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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Gegner
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

Kapitel I. Sismoudi und die Ursprünge der kritischen Schule. 
185 
der Klassiker einen gewaltigen Gegner in Friedrich List; und eine neue 
Doktrin des Schutzzolls, die sich auf die Idee der Nationalität gründet, 
gibt dem Merkantilismus, der unter den Angriffen der Physiokraten und 
Adam Smith’s endgültig vernichtet schien, neuen Glanz. 
In diesen so verschiedenartigen Doktrinen findet sich neben vieler 
Phantastik und vielen Irrtümern eine große Menge richtiger Gedanken 
und neuer eigener Grundsätze. Zwar gelingt es dieser neuen Generation 
von Nationalökonomen nicht, die Lehre der Gründer zu verdrängen. 
Aber sie beweisen einwandfrei, daß die anscheinend vollendete Wissen 
schaft noch weit davon entfernt ist, vollkommen zu sein. Alle diese Schrift 
steller scheinen der Orthodoxie zuzurufen, was Hamlet zu Horatio sagt: 
>>Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als sich eure Schul 
weisheit träumen läßt.“ Auf diese Weise geben sie oft zu sehr fruchtbaren 
Auseinandersetzungen Anlaß. In der Öffentlichkeit finden sie sympathische 
Hörer. Sie drängen selbst die den klassischen Doktrinen treu gebliebenen 
Nationalökonomen dazu, die Sicherheit ihrer Beweisführungen zweifelnd 
nachzuprüfen, und zwingen sie, ihre Methode und ihre Schlußfolgerungen 
zu ändern. 
Wir wollen versuchen, die Bedeutung ihrer Rolle klarzustellen. 
Kapitel I. 
Sismondi und die Ursprünge der kritischen Schule. 
Während der ersten 30 Jahre des 19. Jahrhunderts traten in der 
Volkswirtschaft tiefgehende Umwälzungen ein. 
Überall hatte der ökonomische Liberalismus triumphiert, ln h rank- 
feich sind die Zünfte, und was damit zusammenhing, seit dem Jahre 1791 
vollständig verschwunden. Das Verlangen einzelner Industrieller, sie 
u uter dem ersten Kaiserreich wiederherstellen zu lassen, hatte keinen 
Erfolg und blieb ohne Widerhall. In England wurde auch der letzte 
Rest des Lehrlingsgesetzes im Jahre 1814 aufgehoben, und damit fallt 
dieses Denkmal aus der Zeit der Bevormundung, das schon lange morsch 
geworden war. Dem laisser-faire stand nichts mehr entgegen, überall 
herrschte die freie Konkurrenz. Der Staat hatte auf jede Einmischung 
hi die Organisation der Erzeugung und in die Beziehungen zwischen Arbeit 
nehmern und Arbeitgebern verzichtet . . ausgenommen, um die Koa 
litionen zu unterdrücken. Aber sogar diese Einschränkung hatte als 
^Weck, dem Gesetz des Angebotes und der Nachfrage freie Bahn zu lassen.
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
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