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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Gegner
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

Kapitel III. Die Assozialisten. 
283 
Blanc empfiehlt die Vergesellschaftung spezialisierter Arbeiter. Woher 
könnten sie ihre Kapitalien erhalten? Auf die Ersparnisse des Arbeiters 
zu rechnen, würde darauf hinauslaufen, niemals anzufangen 1 ). Es ist 
unbedingt nötig, daß Jemand da ist, der den ganzen Mechanismus ein- 
ßchaltet, da er sich nicht allein einschalten kann. Das kann niemand 
anderes sein, als che Regierung! Ist sie nicht die „organisierte Macht“? 
Und dann „wenn man sie nicht zum Instrument nimmt, würde man sie 
als Hindernis auf dem Wege finden“ (S. 14). Aber die Regierung tritt 
nur für einen Augenblick dazwischen: „Sobald die Maschine einmal auf 
gestellt ist, würde sie von selbst gehen“ (S. 149). Der Staat „hat weiter 
nichts zu tun, als die Gesellschaft auf eine schiefe Ebene zu bringen, die 
sie, sobald sie einmal dort steht, allein durch die Kraft der 1 atsachen 
und infolge der natürlichen Gesetze des dann bestehenden Mechanismus 
hinabgleitet“ (S. 165). Hierin liegt gerade das Geistreiche des Systems. 
Und in der Tat haben sich denn auch die meisten der bestehenden Pro 
duktivgenossenschaften mit der finanziellen und administrativen Hilfe der 
öffentlichen Behörden gebildet, ohne die sie nicht bestehen können. 
Louis Blanc ist daher einer der ersten, wenn nicht der erste Sozialist, 
der daran gedacht hat, sich auf den modernen Staat zu stützen, um die 
soziale Reform ins Werk zu setzen. Rodbertus und Lass alle richten 
später eine ähnliche Aufforderung an den Staat, und der französische 
Schriftsteller verdient, mit ihnen unter die Vorläufer des Staatssozialismus 
gerechnet zu werden. 
In dieser Aufforderung liegt von seiten der Sozialisten etwas Naives, 
denn von zwei Dingen eins: entweder ist das Projekt, für das man die 
Hilfe der Regierung anruft, wirklich revolutionär, — und dann wäre die 
Regierung, die die Gesellschaft vertritt recht blind, wenn sie sich selbst 
dazu hergäbe, um als Mittel zu ihrer eigenen Zerstörung zu dienen; oder 
^ber die Projekte, die man ihr unterbreitet, sind ohne Gefahr für die 
bestehende soziale Ordnung, und dann liegt gerade in der Hilfe, die sie 
dir leistet, der Beweis ihrer bescheidenen Tragweite. Dieser Kritik kann 
der Staatssozialismus nicht entgehen, ausgenommen er erklärt sich klar 
und deutlich als konservativ, und das hat er denn auch in Deutschland 
getan. 
Louis Blanc beschäftigt sich, wie später Lassalle, hauptsächlich 
• , • -hnrhst verwickelte Aufgabe; sie ist 
l ) „Die Emanzipation der Arbeiter is 01110 - e j e Gewohnheiten in Unordnung, 
ln 't zu vielen Fragen verbunden, sie '? rm S . , „ e ;t s0 vielen Interessen entgegen, 
sie läuft anscheinend, wenn auch nicht in durch eine Reihe von Tel - 
& ls daß es nicht Wahnsinn wäre, zu glauben, sie ' Zu ilirer Durchführung ist 
^ersuchen und vereinzelten Bestrebungen '° • fehlt, um sich frei zu machen, 
die ganze Macht des Staates nötig. Was den Bro ■ ^ ihnen zu lie{crn . Wenn wir 
sind die Arbeitsmittel. Aufgabe der Regierung ’ würden w j r sa gen; „Der Staat 
den Staat gemäß unserer Auffassung definie e m ra ’ va il, S. 14). 
'st der Bankier der Armen“ (Organisatio
	        

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Gesellschaftslehre. Enke, 1928.
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