technik beruhte, nur allmählich im Dienste der Meister 
erlernen ließ. Die Erfahrung der Meister war die einzige Quelle, aus der 
die Technik schöpfte. Und aus diesem Grunde war auch ein rasches Fort 
schreiten der Technik selbst unmöglich. Denn wem die Kenntnis des 
inneren Zusammenhanges der technischen Prozesse fehlt, wem Ursache 
und Wirkungen verschlossen sind, der kann auch nicht zielbewußt an 
dem Fortschritt der Technik arbeiten. Nur der Zufall spielt ihm eine 
Erfindung in die Hände, die er dann um so leichter als sein Geheimnis 
bewahren kann. 
Der niedrige Stand und die große Stabilität der Technik und das 
langsame Wachstum der Handwerkerschar hemmten ein Übermaß des 
Angebots. Durch den Produktivitätsfortschritt in der Landwirtschaft 
wie im Gewerbe war die Gesamtkaufkraft gestiegen, aber in dem gesamten 
Austauschverhältnis war das Gewerbe in der glücklichen Lage, mit seinen 
Waren den Bedarf nicht voll decken zu können. Diese günstige Lage 
konnte auch nicht durch Konkurrenz von auswärts erschüttert werden; 
die Transporttechnik gestattete keinen größeren interlokalen Verkehr. 
Abgesehen von den Zeiten der Mißernten, Kriege und Volksseuchen ge 
wannen die Handwerker stets durch Produktion für fremden Bedarf 
ihren Lebensunterhalt, erreichten sie ohne Not bei voller Freiheit das 
Ziel ihres wirtschaftlichen Strebens. An die Stelle der Gebundenheit in 
der Periode der geschlossenen Hauswirtschaft trat die Gewerbefreiheit in 
der ersten Hälfte der Periode der mittelalterlichen Stadtwirtschaft. 
Aus dieser Darstellung ergibt sich auch die Antwort auf die Frage: 
warum allmählich die Zunftbewegung einsetzte und immer größere Be 
deutung erlangte. Die Gunst der Umstände wandelte sich. Die Bevölkerung 
wuchs an. Der Überschuß vom Lande zog jetzt zur Stadt. Der Andrang 
zu den städtischen Gewerben stieg. Die notwendige Folge war die Ver 
stärkung des Angebots gewerblicher Produkte. Zwar wird sich durch
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Ursachen Und Ziele Des Zusammenschlusses Im Gewerbe. Verlag von Gustav Fischer, 1916.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fifth month of the year?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.