Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Gegner
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

200 
Zweites Buch. Die Gegner. 
Gesundheit der Arbeiter mehr als aufgewogen. Hier greift die Konkurrenz 
das kostbarste aller Kapitalien an: die Kraft nämlich der Rasse. Er weist 
nach, wie die Arbeiter in Grenoble für eine Tagesarbeit von 14 Stunden 
6 bis 8 Sous 1 ) verdienen, wie sechs- bis achtjährige Kinder in den Spinne 
reien 12 bis 14 Stunden arbeiten müssen, und zwar „in einer Atmosphäre, 
die mit Haaren und Staub gefüllt ist“, und wo sie an der Schwindsucht 
sterben, bevor sie 20 Jahre alt geworden sind. Er kommt zu dem Schlüsse, 
daß „es zp teuer wird, die Ausdehnung des nationalen Handels damit zu 
bezahlen, daß eine unglückliche und allen Leiden ausgesetzte Klasse 
geboren wird“, und in jenem oft zitierten Satz ruft er aus: „Der Profit 
eines Unternehmers ist manchmal nichts anderes als eine Beraubung des 
Arbeiters, den er beschäftigt; er verdient nicht, weil sein Unternehmen 
mehr hervorbringt, als es kostei, sondern weil er dem Arbeiter kein ge 
nügendes Entgelt für seine Arbeit gewährt. Eine solche Industrie ist 
ein soziales Übel“ 2 ). 
Wer kann sich der Richtigkeit dieses Gedankens Sismondi’s ent 
ziehen? Wenn der billige Preis der Produkte nur auf Kosten einer be 
ständigen Verschlechterung der Gesundheit des Arbeiters erreicht werden 
kann, so ist es offenbar, daß die Konkurrenz mehr Unheil stiftet, als 
Gutes tut. Es liegt nicht weniger im öffentlichen Interesse, diese lebendigen 
Güter zu schützen, als die Erzeugung toter Güter zu erleichtern. Indem 
Sismondi zeigt, daß die Konkurrenz eine zweischneidige Waffe ist, hat 
er denen den Weg eröffnet, die in durchaus richtiger Weise vom Staat 
verlangen, daß er der Konkurrenz Grenzen setze und sie regele. 
Man möchte versucht sein, noch weiter zu gehen, und in der eben 
angeführten Stelle eine rückhaltlose Verurteilung des Profits selbst zu 
sehen. Das würde nichts weniger bedeuten, als ein Bekenntnis Sismondi’s 
zu den sozialistischen Lehren. Man hat manchmal an ein solches Be 
kenntnis bei ihm geglaubt, aber unserer Meinung nach zu Unrecht. 
Ohne Zweifel drückt sich Sismondi an gewissen Stellen so aus, wie 
es später Owen, die Saint-Simonisten und Majr^x taten. So liest man 
z. B. in seinen Untersuchungen über die Nationalökonomie Stellen, wie 
die folgende: „Man könnte fast sagen, daß die moderne Gesellschaft auf 
Kosten des Proletariats lebt, nämlich von dem Teil, den sie ihm von dem 
Gegenwert seiner Arbeit vorenthält 3 );“ und an anderer Stelle sagt er, 
daß „es eine Beraubung, ja ein Diebstahl ist, den der Reiche am 
Armen verübt, wenn der Reiche der fruchtbaren und gut bewirtschafteten 
Erde ein Einkommen abzwingt, das ihm gestattet, im Überfluß zu 
schwimmen, während der Arbeiter selbst, der dieses Einkommen über- 
*) 1 sou = 4 Pfennig (1913) (Anm. d. Übers.). 
2 ) N. P., I, S. 92. 
3 ) fitudes sur l’Üconomie politique, I, S. 35.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How many grams is a kilogram?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.