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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Gegner
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

324 
Zweites Buch. Die Gegner. 
seitigkeit oder der Mutualismus, das ist das neue Prinzip, das uns 
in der Organisation der wirtschaftlichen Gesellschaftsbeziehungen leiten soll. 
So bringt denn gerade die Kritik des Sozialismus Proddhon dazu, 
die positiven Grundlagen seines Systems genau zu präzisieren, und man 
sieht jetzt klar, in welchen neuen Begriffen sich ihm das soziale Problem 
stellt: auf der einen Seite die Abschaffung des „Einkommens ohne Arbeit“, 
das auf dem Eigentum beruht, da dieses Einkommen gerade die Ver 
neinung des Prinzips der Reziprozität der Dienste ist; andererseits die 
Aufrechterhaltung des Eigentums, die Freiheit der Arbeit und die des 
Tausches. Mit anderen Worten die Zerstörung der Grundeigenschaft 
des Eigentums, ohne jedoch das Eigentum selbst oder die Freiheit in 
Frage zu stellen 1 ). 
Ist das aber nicht die Quadratur des Kreises? Bedeutet die Ab 
schaffung des Einkommens ohne Arbeit nicht die Vergesellschaftung 
der Arbeitsmittel? Proudhon glaubt das nicht. 'Bisher hat man an 
genommen, das Eigentum nicht reformieren zu können, ohne die Pro 
duktion oder die Verteilung der Güter anzugreifen. An den Tausch hat 
man nicht gedacht. Aber gerade im Austausch der Dienste hat sich die 
Ungleichheit eingeschlichen. Daher muß man eine Reform des Tausches 
vornehmen. Aber welche? Am Ende der „Contradictions öconomi- 
ques“ (wirtschaftlichen Widersprüche) läßt er diese Reform in einer 
noch etwas undeutlichen Art und Weise durchblicken. Nachdem er er 
klärt hat, daß „es nur noch die allgemeine Gleichung aller unserer Wider 
sprüche aufzustellen gilt“, frfcgt er, „was wird denn nun die Formel dieser 
Gleichung sein?“ — „Wir können sie jetzt schon unterscheiden: es muß 
ein Tauschgesetz, eine Theorie der Gegenseitigkeit sein ... Die Theorie 
des Mutualismus oder des Mutuums, d. h. der Austausch in natura . • • 
ist vom Gesichtspunkt des kollektiven Wesens die Synthese der beiden 
Ideen des Eigentums und des Gemeinbesitzes“ 2 ). Genaueres gibt er 
jedoch nicht an. In einem nach den Contradictions geschriebenen 
Briefe nennt er sich noch bescheiden einen „Sucher“, und er bereitete 
ein neues Werk vor, in dem diese Vorschläge entwickelt werden sollten- 
Gleichzeitig trug er sich mit dem Gedanken, eine aktive und prak 
tische Propaganda in den Tageszeitungen zu eröffnen, als die Revolution 
von 1848, die ihn mitten in den Kampf der Parteien warf, die Veröffent 
lichung seiner Ideen beschleunigen sollte. 
An dieser Stelle müssen einige Worte über diese Revolution gesagt 
werden, um den Platz, den die Ideen Proudhon’s in ihr einnahmen, 
besser darzulegen, und den Zusammenhang, in dem sie mit den sozialistischen 
Ideen dieser Zeit standen, klar zu stellen. 
q Er stellte das Problem schon in der Vorrede zu dem Ersten Memoire über 
das Eigentum in dieser Weise auf. 
2 ) Contradictions, Bd. II, S. 414.
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
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