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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Gegner
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

234 
Zweites Buch. Die Gegner. 
Nicht zum erstenmal stoßen wir in unserer Geschichte auf dieses 
Wort. Wie man sich entsinnen wird, hat es schon Sismondi angewandt 1 ). 
Später sehen wir es unter der Feder Karl Marx’ und anderer Schrift 
steller wieder auftauchen. Aber weder Sismondi, noch die Saint-Simo- 
nisten, noch Karl Marx gebrauchen es in demselben Sinne. Es scheint 
uns daher nützlich, schon jetzt die verschiedenen Bedeutungen, die diesem 
Ausdruck beigelegt werden, auseinander zu halten, da er eine so bedeutende 
Rolle in der sozialistischen Literatur spielt und so zu viel Verwirrung 
Anlaß gegeben hat. 
Wie wir wissen, betrachtet Sismondi das Einkommen aus dem Eigen 
tum als gerechtfertigt. Er gibt jedoch zu, daß ein Arbeiter ausgebeutet 
werden kann. 
Wann geschieht dies nun? 
Sobald sein Lohn kaum genügt, um ihn am Leben zu erhalten, im 
Gegensatz zu dem Überfluß, in dem sein Arbeitgeber lebt, — sobald 
sein Lohn nicht die Höhe erreicht, die Sismondi als gerechten Lohn des 
Arbeiters ansieht. Die Ausbeutung ist daher ein Mißbrauch, nicht 
ein organischer Fehler, der in der Natur unseres wirtschaftlichen 
Systems begründet wäre. Er tritt „manchmal“ ein; aber er ist nicht 
notwendig. Man kann ihn verbessern, ohne deshalb das ganze System 
zu zerstören. In diesem allgemeinen und etwas unbestimmten Sinne, 
— der anscheinend auf der Schwierigkeit beruht, den „gerechten Preis“ 
genau zu bestimmen, — tritt die Ausbeutung unter den verschiedensten 
Umständen in unserer wirtschaftlichen Welt auf. Auch ist sie nicht nur 
auf die Beziehungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer beschränkt. 
Sie tritt jedesmal ein, sobald eine Person irgendeine „Ausnahmslage“ 
(Unwissenheit, Furchtsamkeit, Schwäche, Vereinsamung eines anderen) 
dazu mißbraucht, um Dienste oder Waren zu einem zu niedrigen oder 
zu hohen Preise zu kaufen oder zu verkaufen. 
Für die Saint-Simonisten dagegen ist die Ausbeutung ein organi 
scher Fehler unserer sozialen Ordnung. §ie ist unlöslich mit dem Privat 
eigentum verbunden, deren notwendige Folge sie ist. Sie ist nicht ein 
einfacher Mißbrauch, sondern das besondere Kennzeichen des ganzen 
Systems, da ja die grundlegende Eigenschaft des Eigentums gerade auf 
dem Recht beruht, ein Erzeugnis ohne Arbeit zu erlangen. Daher ist 
die Ausbeutung auch nicht nur auf die mit ihren Händen Arbeitenden 
beschränkt. Sie umfaßt alle, die dem Eigentümer Tribut zahlen müssen. 
Auch der Industrieunternehmer leidet darunter durch die Zinsen, die er 
seinem Geldgeber zahlen muß 2 ). 
D Siehe oben, S. 200f. Sismondi hatte mehr von Beraubung (spoliation) 
gesprochen. 
-) „Heute wird die ganze Menge der Arbeitenden von den Menschen ausgebeutet, 
deren Eigentum sie benutzen; auch die Führer der Industrie unterliegen dieser Aus-
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
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