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Ursachen und Ziele des Zusammenschlusses im Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Ursachen und Ziele des Zusammenschlusses im Gewerbe

Monograph

Identifikator:
1028908431
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-52440
Document type:
Monograph
Author:
Mannstaedt, Heinrich http://d-nb.info/gnd/11673485X
Title:
Ursachen und Ziele des Zusammenschlusses im Gewerbe
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1916
Scope:
1 Online-Ressource (158 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Die Konkurrenzregulierung durch die Kartelle und die Trusts
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Ursachen und Ziele des Zusammenschlusses im Gewerbe
  • Title page
  • Contents
  • I. Die Perioden der gewerblichen Freiheit und Bindung
  • II. Die letzten Gründe zur Ausschaltung der freien Konkurrenz
  • III. Die Mittel zur Milderung der Folgen des Wettkampfes; insbesondere die Kombinationsbestrebungen
  • IV. Die Konkurrenzregulierung durch die Kartelle und die Trusts

Full text

157 
Fehlgriffe des Kartells die Zollmauer dauernd zu erniedrigen oder völlig 
einzureißen — es kann nur von einer dauernden Änderung die Rede sein, 
denn ein ewiges Wechseln in der Höhe der Zölle würde ganz unhaltbare 
Verhältnisse herauf beschwören — wäre ein unsinniges Beginnen. Wird 
die Zollpolitik anerkannt und ist die Zollhöhe im großen ganzen berech 
tigt, dann darf sie auf Grund gelegentlicher stärkerer Ausnutzung seitens 
einzelner Organisationen eine Änderung nicht erfahren. Eine Herabsetzung 
der Zollhöhe wird also nur in den Fällen durchführbar sein, wo die ge 
samten, sich als dauernd erweisenden Verhältnisse sie erfordern. Sind schon 
aus diesem Grunde auch die vorübergehenden Ausfuhrzölle gänzlich ver 
fehlt, so werden sie außerdem ganz andere Folgen zeitigen als beabsichtigt. 
Eine Erschwerung der Ausfuhr besonders nach einem Konjunktur 
umschlag wird die Krisis verschärfen und kann im ungünstigsten Falle 
das Kartell zertrümmern, wodurch die Verwirrung des Marktes noch 
größer wird. Bleibt das Kartell bestehen und kann es, um trotz der Zoll 
mauer die Ausfuhr aufrecht zu erhalten, die Preise nicht weiter senken, 
dann wird es gezwungen sein, die Erzeugung erheblich einzuschränken, 
wodurch die Produktionskosten steigen und die Waren kaum zu einem 
niedrigeren Preise als vor der Ausfuhrsperre im Inlande angeboten werden 
können. Gleichzeitig wird der Druck der Produktionseinschränkung den 
stärksten Reiz auf die Kartellmitglieder ausüben, die Weiterverarbeitung 
selbst zu übernehmen. Den bisherigen Abnehmern erwächst also auch 
noch neue Konkurrenz. Ganz die gleichen Wege wird der Trust einzu 
schlagen suchen. Starke Produktionseinschränkung und der Versuch 
durch Weiterverarbeitung in eigenen Werkstätten sich einen neuen Ab 
satz zu erzwingen, sind die notwendigen Abwehrmittel gegen die Folgen 
der Ausfuhrsperre, wobei zu berücksichtigen ist, daß der Trust Produk 
tionseinschränkungen und völlige Stillegung einzelner Werke leichter 
durchführen kann als das Kartell. 
Der zollfreie Veredlungsverkehr ist nicht in allen Fällen anwendbar 
und kann als ein sehr mildes Mittel bezeichnet werden. Er versagt stets 
völlig, wenn sich das Ausland für Rohstoffe und Zwischenprodukte auf 
nahmefähiger erweist als für Fertigwaren. 
Endlich bleibt noch zur Steuerung des Mißbrauchs der Monopol 
gewalt die Forderung der Publizität der Statuten, Protokolle und Preise. 
Die Erfüllung dieser Forderung wird die günstigsten Wirkungen aus- 
iiben, da sie indirekt die Politik der Kartelle und Trusts beeinflußt und 
doch eine nicht zu unterschätzende Macht besitzt. Vor allem die Aus 
nutzung der Trusts zu Spekulationszwecken wird wesentlich eingeengt 
werden. Man darf aber nicht übersehen, daß auch der Anwendbarkeit 
der Publizität Grenzen gesteckt sind. So würde es durchaus unzweclc-
	        

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Die Deutsche Hausindustrie. Volksvereins-Verlag GmbH., 1913.
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