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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch. Die Begründer
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

130 
Erstes Buch. Die Begründer. 
I. 
Malthus. 
Obgleich Malthus 1 * 3 ) fast nur durch sein Bevölkerungsgesetz be 
kannt ist, wäre er auch ohne dies ein Nationalökonom hohen Ranges 
gewesen, und zwar dank seiner großen Abhandlung über National 
ökonomie und mehreren anderen bemerkenswerten Schriften. Wir 
verschieben aber eine Besprechung seiner anderen Theorien, besonders 
der über die Bodenrente, bis die Untersuchung der Ideen Ricabdo’s 
uns Gelegenheit gibt, darauf einzugehen (S. 153 ff.). 
Das Bevölkerungsgesetz. 
Zwanzig Jahre waren seit dem Erscheinen des unvergänglichen 
Werkes A. Smith’s verflossen, ohne daß die Nationalökonomie einen 
Schritt weiter getan hätte, als ein kleines anonymes Buch erschien, das 
1 ) Robert Malthus ist im Jahre 1766 geboren. Sein Vater war ein hochgebildeter 
Landedelmann, der in Berührung mit den Philosophen seiner Zeit, besonders mit Hume 
und anscheinend sogar auch mit J.-J. Rousseau, stand. Er ließ seinem Sohne eine aus 
gezeichnete Erziehung zuteil werden und bestimmte ihn, da er der Jüngere war, wie 
üblich, für die Theologie. So übernahm Robert Malthus nach dem Verlassen der 
Universität Cambridge eine Pfarrstelle auf dem Lande. 1807 jedoch wurde er zum 
Professor an einer von der Ostindischen Kompagnie in Haileybury (Herfordshire) ge 
gründeten höheren Unterrichtsanstalt ernannt, wo er bis zu seinem Tode 1836 blieb. 
Er hat sich erst ziemlich spät, mit 39 Jahren verheiratet. Von seinen 4 Kindern, 
3 Söhnen und 1 Tochter, hat keins einen Namen hinterlassen. Obgleich das Privat 
angelegenheiten sind, so haben sie doch ein gewisses Interesse, da es sich um Malthus 
handelt. 
Malthus war noch junger Geistlicher in seinem kleinen Pfarrdorf — und un 
verheiratet, damals 32 Jahre alt, — als er im Jahre 1798 anonym sein berühmtes 
„Essay on the principle of population as it affects the future impro- 
vement of society“ herausgab. Es rief zahlreiche Kritiken hervor. Zum besseren 
Studium seines Gegenstandes unternahm er eine dreijährige Reise (1799—1802) auf 
dem europäischen Kontinent, ohne aber nach Frankreich zu kommen, das damals 
kein besonders angenehmer Aufenthalt für einen Engländer war. 1803 veröffentlichte 
er, diesmal unter seinem Namen, eine zweite, sehr verbesserte und vermehrte Aus 
gabe seiner Arbeit mit dem etwas abgeänderten Titel: „An Essay on the prin 
ciple of population, or a view of its past and present effects on human 
happ iness“. Vier weitere Ausgaben erschienen zu seinen Lebzeiten. 
Über diesem Buche dürfen nicht seine weiteren sehr bemerkenswerten Werke ver 
gessen werden, auch wenn sie nicht so berühmt werden sollten; zunächst: P r i n c i p 1 e s 
of Political Economy from the point of view of their practical ap- 
plication (1820) und andere, die sich mehr mit den Spezialfragen befassen, über die 
Getreidegesetzc (1814—1815), über die Bodenrente (1815), über die Armengesetzgebung 
(1817) und endlich seine „Definitions in Political Economy^ (1827).
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
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