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Ursachen und Ziele des Zusammenschlusses im Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Ursachen und Ziele des Zusammenschlusses im Gewerbe

Monograph

Identifikator:
1028908431
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-52440
Document type:
Monograph
Author:
Mannstaedt, Heinrich http://d-nb.info/gnd/11673485X
Title:
Ursachen und Ziele des Zusammenschlusses im Gewerbe
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1916
Scope:
1 Online-Ressource (158 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Ursachen und Ziele des Zusammenschlusses im Gewerbe
  • Title page
  • Contents
  • I. Die Perioden der gewerblichen Freiheit und Bindung
  • II. Die letzten Gründe zur Ausschaltung der freien Konkurrenz
  • III. Die Mittel zur Milderung der Folgen des Wettkampfes; insbesondere die Kombinationsbestrebungen
  • IV. Die Konkurrenzregulierung durch die Kartelle und die Trusts

Full text

i5i — 
nur billiger angeboten werden als auf dem eigenen Markt des Landes; 
denn sie werden seitens der ausländischen Weiterverarbeiter gern dazu 
benutzt, um mit ihrer Hilfe die Konkurrenten im Wettkampf um den 
einschrumpfenden Markt aus dem Felde zu schlagen. Vollzieht sich da 
gegen im Auslande eine Aufwärtsbewegung des Wirtschaftslebens, 
dann wachsen die Absatzmöglichkeiten der inländischen Weiterverarbeiter, 
zumal, wenn ihnen billige Roh- und Hilfsstoffe zur Verfügung stehen. 
Verkaufen die Kartelle aber ihre Produkte auf den Auslandsmärkten zu 
Schleuderpreisen, zu den Selbstkosten oder unter ihnen, dann deutet sich 
darin schon die ungünstige Wirtschaftslage jener Absatzgebiete an. Eine 
Senkung der Inlandspreise auf das Niveau jener Schleuderpreise ist aber 
unmöglich. Eine geringe Mäßigung der Inlandspreise wird den Kartell 
werken in der Regel keine wesentliche Steigerung des Auftragbestandes 
erbringen, sodaß also der Gewinnverlust infolge der Preisminderung auf 
dem Inlandsmarkt nicht durch eine Kostensenkung infolge reichlicherer 
Beschäftigung ausgeglichen werden kann. Eine Einbuße an Gewinn auf 
dem Inlandsmarkt wird in vielen Fällen nur dazu führen — besonders in 
jenen, in denen die Schleuderverkäufe nach dem Auslande erst durch die 
Gewinne im Inlande ermöglicht werden — die Auslandspreise zu erhöhen, 
wodurch sich die Absatzmöglichkeit mindert, also die Arbeitsgelegenheit 
einschrumpft und gleichzeitig die Produktionskosten die Neigung zum 
Steigen erhalten. 
Die Schwierigkeit, allen Forderungen in der Preisgestaltung gerecht 
zu werden, läßt sich nicht verkennen. Liegen die Verhältnisse außerdem 
noch so, wie in der deutschen Stahlindustrie zu Beginn der Krisis 1901, 
wo, abgesehen von den Erweiterungen fast aller Stahlwerke in der vor 
hergehenden Hochkonjunktur, kurz vor dem Konjunkturwechsel (1900) 
noch drei neue Stahlwerke auf den Plan traten, dann ist eine Preisge 
staltung ganz undenkbar, die nicht durch äußerst niedrige Sätze für das 
Ausland die notwendigen großen Auftragsbestände hereinzuholen suchte. 
In solchen Fällen würde es sich wahrscheinlich bei einer genauen Unter 
suchung herausstellen, daß selbst technisch die inländischen Weiter 
verarbeiter nicht in der Lage sein würden, die Massen zu verarbeiten, 
. geschweige, ob es ihnen gelingen würde, die dazu nötigen Aufträge herein 
zuholen l ). 
Die Kartelle haben sich aber keineswegs als taub gegen die Wünsche 
der Weiterverarbeiter erwiesen. Um sie in ihrem Kampf auf dem Welt 
markt zu stärken, hat man zu dem Mittel der Ausfuhrvergütungen ge 
griffen. Ob sie in der Form von Preisnachlässen gewährt, oder ob sie bar 
= - 
*) Vgl. hierzu mein Buch „Konzentration" S. 49ff.
	        

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Ursachen Und Ziele Des Zusammenschlusses Im Gewerbe. Verlag von Gustav Fischer, 1916.
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