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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Gegner
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

Kapitel II. Saint-Simon, die Saint-Simonisten u. d. Ursprung des Kollektivismus. 228 
talen Gesichtspunkte aus Trauer hervorrufen, denn für den Staat würde 
daraus kein politisches Übel irgendwelcher Art erwachsen 1 ). 
Mit anderen Worten, die offizielle Regierung ist nur eine Fassade. 
Ihre Tätigkeit wirkt nur auf die Oberfläche. Die Gesellschaft kann ohne 
sie existieren; sie würde deshalb nicht weniger gut leben, während im 
Gegenteil der Verlust der Gelehrten, Industriellen, Bankiers und Kauf 
leute die Gesellschaft in das größte Unglück stürzen würde, da hierdurch 
die eigentlichen Quellen des Lebens und des Wohlbefindens versiegen, 
denn die Tätigkeit dieser Männer allein ist wirklich fruchtbar und not 
wendig. Sie regieren in Wahrheit und sie besitzen die wirkliche und tat 
sächliche Macht. — Das ist der Sinn des-Gleichnisses. 
So beruht denn für einen scharfen Beobachter die Welt, in der 
wir leben, ausschließlich auf der Industrie. Sie allein ist würdig, die 
Aufmerksamkeit ernsthafter Menschen auf sich zu ziehen. Ihr Auf 
stieg ist von einer langen historischen Entwicklung vorbereitet worden, 
die nach Saint-Simon im 12. Jahrhundert mit der Befreiung der Ge 
meinden begann und mit der französischen Revolution verwirklicht 
Wurde 2 ). Sie ist die Grundtatsache der heutigen Zeit. Daher blickt 
er mit der größten Verachtung auf die politischen Beschäftigungen 
seiner Zeitgenossen herab, die darin bestanden, die Verfassung von 1814 
Zu verteidigen oder zu bekämpfen. Die Liberalen sind im Irrtum, 
^enn sie beständig die alten, leeren Formeln, wie „Souveränität des 
Volkes“, „Freiheit“, „Gleichheit“ Wiederkäuen, sinnlose Begriffe 3 ), 
die in dem metaphysischen Gehirn von Juristen entstanden sind 4 ), 
Ull d deren Aufgabe mit der Vernichtung des Feudalismus beendet ist. 
. ') L’Organisateur, 1. Lieferung, 1819, (S. 10—20). Dieser Absatz wurde 
dahr 1832 von Olinde Rodrigues unter dem Namen „Parabole politique“ in einem 
and, der verschiedene Werke Saint-Simon’s enthielt, von Neuem herausgegeben. — 
Diolge dieser Veröffentlichung mußte er sich vor dem Schwurgericht verantworten, 
Ur<1 « aber freigesprochen. 
j . !>Zur Zeit der Selbständigmachung der Städte (Communes) sehen wir die 
ustrielle Klasse, nachdem sie ihre Freiheit gewonnen hat, dazu gelangen, sich politische 
acht zu schaffen. Diese Macht besteht darin, nicht mehr ohne ihre Zustimmung be- 
2 eiLer t zu werden. Diese Klasse wächst und bereichert sich langsam, gewinnt zur gleichen 
( l| :l an Bedeutung, und ihre soziale Lage verbessert sich in jeder Hinsicht, während 
und . ass ® n > die man ekklesiastische und feudale nennen kann, beständig an Ansehen 
wirklicher Macht verlieren: ich schließe daraus, daß das Wachstum der industriellen 
asse fortschreiten muß, bis sie die ganze Gesellschaft umfaßt. Dahin streben die 
“ge, dorthin führt unser Weg“ (CEuvres, II, 166, Lettres ä un Amöricain). 
w , ) üDie Grundlage der Freiheit ist die Industrie; ... nur mit ihr kann die Freiheit 
Tat S< ?’ nur durch sie kann sie erstarken. Wenn diese Wahrheit, die auf Grund der 
des ah S ° alt ’ aber für das Denken so neu ist > anstatt a11 der lügnerischen Träume 
heit A n Ums in den Köpfen gelebt hätte, würden wir niemals die blutrünstige Dumm- 
»Gleichheit oder Tod“ gehört haben“ (GSuvres completes, II, S. 210—211). 
lieht- ( ” Juriste n und Metaphysiker unterliegen der Gefahr, die Form für die Wirk- 
Worte für Dinge anzusehen“ (Syst. Ind., CEuvres completes, V, S. 12)..
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
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