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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Gegner
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

Kapitel V. Proudhon und der Sozialismus von 1848. 
327 
Durch diese Rechnung wurde aber schnell ein Strich gemacht. 
Diejenigen, die die nationalen Werkstätten zum Vorteil ihrer eigenen 
Politik gebrauchen wollten, wurden überstimmt. Die Revolution hatte 
die Zahl der Arbeitslosen sehr vermehrt, die schon infolge der wirtschaft 
lichen Krisis von 1847 ganz bedeutend gewesen war. Außerdem ließ 
die Eröffnung der öffentlichen Werkstätten die Arbeitslosen der Provinz 
nach Paris strömen. Anstatt 10000, auf die man gerechnet hatte, waren 
Ende März 21000 Arbeiter eingeschrieben, die Ende April auf 99400 
angewachsen waren. Man zahlte ihnen 2 Fr. am Tag, wenn sie arbeiteten, 
und 1 Fr., wenn man ihnen keine Arbeit geben konnte. Nach kurzer 
Zeit wußte man nicht mehr, womit man sie beschäftigen sollte. Die 
»leisten wurden ohne Rücksicht auf ihren Beruf zu unnötigen Erdarbeiten 
uerangezogen, die sich aber sehr bald auch als ungenügend erwiesen. 
Diese Armee von Unglücklichen wurde von Unzufriedenheit ergriffen, 
da sie sich von der lächerlichen Arbeit, mit der man sie beschäftigte, 
erniedrigt fühlte, und weil der geringe Lohn, der aber noch weit über 
den Wert der geleisteten Arbeit hinausging, sie in keiner Weise zufrieden- 
steilen konnte. Die Werkstätten wurden zu einem Herd politischer Agi 
tation; die erschrockene Regierung, die selbst wieder von der National 
versammlung (Assemblöe Nationale) bedrängt wurde, hatte nur noch 
einen Gedanken: sie aufzulösen. 
Am 21. Juni befahl plötzlich eine Verordnung allen jungen Leuten 
v °n 17 bis 25 Jahren, die bei den Werkstätten eingeschrieben waren, 
S1 ch entweder in die Armee anwerben zu lassen oder in die Provinz zu 
gehen, wo neue Erdarbeiten sie erwarteten. Zum Äußersten getrieben, 
erhoben sich die Arbeiter; am 23. Juni brach der Aufstand aus, um nach 
ei lagen im Blut von Tausenden von Opfern erstickt zu werden und 
as ganze Land unter dem Eindruck des Schreckens und der Reaktion 
Zu lassen. 
J®t der kindlichen Logik politischer Parteien machte man für diesen 
^»glückseligen Versuch das Prinzip des Rechtes auf Arbeit verantwortlich, 
as “ a ^ er endgültig verurteilt schien. Das trat klar zutage, als in der 
>hr*°M k Ur ^ a * as *' es un( J den aufrührerischen Arbeitern das Gleichgewicht. Durch 
a ber ° nurld die Nutzlosigkeit ihrer Arbeiten erregten sie den Unwillen der Pariser, 
., s , le beschützten und retteten Paris mehr als einmal, ohne daß es davon wußte, 
sied p ? n entf ernt, im Solde Louis Blano’s zu stehen, wie man gesagt hat, beseelte 
g I4^f eist seiner Gegner.“ Thomas erzählt (Histoire des ateliers nationaux, 
„-an 147 )’ daß am Mai der Minister Marie ihn zu sich kommen ließ und ihn 
dürf n V m w 6eheim -“ fra gte, °b er auf dieArbeiter der nationalen Werkstätten zählen 
Sie d X lnden Sie ein Mittel, sich ihrer wirklichen Ergebenheit zu versichern. Sparen 
halten“ lel<1 nicht: wenn notwendig, werden Sie das Geld aus dem Geheimfonds er- 
(alaub "V- ”^ u welchem Zweck“ Thomas. „Um des öffentlichen Wohles willen^ 
n ‘cht <!n n’ Ill ren Leuten vollständig befehlen zu können ? Der Tag ist vielleicht' 
m ®hr fern, an dem man sie zu Straßenkämpfen verwenden muß,“
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
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