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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Gegner
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

Zweites Buch. Die Gegner. 
Der Versuch gelang nicht besser als der der kommunistischen Kolonien 
und dauerte nicht länger. Die höchst ungenaue Kenntnis, die man damals 
von den Gesetzen des Wertes hatte, kann allein diejenigen entschuldigen, 
die ein anderes Resultat erwarteten. Nichtsdestoweniger bedeutet er ein 
bemerkenswertes Datum in der Geschichte der Doktrinen, weil hier die 
erste Etappe einer Reihe von Systemen gegeben ist, die mit dem Zwecke, 
das gleiche Problem zu lösen, aufeinander folgen. Allerdings wenden sie 
recht verschiedene Mittel an, die wir in der Tauschbank (banque d’Echange) 
Proüdhon’s und in den sozialen Buchungen (Comptabilisme social) 
Solvay’s wiederfinden werden. 
Übrigens haben die verschiedenen Veranstaltungen, die auf eine 
Ausschaltung des Geldes hinzielten, nur eine sekundäre Bedeutung, aber 
und hatte am Anfang einen relativen Erfolg. Sie zählte 840 Teilnehmer und errichtete 
sogar einige Filialen Sie schlug aus folgenden Ursachen fehl: 
1. Weil die Teilnehmer den Wert ihrer Erzeugnisse, wie es zu erwarten war, zu 
hoch angaben, indem sie eine höhere Anzahl Arbeitsstunden in Anrechnung brachten, 
als sie in Wirklichkeit darauf verwandt hatten. Daher mußte man darauf verzichten, 
ihrer Ehrlichkeit zu vertrauen, und die Bewertung Sachverständigen übertragen, 
wie in einer öffentlichen Leihanstalt. Diese Sachverständigen aber, die mit der 
Werttheorie Owen’s wenig vertraut waren, schätzten die Erzeugnisse, die man ihnen 
vorlegte, einfach nach ihrem Geldwert und übertrugen diesen Geldwert in Arbeits 
stunden, gewöhnlich im Verhältnis von 6 Pence pro Arbeitsstunde. Sie konnten auch 
gar nicht anders Vorgehen. Nur ergab sich hieraus, daß das System Owen’s völlig ver 
kehrt wurde, da nicht mehr die Arbeit der Maßstab war, nach dem sich der Handels 
wert der Gegenstände regelte, sondern im Gegenteil der Geldwert der Produkte den 
Arbeitswert bestimmte. 
2. Weil, sobald als die Gesellschaft Teilnehmer erhielt, die nicht so altruistisch 
wie die ersten Anhänger waren, die neu Hinzugekommenen ihr alle Gegenstände 
brachten, die sonst unverkäuflich waren, und sich beeilten, mit den so erhaltenen 
Bons sich von dem Lager alle die Gegenstände liefern zu lassen, die irgendwelchen 
Wert darstellten, d. h. die ehrlich tarifiert worden waren, und die sie dann wieder gegen 
gutes Geld verkauften, — so daß sich zum Schluß nur noch „Ladenhüter“ in dem 
Lager befanden. — Kurz das Lager kaufte nur Waren, die über ihren wirklichen Wort 
und verkaufte nur Waren, die unter ihren wirklichen Wert notiert warenl 
Die Labour-Notes lauteten nicht auf den Namen, waren nicht nominativ. 
Jeder, auch der, der nicht zur Gesellschaft gehörte, konnte sie kaufen und sie zu dieser 
wenig ehrenhaften, aber einträglichen Operation verwenden. Das taten zum Beispiel 
300 Londoner Krämer, die sich Labour-Notes verschafften, indem sie erklärten, 
sie würden sie in Zahlung für ihr3 Waren annehmen. Sie benutzten sie, um das Tausch 
lager zu plündern, und als nichts mehr übrig war, das es sich lohnte mitzunehmen, 
weigerten sie sich, weiterhin Labour-Notes in Zahlung zu nehmen, — womit der 
Gaunerstreich seinen Zweck erreicht hatte. 
Es ist selbstverständlich, worauf auch Prof. Denis sehr richtig hinweist, daß das 
Tauschlager für Angestellte keinen Nutzen irgendwelcher Art bot; da der Angestellte, 
der Lohnempfänger, wie schon der Name besagt, niemals Eigentümer der Erzeugnisse 
seiner Arbeit ist, hat er niemals etwas zu verkaufen. Das System Owen’s kann daher 
nur dann von Nutzen sein, wenn man eine vorhergegangene Abschaffung des Lohn 
systems annimmt.
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
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