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Die deutsche Zigarettenindustrie

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Bibliographic data

fullscreen: Die deutsche Zigarettenindustrie

Monograph

Identifikator:
1028995938
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-48083
Document type:
Monograph
Author:
Bormann, Kurt http://d-nb.info/gnd/135652758
Title:
Die deutsche Zigarettenindustrie
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Verlag der H. Laupp'schen Buchhandlung
Year of publication:
1910
Scope:
1 Online-Ressource (VI, 121 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Abschnitt. Die Zigarettenfabrikation
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die deutsche Zigarettenindustrie
  • Title page
  • Contents
  • I. Abschnitt. Die Entwicklung der deutschen Zigarettenindustrie bis zur Gegenwart
  • II. Abschnitt. Der Zigarettentabak
  • III. Abschnitt. Die Zigarettenfabrikation
  • IV. Abschnitt. Die Absatzverhältnisse
  • V. Abschnitt. Die Arbeiterverhältnisse
  • Ergebnisse

Full text

44 
die schon einen größeren Bedarf an Schnittabak haben, es aber 
trotzdem für vorteilhafter halten, den selbst gekauften und gemischten 
Tabak außer Hause schneiden zu lassen, als selbst eine Tabak 
schneidemaschine anzuschaffen und einen Tabakschneider anzustellen. 
Die Zahl dieser Tabakschneidereien ist nicht sehr groß. Nach 
den Angaben in den „Vierteljahrsheften“ ') gab es im Jahre 1908 
in ganz Deutschland nur einundvierzig solche Betriebe; davon ar 
beiteten vier ohne, siebzehn mit weniger als fünf und zwanzig mit 
mehr als fünf Gehilfen. Reine Maschinenarbeit fand sich in sieb 
zehn, Hand- und Maschinenarbeit in zehn und reine Handarbeit in 
vierzehn aller dieser Betriebe. 
D. Das Zigarettenpapier und die Hülsenfabrikation. 
Ist der Tabak geschnitten, so bedarf er zu seiner weiteren 
Verarbeitung zu Zigaretten des Zigarettenpapieres. Der größte 
Teil alles in Deutschland verwendeten Papieres wird aus dem Aus 
lande bezogen und zwar meistens aus Frankreich und Öster 
reich. In Deutschland selbst wird nur in ganz geringem Umfang 
Zigarettenpapier hergestellt 1 2 ). 
Wie mir von Fachleuten mehrfach versichert wurde, erklärt 
sich das Fehlen einer größeren, einheimischen Produktion daraus, 
daß in Deutschland noch an keiner Stelle Wasser gefunden ist, 
das sich zur Herstellung eines tadellosen, porösen und saugfähigen 
Papieres eignet. 
Das Zigarettenpapier wird aus reinen, pflanzlichen Faserstoffen 
hergestellt, die je nach Qualität aus Hanf, Leinen, Baumwolle, Stroh 
und Holzzellulose bestehen können. Um die Brennbarkeit zu heben, 
werden dem Papierbrei besondere Ingredienzen wie z. B. Magne 
sium beigegeben. Die Zigarettenfabrikanten beziehen das Papier in 
Form von Bogen oder Bobinen, von denen erstere für Hand-, 
letztere für Maschinenanfertigung der Hülsen bestimmt sind; unter 
Bobinen versteht man hierbei Rollen, auf denen das Zigaretten 
papier in schmalen Streifen aufgewickelt ist. Von den Bogen wiegt 
der einzelne etwa vierzehn bis sechzehn Gramm, kostet etwa einen 
Pfennig und genügt zur Herstellung von 150 Hülsen. 
Vor ihrer Verarbeitung in der Zigarettenfabrik werden die Bogen 
erst in eine lithographische Anstalt geschickt, wo sie mit Firma- und 
1) Vierteljahrshefte 1908, Heft III, S. 58. 
2) Mir ist überhaupt nur eine deutsche Firma bekannt geworden, die sich 
mit der Zigarettenpapier-Fabrikation befaßt; es ist dies die „Seiden- und Zigaretten 
papierfabrik von Schöller & Hösch, G. m. b. H.“ in Gernsbach (Baden).
	        

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Die Deutsche Zigarettenindustrie. Verlag der H. Laupp’schen Buchhandlung, 1910.
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