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Ursachen und Ziele des Zusammenschlusses im Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Ursachen und Ziele des Zusammenschlusses im Gewerbe

Monograph

Identifikator:
1028908431
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-52440
Document type:
Monograph
Author:
Mannstaedt, Heinrich http://d-nb.info/gnd/11673485X
Title:
Ursachen und Ziele des Zusammenschlusses im Gewerbe
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1916
Scope:
1 Online-Ressource (158 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Die letzten Gründe zur Ausschaltung der freien Konkurrenz
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Ursachen und Ziele des Zusammenschlusses im Gewerbe
  • Title page
  • Contents
  • I. Die Perioden der gewerblichen Freiheit und Bindung
  • II. Die letzten Gründe zur Ausschaltung der freien Konkurrenz
  • III. Die Mittel zur Milderung der Folgen des Wettkampfes; insbesondere die Kombinationsbestrebungen
  • IV. Die Konkurrenzregulierung durch die Kartelle und die Trusts

Full text

3i 
Wie im Gewerbe der Zwang zur Massenerzeugung, so herrscht auf dem 
Gebiet des Transportwesens der Zwang zur Massenbeförderung, der viel 
leicht am schärfsten der Seeschiffahrt den Stempel aufdrückt. 
Zwang zur Massenerzeugung, mit anderen Worten: das Streben, mit 
den geringsten Kosten zu produzieren, heißt gleichzeitig Erschwerung 
der Produktionseinschränkung. Je stärker und umfassender der Zwang, 
desto schneller werden die Kosten durch die Produktionseinschränkung 
anwachsen. Kann eine Maschine nicht voll ausgenutzt werden, läßt man 
sie langsamer laufen, oder werden häufiger Pausen eingelegt, so werden 
die Produktionskosten pro Mengeneinheit um so rascher wachsen, je mehr 
die Maschine durch Anschaffungs- und Betriebskosten belastet ist, die 
durch Massenproduktion ausgeglichen werden müssen. Werden aber die 
verschiedenen Produktionsstufen eines Betriebes von solchen Maschinen 
beherrscht, so müssen notwendig bei Betriebseinschränkung die Kosten 
noch schneller wachsen. Nehmen wir an, ein Stahlwerk arbeite mit einer 
modernen Hochofenanlage, leistungsfähigen Konvertern und außerdem — 
was allerdings bei uns noch seltener der Fall ist — mit amerikanischen 
Walzstraßen, die bei fast automatischem Betrieb auf eine hohe Pro- 
duktenziffer eingestellt sind. Eine Betriebseinschränkung trifft hier alle 
drei Stufen der Erzeugung und wird infolge der hohen Anlagekapitalien 
und der Kosten der Betriebsbereitschaft auf jeder eine verhältnismäßig 
rasche Steigerung der Belastung der Produkteneinheit verursachen, was 
eine empfindliche Verteuerung des Endproduktes zur Folge hat. In einer 
Textilindustrie dagegen belastet die Verkürzung der Produktionszeit aller 
oder einiger Spinnmaschinen und Webstühle die Produktion in verhält 
nismäßig geringerem Maße. 
Wir haben bisher festgestellt, daß ein Zwang zur Massenproduktion 
besteht, weil die Maschinen bei voller Ausnutzung ihrer Kraft mit den 
geringsten Kosten arbeiten. Es existiert aber noch ein anderer Zwang zur 
Massenerzeugung, der darauf hinausläuft, eine möglichst große Zahl 
gleichartiger Maschinen nebeneinander zu beschäftigen, weil dann im Falle 
einer Betriebseinschränkung der Druck um so weniger fühlbar wird. In 
einer Textilfabrik werden die Kosten eines zeitweisen oder vollständigen 
Stillstandes einiger Spinnmaschinen und Webstühle um so weniger zum 
Ausdruck kommen, desto mehr Maschinen voll beschäftigt bleiben, auf 
eine desto größere Produktenmenge sich die Unkosten der Betriebsein 
schränkung noch verteilen können. Bei einem kleinen Betrieb mit wenigen 
Maschinen wird der Stillstand einer schon schwer ins Gewicht fallen. Ein 
kleines Stahlwerk, das mit einem Konverter — natürlich ohne Berück 
sichtigung der Reservemaschinen — und der entsprechenden Anzahl 
Hochöfen und Walzstraßen arbeitet, kann eine Betriebseinschränkung
	        

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Ursachen Und Ziele Des Zusammenschlusses Im Gewerbe. Verlag von Gustav Fischer, 1916.
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