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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Gegner
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

Kapitel III. Die Assozialisten. 
257 
Da aber Owen einsah, daß weder sein Beispiel, noch auch sein in 
dustrieller Erfolg die Arbeitgeber zu seinen Ideen bekehren konnten, 
versuchte er, die Regierungen dafür zu gewinnen, zuerst die seines eigenen 
Landes, dann aber auch die fremden Herrscher, und so durch Gesetze 
dieselben Reformen zu erbitten, die er lieber von dem guten Willen der 
herrschenden Klassen allein erlangt hätte. 
Schon vor Lord Shaftesbtjry eröffnete er den Feldzug für die 
Beschränkung der Kinderarbeit in den Fabriken und trug viel zu dem 
Gesetz von 1819 bei, das das Minimalalter der arbeitenden Kinder auf 
9 Jahre festsetzte. Er hatte sogar verlangt, es auf 10 Jahre zu erhöhen. 
Auch hier abgewiesen, verzweifelt er an der Kraft der beiden Mächte, 
der Arbeitgeber und des Staates, dem gesellschaftlichen hortschritt zu 
dienen, und wendet sich an die dritte Macht: die Genossenschaft. Sie 
sollte das neue Milieu schaffen, ohne das die soziale Frage unmöglich 
gelöst werden kann. 
§ 1. Die Schaffung des sozialen Milieus. 
Denn das ist die Grundidee Owen’s, die ihn in allen seinen ver 
schiedenen sozialen Versuchen geleitet hat, die Schaffung eines 
sozialen Milieus: dies und stets nur dies erhoffte er zunächst 
v on den Arbeitgebern, dann vom Staate und zum Schluß von der 
Kooperation. 
Man kann sagen, daß hierin Owen der Vater dessen war, was die 
Soziologen heute mit dem Wort Ätiologie bezeichnen, nämlich die 
Änpassung und Unterordnung des Menschen an seine Umgebung. Seine 
Theorie ist in der wirtschaftlichen Lehre ungefähr das, was die Lamarck s 
in der Biologie ist: den Glauben an die Umformung des Organismus 
durch den Einfluß der Umwelt auf die Organe. Von Natur ist der 
Mensch weder gut noch böse, er ist das, wozu ihn seine Umwelt gemac t 
hat. Wenn heute der Mensch böse ist, so beruht das darauf, daß die wirt 
schaftliche und soziale Ordnung verabscheuungswürdig ist. Man mu 
a ber darauf hinweisen, daß Owen der natürlichen Umwelt keine Be 
deutung irgendwelcher Art beigelegt zu haben scheint, die doch für andere 
Schulen, wie die Le Play’s, eine wesentliche Bedingung darstellt. Er 
dlese viel komplizierteren und feineren Maschinen an Kraft und Wirksamkeit gewinnen 
^erüen, und daß ihre Verwendung wirtschaftlicher sein wird, wenn man sie reinlich 
Lr't, sie mit Freundlichkeit behandelt, wenn man ihrer geistigen 'latigkeit unnötige 
Reibungen erspart, und wenn man ihnen eine ausreichende Menge Nahrungsmittel 
, nd Unterhaltsmittel liefert, um ihren Körper in gutem, produktionsfahigen Zustand 
2U erhalten und zu verhindern, daß er vorzeitig verfalle und zum alten Eisen geworfen 
werden muß?“ 
6 ‘do und Rist, Geseh. d. Volkswirtschaft!. Lehrmeinungen. 2. Aufl. 17
	        

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The Demand for Empire Butter. Stat. Off., 1930.
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